Das Mac-Betriebssystem versteht die wichtigsten Unix-Kommandos
Mac OS X: Schneller arbeiten mit der Kommandozeile
Der IT-Konzern Apple ist der einzige große Hersteller von Computern, der neben der Planung und Produktion der Hardware auch das Betriebssystem selbst produziert. Beim hauseigenen Mac OS X stellt Apple immer wieder heraus, dass es sich um ein System mit Unix-Unterbau handelt - und damit eine hohe Sicherheit bieten kann, was besonders für professionelle Nutzer und Entwickler sehr wichtig ist. Die Unix-Architektur, die durch den freien Darwin-Kernel gestellt wird, beschert Mac OS X ein vollwertiges Unix-Verhalten - inklusive der Möglichkeit, mit Befehlen auf der Kommandozeile das Betriebssystem schneller zu steuern. Ein Überblick über die Möglichkeiten liefert dieser Artikel.
Inhaltsverzeichnis
- 1Im Mac-Terminal
- 2Shell und Ordner
- 3Packen und mehr
- 4Kill einen Prozess
- 5ISO- / IMG-Dateien
- 6Shell-Handbücher
- 7Fazit
Im Mac-Terminal
Ein großer Teil der Befehle, zum Beispiel für die Suche nach Dateien oder deren Umbenennung, ist deutlich schneller nutzbar als das grafische Pendant. Es gibt in Mac OS X sogar einige Dinge, die über die grafische Oberfläche überhaupt nicht zugänglich sind. So ist es zum Beispiel mit dem Festplatten-Dienstprogramm nicht möglich, ein CD-Image im ISO-Format in den IMG-Dateityp umzuwandeln, der für die Erstellung eines bootbaren USB-Sticks notwendig ist. Auf der Kommandozeile geht genau das mit dem diskutil-Befehl aber sehr einfach.
Dreh- und Angelpunkt für die händische Eingabe von Befehlen ist das Terminal-Programm in Mac OS X. Dieses zeigt dem Benutzer beim Start eine sogenannte Shell, also die eigentliche Schnittstelle zur Ausführung eines Befehls, an. Das Terminal-Programm kann, genau wie ein moderner Internet-Browser , in Tabs mehrere Shells gleichzeitig anzeigen. Das ist sehr praktisch, wenn man mehrere Befehle gleichzeitig laufen lassen möchte oder einfach nicht die Übersicht verlieren will.
Beim Start des Mac-Terminal gibt die Shell einige interessante Informationen aus: Die Zeitangabe hinter "Last Login" gibt an, wann sich der Benutzer das letzte Mal am System angemeldet hat. (Damit lässt sich sicher kontrollieren, ob dritte Personen unbefugten Zugriff auf das persönliche Nutzerkonto haben.) Unter Umständen steht in der folgenden Zeile "You have mail", was im Grunde ignoriert werden kann - denn auch gelesene Nachrichten im Mail-Programm zählen hier.






