Finale Verhandlungen stehen noch aus
Nokia: Umstellung auf Windows Phone 7 dauert zwei Jahre
Nokia plant für die Umstellung seiner Smartphones auf Microsofts neues Handy-OS Windows Phone 7 zwei Jahre ein. Der Prozess soll demnach erst 2012 abgeschlossen sein. Das geht aus Unterlagen hervor, die der Handy-Hersteller nun bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hat. Das fast 200 Seiten starke Dokument ist im Internet einsehbar.

Darin beschreibt Nokia auch die Risiken der Umstellung. So befürchtet das Unternehmen, dass sich Kunden, Mobilfunkanbieter und Entwickler bereits während des zweijährigen Umstellungsprozesses vom auslaufenden Symbian-Betriebssystem los sagen, obwohl Nokia Symbian in dieser Zeit weiter mit Updates versorgen will. Auch die bisherigen Investitionen in MeeGo könnten umsonst gewesen sein, sollte sich das für dieses Jahr angekündigte MeeGo-Gerät nicht entsprechend verkaufen.
Partnerschaft immer noch nicht besiegelt
Die geplante Partnerschaft mit Microsoft ist zudem noch immer nicht unter Dach und Fach gebracht. Rund einem Monat nach der Bekanntgabe, dass beide Unternehmen künftig im Smartphone-Bereich kooperieren, wird noch über die letzten Details der Partnerschaft verhandelt. Lediglich eine Absichtserklärung haben beide Seiten unterzeichnet.
Angesichts der neuen Details erscheint eine Veröffentlichung von Nokia Handys mit Windows Phone 7 in diesem Jahr mehr als unwahrscheinlich. Auf dem Mobile World Congress Mitte Februar in Barcelona hatten sich Nokia-Chef Stephen Elop und die Chefin der Smartphone-Sparte Jo Harlow noch optimistisch gezeigt, dass die ersten WP7-Handys von Nokia noch in diesem Jahr Marktreife erlangen würden. Auch erste Design-Studien wurden gezeigt. Microsoft-Chef Steve Ballmer rechnet dagegen erst 2012 mit WP7-Smartphones aus Finnland.
