Besonderheit: Quattron-Technologie
Sharp LC-52 LE 822 E: Edge-LED-Fernseher im Test
3D beherrscht Sharps neuer 52-Zöller zwar nicht, dafür soll er aber mit der stromsparenden und kontraststeigernden Edge-LED-Technik sowie der Quattron-Technologie Punkte sammeln. Ob dies tatsächlich gelingt, zeigt der netzwelt-Test - und der offenbart Erstaunliches...

Inhaltsverzeichnis
- 1Technik und Ausstattung
- 2Handhabung und Klang
- 3Sehtest Standardsignale
- 4HDTV-Sehtest
- 5Fazit: Gutes Mittelmaß
Technik und Ausstattung
Bei ihrem aktuellen 52-Zöller setzen die Sharp-Techniker auf die Edge-LED-Technik, bei der die Leuchtdioden im Rahmen statt hinter dem Display angebracht sind. Das erlaubt nicht nur eine flachere Bauweise, sondern soll auch den Stromverbrauch senken. Zusätzlich kommt auch noch Sharps Quattron-Technik zum Einsatz, für die die Japaner viel Werbung gemacht haben. Dabei sollen gelbe Subpixel für besonders reine Farben sorgen und zudem den Energieverbrauch weiter verringern.

Selbstverständlich ist auch ein Universaltuner an Bord, der dank CI+ alle HDTV-Sender verarbeiten kann. Positiv fällt auch der integrierte Speicher auf, der bis zu zweieinhalb Stunden Fernsehprogramm im Time-Shift-Verfahren aufnehmen kann. Leider kann die Multimedia-Ausstattung da nicht ganz mithalten: Webfernsehen und interaktive Anwendungen kann netzwelt nicht entdecken. Immerhin ist über Netzwerk-Streaming möglich, Fotos und Musikstücke abzuspielen, über USB kann man zudem Videodateien ansehen.
Handhabung und Klang

Auch bei der Handhabung des Fernsehers ist Kritik unumgänglich, zum Beispiel beim Bildschirmmenü. Das sieht zwar mit seinen Rollregistern sehr modern aus und verdeckt auch nur wenig vom Bild, aber dafür fällt die Schrift viel zu winzig aus - hat mal jemand eine Lupe? Außerdem dürfte das Menü gerne etwas schneller auf Befehle reagieren. Auch die Time-Shift-Bedienung lässt Wünsche offen: Gleich zwei Befehle sind nötig, um das TV-Programm anzuhalten, und der eigentlich praktische Balken, der die Zeitreserve anzeigt, kann nur dauerhaft ein- oder ausgeblendet werden.
Die Sendernavigation geht in Ordnung, Sortierfilter und Favoritenlisten fehlen jedoch. Nervig ist der Senderwechsel: Ganze vier Sekunden vergehen durchschnittlich, bis der nächste Kanal angezeigt wird. Auch der spiegelnde Bildschirm kann das Vergnügen teilweise verderben. Die Lautsprecher entpuppen sich als durchschnittlich: Dialoge geben sie sauber wieder, bei Musik verzerren die Bässe allerdings viel zu früh.
