Apple, Nintendo und LG möglicherweise betroffen

Nach der Japan-Katastrophe: IT-Branche fürchtet Lieferengpässe

Kurzfristig dürfte die Naturkatastrophe in Japan laut dem Branchenverband Bitkom nicht zu Lieferengpässen führen. Noch ist das Ausmaß der Schäden aber unklar. Zudem könnten Stromknappheit oder ein atomarer GAU die Produktion längerfristig lahm zu legen. Es drohen Engpässe, steigende Preise und Verspätungen bei kommenden Produkten.

Im Netz wird bereits über Lieferengpässe bei Apples iPad 2 aufgrund des Erdbebens in Japan spekuliert. (Bild: Apple)
Im Netz wird bereits über Lieferengpässe bei Apples iPad 2 aufgrund des Erdbebens in Japan spekuliert. (Bild: Apple)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verspätung beim iPad2 und 3DS?
  2. 2Weitere Hersteller betroffen
  3. 3Steigen jetzt die Preise?
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"Viele der japanischen Hersteller sind global aufgestellt und produzieren auch außerhalb des Landes in der Nähe ihrer Absatzmärkte", sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer zu den kurzfristigen Auswirkungen der Naturkatastrophe in Japan auf die IT-Branche. Mit Lieferengpässen in Deutschland bei Geräten sei daher vorerst nicht zu rechnen. Das gelte aber nur solange, wie die Situation im Land der aufgehenden Sonne nicht weiter eskaliert. Angesichts von Medienberichten über Brände und Explosionen im Atomkraftwerk Fukushima ist dies derzeit aber mehr als wahrscheinlich. In der Hauptstadt Tokio wurden bereits erhöhte Strahlung gemessen.

Verspätung beim iPad2 und 3DS?

Für Verbraucher könnte dies bedeuten, dass angekündigte Neuheiten wie Tablet-Computer, Smartphones, Fernseher und ähnliches hierzulande nicht zum geplanten Verkaufstermin oder nur in geringen Stückzahlen erscheinen. Zwar machen die Importe aus Japan auf den deutschen Markt in den Segmenten Computer, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation derzeit nur vier Prozent des Gesamtmarktes aus, allerdings weist die Bitkom darauf hin, dass in Japan nicht nur Endgeräte, sondern auch zahlreiche Komponenten wie Chips, Sensoren oder LCD-Glas gefertigt werden. Der Branchenverband schließt deshalb nicht aus, dass es bei einzelnen Herstellern zu Engpässen bei bestimmten Teilen kommt.

Dem Marktforschungsinstitut iSuppli zufolge könnte sich die Vorfälle unter anderem auf Nintendos neuem Handheld 3DS auswirken. Das Gerät soll in Deutschland am 25. März erscheinen. Die Displays hierfür werden von Hitachi geliefert. Der Hersteller musste seine Fabrik vorerst schließen. Sollte die Produktion mehrere Wochen ausgesetzt werden, drohen Engpässe.

Auch LG bezieht für seine Smartphones laut iSuppli Displays von Hitachi. Konkurrent Toshiba hat die Produktion von Geräten und Komponenten ebenfalls teilweise gestoppt. Dieses könnte sich laut dem Blog fareeastgizmos.com auf die Produktion des iPad 2 auswirken. Denn Apple bezieht NAND-Speicher von Toshiba. Der Tablet-Computer soll in Deutschland ebenfalls am 25. März erscheinen.

Weitere Informationen

Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad 2. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad 2. Zusätzlich haben wir ein vorbereitet.

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