Günstige Preise allein reichen nicht

Kommentar: Verwirrende Notebook-Welt

Es ist schon atemberaubend, was in den letzten Jahren auf dem Markt für Mobilgeräte passiert ist. Damit meine ich vor allem den Preisverfall bei Notebooks. Vor vier Jahren kostete ein Einsteigergerät noch 600 Euro. Heute kriegt man das für 300 Euro. Ein gutes Allround-Notebook kostete damals deutlich mehr als 1000 Euro, heute bekommt man das für 600. Außerdem gibt es eine nahezu unüberschaubare Flut von Rechnern aller möglicher Hersteller. Der Trend geht zum Zweit-Notebook. So gesehen das reine Consumer-Paradies: Hightech und trotzdem billig.

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Verwirrend: Gleicher Preis, gleicher Prozessor, gleicher Arbeitsspeicher, nur das Design ist verschieden. Notebooks im Onlineshop von HP. (Bild: Screenshot)
Verwirrend: Gleicher Preis, gleicher Prozessor, gleicher Arbeitsspeicher, nur das Design ist verschieden. Notebooks im Onlineshop von HP. (Bild: Screenshot)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Informationschaos in Onlineshops
  2. 2Matte oder glänzende Displays
  3. 3Einheitsbrei bei Displays und Keyboards
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Dass diese Entwicklung auch Nachteile mit sich bringt, merkt man spätestens, wenn man sich einen Mobilrechner kaufen will. Vor einigen Wochen war es bei mir wieder mal so weit. Ein zweckmäßiger Rechner für Office-Anwendungen sollte es sein, mit mattem Display, guter Tastatur und einem Gewicht von weniger als 2,5 Kilo. 500 Euro hatte ich in der Kasse. 

Informationschaos in Onlineshops

Wer in Onlineshops ein passendes Notebook sucht, der stößt bald auf erste Schwierigkeiten. Denn da herrscht manchmal ein richtiges Informationschaos. Der Onlineshop Alternate verzeichnet allein von Acer insgesamt 128 Modelle. Von Asus gibt es 72 und von HP 69. Die Unterschiede zwischen den Geräten sind oft minimal. Die Vielzahl der Geräte erfordert es, die Angebote nach verschiedenen Kriterien zu ordnen.

Onlineshops wie Alternate oder Cyberport machen das zwar in Ansätzen, aber richtig kundenfreundlich ist das Ergebnis noch nicht. Das fängt schon bei den kryptischen Modellbezeichnungen der Geräte an. Von Acer tauchen zum Beispiel Geräte aus der Travelmate-Serie mit der schönen Bezeichnung 6594e-372G32Mikk und 6594e-464G32Mikk auf. Von HPs Serie Compac Presario gibt es das CQ56-102SG und das CQ56-120SG. Da muss man dann schon genau im Datenblatt hingucken, was die Rechner voneinander unterscheidet. Schön wäre es auch, wenn schneller klar würde, worin eigentlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Produktfamilien bestehen. Was kennzeichnet jeweils Acers Extensa-, Timeline-, Aspire- oder Travelmate-Serie, um nur ein Beispiel zu nennen? 


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