Ziel: Propaganda
Cyber War: US-Armee will Social Media mit Fake-Profilen manipulieren
Die britische Tageszeitung The Guardian hat ein neues Internet-Projekt des US-Militärs enthüllt. Die Streitkräfte wollen demnach künftig Social Media-Dienste wie Facebook oder Twitter mit unzähligen falschen Identitäten unterwandern, um bei Bedarf über diese Kanäle Pro-Amerikanische Botschaften zu verbreiten. Gedacht ist das System offenbar für den Einsatz im arabischen und asiatischen Raum.
Dem Guardian-Bericht zufolge hat das kalifornische Software-Unternehmen Ntrepid den Zuschlag für die Entwicklung eines entsprechenden Systems erhalten. Dieses soll es einem Mitarbeiter der US-Streitkräfte ermöglichen bis zu zehn Fake-Profile zu steuern. Diese werden einen glaubwürdigen Hintergrund haben, so dass sie nicht so leicht als Fake ausgemacht werden können. Bei Bedarf sollen die Fake-Profile auf feindliche Propaganda mit Blogpost, Tweets und beispielsweise Statusmeldungen auf Facebook reagieren können.
Einsatz in Arabien und Asien
Operieren sollen die Fake-Profile aber offenbar nicht weltweit, sondern überwiegend in der arabischen und asiatischen Blogosphäre. Kommuniziert werde nicht in englischer Sprache heißt es, sondern in Arabisch, der asiatischen Sprache Farsi sowie in den Sprachen Urdu und Pashton, die unter anderem in Indien, Pakistan und Afghanistan gesprochen werden.
Das Internet gewinnt nicht nur für die USA zunehmend an militärischer Bedeutung. Die politischen Umstürze in Ägypten sind nur ein Beispiel hierfür. Fanatiker benutzen das Netz bereits seit längerem für ihre Zwecke. Der US-Hacker The Jester hat es sich dagegen zur Aufgabe gemacht, militante Internet-Seiten zu infiltrieren und vom Netz zu nehmen. Mit Stuxnet erfolgte im vergangenen Jahr auch eine gezielte Cyber-Attacke auf das Atomprogramm des Irans.


Wikileaks enthüllt ohne Rücksicht Geheimnisse von Regierungen und Organisationen. Enthüllungen über sich selbst mag die Plattform aber ganz offenbar nicht und droht der britischen Tageszeitung The Guardian nun wegen eines Buches mit Klage.
Im Internet Menschen kennen zu lernen ist nicht immer ungefährlich. Hinter manchen Profilen verbergen sich Betrüger, die mit einer falschen Identität andere Nutzer hinters Licht führen wollen. Internet-Projekte helfen diese so genannten Fake-Profile nun zu entlarven.
Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung Guardian arbeitet ein Viertel aller US-Hacker für den Inlands-Geheimdienst FBI. Der Guardian bezieht sich dabei auf Schätzungen von Eric Corley, Herausgeber der Hacker-Zeitschrift "2600".
Die Bundesregierung hat auf Anfrage der Partei Die Linke bestätigt, dass auch deutsche Ermittlungsbehörden Soziale Netzwerke wie Facebook oder die VZ-Netzwerke für ihre Ermittlungsarbeit nutzen.
Den von der Bloggerin Birdabroad entdeckten gefälschten Apple Stores in China und anderen Ländern droht nun juristischer Ärger mit Apple. Laut dem Blog AppleInsider verklagt der Konzern rund 50 Unternehmen und Personen.
Die Ausschreitungen in London halten die Polizei in Atem. Anders als beispielsweise in Ägypten organisieren sich die Aufständischen nicht primär über Facebook und Twitter, sondern über ihre BlackBerrys. Hersteller Research in Motion will dies nun verhindern.
Bei den Straßenkämpfen in Großbritannien haben Soziale Netzwerke eine große Rolle gespielt. Jetzt will Premierminister David Cameron Seiten wie Twitter oder Facebook sperren lassen, um für Ruhe zu sorgen.




