Debatte um schnelle Ausstieg aus der Kernkraft

Sonntagsfrage: Was wäre Ihnen der Atomausstieg wert?

Die schlimmen Vorkommnisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi haben die Gefahr dieser Technologie wieder einmal deutlich gemacht und eine erneute Debatte um die Atompolitik in Deutschland entfacht. Viele Bürger wünschen sich, dass am besten alle Meiler so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Ein Abweichen vom bisher geplanten Atomausstieg würde jedoch nicht nur den Staat viel Geld kosten, sondern zöge auch einen deutlichen Anstieg der Stromkosten nach sich. Wäre Ihnen ein schneller Atomausstieg diesen Aufpreis wert?

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Windpark
Alternative Energien sollen beim schnellen Atomausstieg stark ausgebaut werden. (Bild: Vestas Deutschland GmbH)

Was wäre Ihnen der Atomausstieg wert?

1. Für einen schnellen Atomausstieg wäre ich bereit auch deutlich höhere Strompreise zu zahlen. 2. Wenn es zu teuer werden sollte, wäre ich gegen einen schnellen Atomausstieg. 3. Ich weiß nicht genau. Was sagen denn die anderen?

Hohe Kosten für den schnellen Atomausstieg

Spiegel Online rechnet vor, dass sich die Summe aus Subventionen zur Förderung alternativer Energien wie Wind, Wasser, Sonne und Biomasse, dem Bau der entsprechenden Kraftwerke, dem notwendigen Netzausbau sowie den Kosten zur Verbesserung der Energieeffizienz auf 230 bis 245 Milliarden Euro belaufen würden. Auch für die Bürger wäre der Wechsel der Energiepolitik finanziell spürbar. Der Anstieg der EEG-Umlage, mit der Verbraucher Investitonen in erneuerbare Energien mitfinanzieren, oder die Weitergabe der Investitionskosten der Netzbetreiber an ihre Kunden, würden die Strompreise in der Summe um über sieben Cent pro Kilowattstunde nach oben treiben. Haushalte mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden müssten für ihren Strom pro Jahr über 300 Euro mehr bezahlen. Wäre ihnen der schnelle Ausstieg aus der Atomenergie diese Mehrkosten wert oder halten Sie die aktuelle Debatte generell für übertrieben? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum mit der Redaktion und anderen Lesern.

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