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Kommentar: Verwirrende Notebook-Welt Günstige Preise allein reichen nicht

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Ein günstiger Preis allein macht noch lange kein gutes Notebook aus. Gerade die verwirrende Darstellung in Online-Shops ärgert Kunden, wie netzwelt-Autor Mehmet Toprak.

Es ist schon atemberaubend, was in den letzten Jahren auf dem Markt für Mobilgeräte passiert ist. Damit meine ich vor allem den Preisverfall bei Notebooks. Vor vier Jahren kostete ein Einsteigergerät noch 600 Euro. Heute kriegt man das für 300 Euro. Ein gutes Allround-Notebook kostete damals deutlich mehr als 1000 Euro, heute bekommt man das für 600. Außerdem gibt es eine nahezu unüberschaubare Flut von Rechnern aller möglicher Hersteller. Der Trend geht zum Zweit-Notebook. So gesehen das reine Consumer-Paradies: Hightech und trotzdem billig.

Verwirrend: Gleicher Preis, gleicher Prozessor, gleicher Arbeitsspeicher, nur das Design ist verschieden. Notebooks im Onlineshop von HP. (Quelle: Screenshot)

Dass diese Entwicklung auch Nachteile mit sich bringt, merkt man spätestens, wenn man sich einen Mobilrechner kaufen will. Vor einigen Wochen war es bei mir wieder mal so weit. Ein zweckmäßiger Rechner für Office-Anwendungen sollte es sein, mit mattem Display, guter Tastatur und einem Gewicht von weniger als 2,5 Kilo. 500 Euro hatte ich in der Kasse.

Informationschaos in Onlineshops

Wer in Onlineshops ein passendes Notebook sucht, der stößt bald auf erste Schwierigkeiten. Denn da herrscht manchmal ein richtiges Informationschaos. Der Onlineshop Alternate verzeichnet allein von Acer insgesamt 128 Modelle. Von Asus gibt es 72 und von HP 69. Die Unterschiede zwischen den Geräten sind oft minimal. Die Vielzahl der Geräte erfordert es, die Angebote nach verschiedenen Kriterien zu ordnen.

Onlineshops wie Alternate oder Cyberport machen das zwar in Ansätzen, aber richtig kundenfreundlich ist das Ergebnis noch nicht. Das fängt schon bei den kryptischen Modellbezeichnungen der Geräte an. Von Acer tauchen zum Beispiel Geräte aus der Travelmate-Serie mit der schönen Bezeichnung 6594e-372G32Mikk und 6594e-464G32Mikk auf. Von HPs Serie Compac Presario gibt es das CQ56-102SG und das CQ56-120SG. Da muss man dann schon genau im Datenblatt hingucken, was die Rechner voneinander unterscheidet. Schön wäre es auch, wenn schneller klar würde, worin eigentlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Produktfamilien bestehen. Was kennzeichnet jeweils Acers Extensa-, Timeline-, Aspire- oder Travelmate-Serie, um nur ein Beispiel zu nennen?

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • hristine schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Verwirrende Notebook-Welt

    Das ist auf jeden Fall ein wahnsinnig guter notebook, wenn ich nicht schon ein wahnsinnig gutes Notebook hätte, würde ich mir das bestellen.
  • Freddy F. schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Verwirrende Notebook-Welt

    Der Artikel ist schon okay, bei anderen Quellen liest man häufiger Produktvorstellungen, die fast im Wortlaut von der Pressemitteilung übernommen wurde. Habe gerade gestern gelesen, was Philips mit seinen neuen Fernsehern für ein "Feuerwerk an Innovationen" abbrennt. Das Grundproblem hier ist die Preisgrenze von 500 Euro. Mit diesem Budget geht es zwangsläufig in die Einheitsbrei-Massenmarkt mit Hochglanzplastik, Spiegeldisplays und lauten Lüftern. Bei Sony oder den Lenovo-Thinkpads gibt es auch Produktlinien, die sind aber eindeutig voneinander unterscheidbar. Auch Samsung hat eine etwas durchschaubarere Namensgebung. Wobei damit schon meine Favoriten aufgezählt sind. Wenn ich mir allein 60 verschiedene Acer-Modelle anschauen soll, verzichte ich schon vorher und suche bei einem anderen Hersteller.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Verwirrende Notebook-Welt

    Sorry - auch wir haben keinen Einfluss auf die Produktbezeichnungen / Webseiten der Unternehmen. Und sorry - auch wir sind nicht perfekt ;-)
  • HSV_1977 schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Verwirrende Notebook-Welt

    Solange der Einheitsbrei von den Medien übernommen wird, muss sich doch nichts ändern. Wie oft lesen ich hier bei der Netzwelt, dass das Notebook "Blablabla" als Alleskönner, als Allrounder bestens für "Office-Anwendungen" geeignet ist. Der Softwareschrott wird ebenfalls regelmäßig hier bei der Netzwelt mit in den Artikeln aufgenommen. Warum? Mediale Nettigkeiten des Unternehmens. Der Kommentar würde glaubhaft klingen, wenn das veröffentlichende Medium diesen als Leitsatz annehmen würde. Komischer Kommentar, der vorausschickt, dass die meisten mündigen Leser keine Ahnung haben und sich auch nicht mit studieren von Datenblättern auskennen. Das ist faktisch falsch und frech.
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Mehmet Toprak
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