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Viel Licht, viel Schatten: Samsung-TV UE 55 C 6200 im Test
LCD-Fernseher

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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2.300 Euro für 55 Zoll sind ein echtes Wort: Der Samsung UE 55 C 6200 glänzt durch eine imposante Größe und viel Ausstattung. Auf Extras wie 3D-Wiedergabe, eine 200-Hertz-Schaltung und Surfen im Internet muss man allerdings verzichten. Was der 55-Zöller sonst noch leistet, musste er im netzwelt-Test beweisen.

2.300 Euro für 55 Zoll sind ein echtes Wort: Der Samsung UE 55 C 6200 glänzt durch eine imposante Größe und viel Ausstattung. Auf Extras wie 3D-Wiedergabe, eine 200-Hertz-Schaltung und Surfen im Internet muss man allerdings verzichten.

Elegante Note: schlanker Rahmen, gut entspiegeltes Hochglanz-Display.

Ausstattung

Zur Grundausstattung zählt im Jahr 2011 ein Multituner, der separate Settop-Boxen überflüssig macht. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Platz. Der integrierte Satelliten-Tuner verfügt sogar über die DiSEq-1.2-Technik, mit der er Rotor-Schüsseln steuern kann. Hinzu kommt noch ein CI+-Einschub, mit dessen Hilfe man alle HDTV-Sender inklusive Pay-TV empfangen kann.

Mit vier HDMI-Schnittstellen ist der Samsung ordentlich bestückt. Ein automatischer Audio-Rückkanal (HDMI-ARC) fehlt allerdings.

Auf Multimedia-Anwendungen müssen Käufer hingegen weitgehend verzichten. So bietet der UE 55 C 6200 zum Beispiel nicht die Möglichkeit, im Internet zu surfen, und auch eine USB-Aufnahmefunktion ist nicht an Bord. Die Netzwerk- und USB-Buchse sind lediglich zum Abspielen von Videos, Fotos und Musikstücken zu gebrauchen. Immerhin glänzt die DLNA- und Mediaplayer-Funktion mit rund 40 Dateitypen, die sie unterstützt.

Handhabung und Ton

Die Fernbedienung sieht zwar etwas grobschlächtig aus, ist aber beleuchtet.

Beim digitalen Satellitenfernsehen sticht die sinnvoll vorsortierte Senderliste hervor. Zudem bietet der Fernseher hier weitere Sortierfunktionen, etwa Favoritenlisten, die sich bequem einrichten und verwalten lassen. Das Menü wirkt nicht nur sehr übersichtlich, sondern reagiert auch schnell. Obwohl das Gehäuse nur drei Zentimeter tief ist, überrascht der Klang des Fernsehers positiv: Die Lautsprecher klingen bei Zimmerlautstärke ausgewogen und schön bassstark.

Sehtest Standardsignale

Seltsamerweise liefert der "Natürlich"-Modus kein besonders natürliches Bild, sondern einen überzogenen Kontrast samt zu kühlen Farben. Die besten Ergebnisse bei Standardsignalen liefert hingegen der "Kino"-Modus, wie netzwelt schnell feststellt. Dabei sollte man allerdings den Rauschfilter deaktivieren, um Verschmier- und Verwischeffekte bei Kameraschwenks zu verhindern. Zusätzlich empfiehlt es sich, das Gamma etwas zu senken, um einem zu milchig wirkenden Bild entgegenzuwirken.

Dann überzeugt die überdurchschnittliche Strahlkraft des Südkoreaners auch in sehr hellen Räumen, zumal der TV kaum spiegelt. Optimiert man die Bewegungsschärfe, geht zwar etwas Helligkeit verloren, aber die verbleibenden 220 Candela reichen immer noch für kräftige Bilder. HDMI-Videosignale sehen bereits in der PAL-Auflösung von 576i schön scharf aus.

Weiterhin fällt auf, dass der Samsung ein sehr guter Futterverwerter ist, also mit wenig Strom auskommt - rund 120 Watt genügen. Kameraschwenks meistert er mit seiner 100-Hertz-Schaltung passabel. Bei schnell übers Display gleitenden Objekten nehmen die Testredakteure leichte Säume wahr.

HDTV-Bildqualität

Die Farbdarstellung gelingt dem 55-Zöller im Großen und Ganzen akzeptabel, auch wenn die Farbtemperatur etwas zu kühl ausfällt: Statt 6.500 Kelvin liegt sie bei 7.100 Kelvin, wie die Messungen zeigen. Besonders deutlich wird dieses Manko bei Schwarz-Weiß-Filmen wie "Casablanca", den netzwelt als Blu-ray zuspielt: Hier wird am linken Bildrand ein leichter Rosastich sichtbar, und auch gesättigte Farben erscheinen nicht ganz so farbrein wie gewünscht.

Als Alternative bietet sich der "Nativ"-Modus an, der den Farbumfang vergrößert. Auch der Samsung zeigt die LCD-typische Blickwinkelabhängigkeit - das Bild verliert bei seitlicher Betrachtung an Dunkelheit und Zeichnung. Bei der 24p-Wiedergabe stellt sich das echte Kinoruckeln ein, mit der Einschränkung, dass dunkle Objekte einen Schweif zeigen. Leider gelingt auch die Tiefenwirkung nicht perfekt, da das an sich satte Schwarz durch fleckiges Restlicht gestört wird. Zudem weisen Nachtszenen einen Lilastich auf.

Fazit

Der perfekte Fernseher ist er ganz sicher nicht, der Samsung UE 55 C 6200 - dafür weist er zu viele Schwächen auf: fleckiges Schwarz, starke Blickwinkelabhängigkeit, leichter Farbstich, mäßige Bewegungsschärfe bei Filmen. Auf der anderen Seite ist er sehr groß, sehr strahlkräftig, besitzt gute Lautsprecher, sieht schick aus und verbraucht wenig Strom. Im Internet kann man ihn bereits für 1.500 Euro bestellen. Das sind 800 Euro weniger, als Samsung in seiner unverbindlichen Preisempfehlung angibt.

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2.300 Euro für 55 Zoll sind ein echtes Wort: Der Samsung UE 55 C 6200 glänzt durch eine imposante Größe und viel Ausstattung. Auf Extras wie 3D-Wiedergabe, eine 200-Hertz-Schaltung und Surfen im Internet muss man allerdings verzichten. Was der 55-Zöller sonst noch leistet, musste er im netzwelt-Test beweisen.

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2.300 Euro für 55 Zoll sind ein echtes Wort: Der Samsung UE 55 C 6200 glänzt durch eine imposante Größe und viel Ausstattung. Auf Extras wie 3D-Wiedergabe, eine 200-Hertz-Schaltung und Surfen im Internet muss man allerdings verzichten.
http://www.netzwelt.de/news/85957-viel-licht-viel-schatten-samsung-tv-ue-55-c-6200-test.html
2011-04-08 10:46:59
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/elegante-note-schlanker-rahmen-gut-entspiegeltes-hochglanz-display-bild-netzweltde4868.jpg
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