Sänger beklagt sich über Musik-Downloads
Jon Bon Jovi: Steve Jobs hat die Musik-Industrie zerstört
Rocksänger Jon Bon Jovi hat in einem Interview mit der Sonntagsausgabe der britischen Tageszeitung "Times" Apple-Chef Steve Jobs angegriffen. Dieser habe mit iTunes die Musik-Industrie zerstört. Bon Jovi vermisst beim digitalen Kauf von Musik das "magische Gefühl", dass er in Plattenläden beim Kauf von Alben spürte.
Jon Bon Jovi mag iTunes nicht. Die Musik seiner Band gibt es dort trotzdem zu kaufen. (Bild: Screenshot)
In einem Plattenladen zu stöbern oder ein Album von vorne bis hinten ohne Unterbrechung zu hören, dieses Gefühl würden die meisten Jugendlichen heute nicht mehr kennen. Stattdessen kaufen sich Nutzer heute nur noch einzelne Tracks bei iTunes. "Ich hasse es zwar wie ein alter Mann zu klingen, aber ich bin nunmal einer, also merkt euch meine Worte: In einer Generation werden die Leute fragen: Was ist mit der Musik passiert? Steve Jobs ist persönlich für den Tod der Musikindustrie verantwortlich", sagte der mittlerweile 49-jährige Bon Jovi gegenüber der Tageszeitung.
Geteilte Meinungen zu iTunes
Apple hat seinen Musikdienst iTunes 2003 gestartet. Heute ist die Plattform das größte digitale Musikkaufhaus. Die Meinungen ob durch die Digitalisierung das Musikgeschäft zerstört wurde, gehen aber auseinander. Forscher sehen den Erfolg von iTunes und iPod eher in der Entwicklung der Musikindustrie selbst begründet: Statt hochwertiger Musik, gebe es heute nur noch kurze Trends mit denen die Labels schnell Geld verdienen wollten. Die Industrie habe die Entwicklung des Internets verschlafen und agiere hier mutlos.
Auch teilen nicht alle Künstler Bon Jovis Meinung: "Es ist fantastisch zu beobachten, wie die ursprünglich auf Vinyl veröffentlichten Lieder nun auch in der digitalen Welt mit genauso viel Liebe gehört werden, wie bei deren Erstveröffentlichung", sagte beispielsweise Beatles-Sänger Paul Mc Cartney im vergangenen Jahr, als Apple die Beatles ins iTunes-Angebot aufnahm.
iTunes erreicht über 10 Milliarden Downloads
Apple-Chef Steve Jobs sieht sich offenbar sowieso über alle Kritik erhaben. 2006 bezeichnete er iTunes als Zukunft der Musikdistribution von der CD ins Internet. Die Downloads im iTunes Store hatten hier die Grenze von einer Milliarde überschritten. Mittlerweile wurden über zehn Milliarden Songs heruntergeladen. Wer dennoch seine alte CD-Sammlung vor dem Zahn der Zeit bewahren will, erhält in diesem netzwelt-Artikel praktische Tipps.

Heute erscheint der neueste Ableger des Musikspiels "Rock Band". Das Thema: Die legendäre britische Rockband "The Beatles". Amateurmusiker können jetzt die Karriere der "Pilzköpfe" aus Sicht der Band erleben - vom ersten Auftritt im Jahr 1963 in Liverpool bis zum Abschluss-Konzert auf dem Dach des Apple-Studio-Gebäudes 1969.
Der ehemalige Chef des Independent-Label CDBaby prangert in seinen Blog Apple- Gründer Steve Jobs an. Dieser habe ihn bei der Einführung des Musikdienstes iTunes und der Aufnahme der CDBaby-Künstler betrogen.
Apple kündigt eine "großartige" iTunes-Neuerung an. Das Wall Street Journal will erfahren haben, dass der Dienst bald auch Musik der Beatles anbieten wird.
Steve Jobs muss in einem seit mehreren Jahren laufenden Rechtsstreit um die digitale Rechteverwaltung von iTunes aussagen. Die Kläger beschuldigen Apple ein Musik-Download-Monopol geführt zu haben.
Mit iTunes Match hat Apple einen Dienst vorgestellt, mit dem die private Musikbibliothek übers Internet mit anderen Endgeräten abgeglichen werden kann. Aber kommt der Dienst auch nach Deutschland und was bieten die Konkurrenten?
Die Grammys sind die höchste Ehrung in der Musikbranche. Bei der diesjährigen Verleihung wurde Steve Jobs mit einem goldenen Grammofon ausgezeichnet.
Nach Jahren haben sich AC/DC dafür entschieden, ihr gesamtes musikalisches Werk online bei iTunes zu verkaufen. Anlässlich dessen hat Apples Musik-Store zwei verlockende Angebote für Fans bereitgestellt.





Beiträge
insgesamt 3 BeiträgeIch kenne jetzt zwar das komplette Interview nicht, aber konsequenterweise müsste man die gesamte Digitalisierung der Musik und nicht nur Steve Jobs' iTunes anprangern. Und letztendlich sollte man bei diesem Thema...
Und Jon Bon Jovi hat den Rock zerstört. Anstatt Aufruhr und Rebellion machte er seichten Pseudo-Rock mit Föhnfrisuren. Und so jemand will uns predigen, was "richtige" Musik ist? Peinlich!
"Forscher sehen den Erfolg von iTunes und iPod eher in der Entwicklung der Musikindustrie selbst begründet: Statt hochwertiger Musik, gebe es heute nur noch kurze Trends mit denen die Labels schnell Geld verdienen...