So wertvoll wie ein kleiner Benz
Elac Serie 600 CE: Gefährliches Surround-Set für 38.000 Euro im Test
"Schatz, wir brauchen ein neues Auto." - "Geht nicht, Liebling, ich hab für das Geld Boxen fürs Heimkino gekauft." - "Ich will die Scheidung!" So oder so ähnlich könnte es laufen, wenn man(n) sich ein Lautsprecherset von Elac gönnt. Ob die 600er-Serie tatsächlich eine Ehekrise wert ist, zeigt der ausführliche netzwelt-Test. Rufen Sie schon mal Ihren Anwalt an.
Inhaltsverzeichnis
- 1Philosophie und Technik
- 2Der 4PI-Hochtöner
- 3Subwoofer und Center
- 4Gehäuse und Verarbeitung
- 5Surround-Hörtest
- 6Stereo-Soundcheck
- 7Fazit: Großes Kino
Philosophie und Technik
Das passiert, wenn man Entwicklern freie Hand lässt: kompromisslose Lautsprecher wie diese. Finanzielle Einschränkungen? Nicht vorhanden. Einfache das Beste vom Besten bauen. Und das sieht man den Prachtstücken an: Membranen mit kristallförmiger Prägung, die ein echter Hingucker sind und bereits in den Boxen der Linie 240 ihre Arbeit verrichten. Die Prägung der Aluminium-Schwingflächen verschiebt die Frequenz, bei der die Stabilität der Membran bei der Schallerzeugung leidet, um beinahe eine Oktave nach oben. Folge: Bei den Tieftönern kommt es erst bei rund fünf Kilohertz zu ersten Resonanzen, also fernab ihres eigentlichen Arbeitsbereiches.
Zudem sitzt hinter ihnen noch ein Zellstoffkonus, der durch seine hohe innere Dämpfung die restlichen Resonanzen ausschaltet. Im Vergleich mit der 240er-Linie weisen die Treiber aber noch einen weiteren Unterschied auf: ihren speziellen LLD-Antrieb. LLD steht für "Long Linear Drive" und ist eine komplizierte Bauweise für Tieftonchassis’, bei denen Unterhang-Schwingspulen zum Einsatz kommen. Ohne jetzt genauer auf die Technik eingehen zu können, soll diese Konstruktion deutlich linearer und verzerrungsärmer als herkömmliche Treiber arbeiten. Ob das stimmt, wird erst der Hörtest zeigen.
Elac Serie 600 CE
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Bild vergrößern Beeindruckender Anblick: Hochglanzschwarz, auffälliger Hochtöner, Membranen mit Diamantprägung, extrem saubere Verarbeitung – hier sieht man den hohen Preis sofort. (Bild: netzwelt.de) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Mit flexiblem Standsockel bestückt: Elac-Center CC-601 CE. (Bild: netzwelt.de) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Sahnehäubchen: der 4PI-Hochtöner von Elac. (Bild: netzwelt.de) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Bemerkenswert: Der Elac-Subwoofer Sub 2080 D besitzt sogar symmetrische Anschlüsse. (Bild: netzwelt.de) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Nicht nur die Tieftöner, sondern auch die Mittel-Hochton-Koaxtreiber verfügen über komplexe Diamantprägung-Membranen. (Bild: netzwelt.de)
Das Koaxial-Chassis, das für den Mittel- und Hochtonbereich zuständig ist, kam bereits in der Vorgängerlinie zum Einsatz, wurde aber überarbeitet. Der außen liegende, flache Ringstrahler verfügt nun ebenfalls über eine mehrlagige Membran mit resonanzdämpfender Kristallprägung und einer Zwischenschicht aus Nomex-Wabenmaterial. Der Jet-Hochtöner ist ebenfalls ein alter Bekannter, der zum Markenzeichen von Elac geworden ist. Er basiert auf einer zickzackförmig gefalteten Folie, die wie eine Ziehharmonika auseinander- und wieder zusammengepresst wird. Vorteile: ein sehr hoher Wirkungsgrad und die sehr hohe Geschwindigkeit der Folie.


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