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Acer Aspire 5253 im Test: Notebook mit neuem AMD-Prozessor
Günstiger Laptop mit neuem Chipsatz schafft HD-Filme

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Das Aspire 5253 von Acer kostet so viel wie ein kleineres Netbook ohne Laufwerk, dabei liefert die Hardware des Notebooks mit 15,6 Zoll große Bildschirm mehr Leistung als seine kleinen Verwandten.

Im Aspire 5253 verbaut Acer zum ersten Mal die neue Brazos-Plattform von AMD. Diese steht in direkter Konkurrenz zu den Atom-Prozessoren von Intel. Das günstige Einsteiger-Notebook zeigt im Test welcher stromsparende Chip mehr Leistung bringt.

Prozessor und Grafikchip vereint

Im Acer Aspire 5253 steckt der Prozessor E350 von AMD mit einer Taktrate von 1,6 Gigahertz und zwei Rechenkernen. Zusammen mit der integrierten Radeon-Grafikkarte HD 6310 stellt er eine Variante der Brazos-Plattform dar. Diese basiert auf dem Fusion-Konzept von AMD und stellt eine "Accelerated Processing Unit" (APU, beschleunigte Recheneinheit) dar. Der Chiphersteller hat mit Lynx bereits eine weitere Plattform auf Basis des Fusion-Konzepts für 2011 angekündigt.

Das Aspire 5253 verfügt über einen 15,6 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Bei der Anzeige handelt es sich um ein spiegelndes Display auf dem je nach Beleuchtung und angezeigtem Bild störende Reflexionen auftreten. Ohne die Spiegelungen würde der Monitor eine geringe Blickwinkelabhängig aufweisen, so sind die Blickwinkel, die horizontal und vertikal bei rund 150 Grad liegen, jedoch stark vom Lichteinfall abhängig.

Acer installiert Windows 7 Home Premium auf dem Aspire 5253. Zur Ausstattung des Notebooks gehören vier Gigabyte Arbeitsspeicher, eine wahlweise 320 oder 500 Gigabyte große Festplatte sowie ein DVD-Brenner.

Besser als ein Netbook, trotzdem nicht für Grafik oder Spiele geeignet

Im Benchmark-Test Cinebench 11 erreicht der AMD E350 mit 0,59 Punkten einen leicht höheren Wert als die aktuelle Doppelkern-Variante von Intels Atom-Prozessor. Die integrierte Grafikkarte schafft 7,45 Bilder pro Sekunde und setzt sich so deutlich von integrierten Chipsätzen ab und zeigt sich auch ein wenig leistungsstärker als die Ion-Plattform von Nvidia.

Bildbearbeitung sollte der Nutzer auf dem Aspire 5253 nur in kleinem Rahmen durchführen, große Grafikprojekte sind fehl am Platz. Aktuelle Spieletitel laufen teilweise, aber nie in voller Auflösung und mit allen Details.

Acer Aspire 5253 im Test

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Günstiges Einsteiger-Notebook mit AMD-Prozessor und Grafikkarte.

Die Laufzeit des Lithium-Ionen-Akkus mit sechs Zellen und einer Leistung von 4.400 Milliamperestunden fällt ordentlich aus. Filme lassen sich sowohl von Festplatte als auch von DVD problemlos anschauen solange sie keine extreme Überlänge aufweisen, da die Batterie in beiden Fällen für rund 160 Minuten Strom liefert.

Beim Schreiben hat der Anwender sogar etwa eine Stunde mehr Zeit: Die Akkulaufzeit im Office-Betrieb erreichte 217 Minuten. Bei den gemessenen Zeiten handelt es sich um Mindestwerte, die mit dauerhaft aktiviertem WLAN und maximaler Bildschirmhelligkeit gemessen wurden. Achtet der Nutzer auf den Stromverbrauch erhöht sich auch die Akkulaufzeit.

Festplattengeschwindigkeit 500GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
35,1 MB/sek.82,3 MB/sek.61,1 MB/sek.20,1 ms

Die beim Testgerät 500 Gigabyte große Festplatte liegt mit ihren Messwerten im üblichen Rahmen von Notebook-Festplatten. Direkt nach dem Einschalten läuft der Lüfter des Aspire 5253 auf Hochtouren, doch schon nach wenigen Sekunden kehrt Ruhe ein. Selbst bei der rechenintensiven Wiedergabe von Filmen von Festplatte oder DVD übertönt der Originalton in Zimmerlautstärke die Betriebsgeräusche, die auch sonst nur zu hören sind, wenn der Nutzer sein Ohr direkt an das Notebook hält.

Bequeme Bedienelemente

Das Acer Aspire 5253 verfügt über angenehm große Handballenablagen. Das Layout der Tastatur mit Nummernblock ist gut gelungen. Wichtige Tasten sind wie bei einem herkömmlichen Keybord durch Form und Größe hervorgehoben. Die Druckpunkte der freistehenden Tasten fallen weich und trotzdem ausreichend deutlich aus.

Das Touchpad des Aspire 5253 reagiert schon auf leichte Berührungen, dem Nutzer fällt es leicht den Mauszeiger an die gewünschte Stelle zu bewegen. Klare Kanten grenzen das Touchpad, an dessen rechter Seite sich eine Scroll-Leiste befindet, von den umliegenden Handballenablagen ab. Die durchgehende Touchpadtaste weist einen klaren Druckpunkt auf und lässt sich auch nahe an seiner starren Mitte noch vergleichsweise gut drücken.

Grundausstattung mit Schnittstellen

Das Acer Aspire 5253 gelangt per LAN-Kabel oder WLAN ins Internet. Über kurze Entfernungen überträgt es Daten ebenfalls kabellos per Bluetooth. Externe Bildschirme lassen sich per HDMI- und VGA-Kabel anschließen. Drei USB-Anschlüsse versorgen externe Geräte mit Strom und übertragen Daten. Ein Kartenlesegerät, ein Kopfhörer- und ein Mikrofonanschluss gehören ebenfalls zu den vorhandenen Schnittstellen.

Das Gehäuse des rund 2,3 Kilogramm schweren Aspire 5253 besteht aus Kunststoff und wirkt ordentlich verarbeitet. Drückt der Nutzer jedoch etwas kräftiger auf die Tastatur oder die Handballenablagen gibt das Gehäuse spürbar auf einer größeren Fläche nach.

Fazit: Für den Beginn völlig ausreichend

Das Acer Aspire 5253 eignet sich gut als günstiges Notebook für Einsteiger und alle Nutzer die keine rechenintensiven Anwendungen wie Grafikbearbeitung oder Computerspiele planen. Zum Surfen, Schreiben und Filme schauen reicht die Leistung des Notebooks völlig aus. Die Hardware-Ausstattung mit Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte fällt besser als bei Netbooks aus und als Zugabe erhält der Anwender einen größeren Bildschirm sowie ein optisches Laufwerk.

Acer bietet den Aspire 5253 in verschiedenen Ausführungen an. Die günstigste Variante mit einer 320 Gigabyte großen Festplatte kostet 399 Euro, für das Modell mit einer 500 Gigabyte großen Festplatte werden 499 Euro fällig. Wobei der Aufpreis von 100 Euro sich sinnvoller in einer externe Festplatte mit mehr Kapazität als die zusätzlichen 120 Gigabyte investieren lässt. Die Preise von Online-Händler weichen bisher nicht von der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers ab.

Die Leistung des Aspire 5253 ähnelt der des übergroßen Netbooks EeePC 1215N von Asus mit Nvidia Ion und einem Zweikern-Atom-Prozessor. Herkömmliche Netbooks wie der EeePC 1018P, das Samsung NF210 oder das Aspire One D255 bleiben trotz eines ähnlich hohen Preises leistungstechnisch weit hinter dem Notebook von Acer zurück.

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Das Aspire 5253 von Acer kostet so viel wie ein kleineres Netbook ohne Laufwerk, dabei liefert die Hardware des Notebooks mit 15,6 Zoll große Bildschirm mehr Leistung als seine kleinen Verwandten.

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Acer Aspire 5253 im Test: Notebook mit neuem AMD-Prozessor
Acer Aspire 5253 im Test: Notebook mit neuem AMD-Prozessor
Acer gehört zu den ersten Herstellern, die AMDs neue Brazos-Plattform in Notebooks verbauen. Die Vereinigung von Prozessor und Grafikchip soll günstig sein, wenig Strom verbrauchen und trotzdem Leistung bringen.
http://www.netzwelt.de/news/85979-acer-aspire-5253-test-notebook-neuem-amd-prozessor.html
2011-03-20 08:10:15
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/klare-linien-schwarze-hochglanzfront-pioneers-av-receiver-zaehlen-optisch-reizvollsten-gesamten-markt-bild-netzweltde4836.jpg
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