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Schweres Erbe: HTC Wildfire S im Kurztest
Detailverbesserungen

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Mit dem Wildfire S stellt HTC den Nachfolger zu seinem Einsteiger-Smartphone Wildfire vor. Das Gerät überzeugt durch eine gelungene Verarbeitung. Anders als vor einem Jahr bei der Veröffentlichung des Wildfires muss sich das Wildfire S aber mit starken Konkurrenten messen.

"Never change a winning Team" - heißt eine Volksweisheit aus dem englischsprachigen Raum. Dementsprechend wenig hat der Hersteller bei der Neuauflage seines erfolgreichen Einsteiger-Smartphones Wildfire verändert, doch ob der Hersteller mit dem Wildfire S an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann, ist fraglich. Netzwelt teste auf der CeBIT in Hannover das Modell an.

Das Wildfire S ist etwas kleiner als sein Vorgänger.

Auf den ersten Blick hat sich beim Wildfire S kaum etwas verändert und dennoch wirkt das S-Modell irgendwie anders. Tatsächlich hat HTC ans Gehäuse behutsam Hand angelegt: Mit 101,3 x 59,4 Millimetern ist es in der Höhe und Breite geschrumpft. Das Ursprungsmodell misst 106,75 x 60,4 Millimeter. Möglich wurde dies durch die Streichung des Trackballs, den netzwelt schon beim ursprünglichen Wildfire als überflüssig angesehen hat. HTC sieht dieses mittlerweile genauso: Touchscreens sind in der breiten Masse der Bevölkerung angekommen, hieß es auf der CeBIT.

Irgendwie anders, dennoch vertraut

Während bei Höhe und Breite wertvolle Millimeter eingespart werden konnten, ist die S-Variante etwas dicker geraten: Die Tiefe des Gehäuses gibt HTC nun mit 12,4 statt 12,19 Millimetern an. Ein hauchdünner Unterschied, der sich im Kurztest nicht bemerkbar machte. Ebenso wenig wie die Gewichtsreduzierung von 118 auf 105 Gramm. Das Wildfire liegt auch in der S-Variante nach wie vor angenehm in der Hand.

Unter der Haube hat HTC ebenfalls ein wenig Facelifting betrieben: Der Prozessor läuft nun mit 600 anstelle von 528 Megahertz. Auch den Arbeitsspeicher wurde von 384 auf 512 Megabyte aufgestockt und auch mit den aktuellen Bluetooth-Standard 3.0 kommt das Wildfire S nun zurecht. Als Betriebssystem ist die aktuelle Android-Version Gingerbread vorinstalliert. Aufgrund des schwachen Prozessors wird das Wildfire S aber wohl nicht in der Lage sein Flash-Inhalte direkt im Browser wiederzugeben. Mangels Internet-Verbindung konnte dies im Kurztest aber nicht überprüft werden.

Höhere Auflösung

Beim Display handelt es sich um einen herkömmlichen LC-Bildschirm, der weiterhin 3,2 Zoll (8,1 Zentimeter) misst. Allerdings hat HTC die Auflösung erhöht, sie beträgt nun 480 x 320 anstatt 240 x 320 Pixel. Bildschirminhalte wirken dadurch auf dem Wildfire S schärfer als noch beim Wildfire.

HTC Wildfire S im Kurztest

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HTC streicht beim Wildfire S den Trackball. (Bild: netzwelt)

Als Bedienoberfläche kommt die neueste HTC Sense-Version zum Einsatz. Wildfire S-Nutzer haben damit auch Zugriff auf die Online-Services von htcsense.com, die bislang nur vom Desire HD und dem Desire Z zugänglich waren. Die Webseite bietet beispielsweise die Möglichkeit das Handy zu orten, seine Daten zu sichern oder das Mobiltelefons zu sperren.

Preis und Verfügbarkeit

Das Wildfire S soll in Deutschland Mitte des zweiten Quartals, also voraussichtlich im Mai, auf den Markt kommen. HTC produziert das Wildfire S in verschiedenen Farben, darunter Weiß, Schwarz, Violett und Silber. In welchen Farben das Gerät auf den deutschen Markt kommt, steht aber noch nicht abschließend fest. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt HTC wie für den Vorgänger 279 Euro aus.

Das Mobiltelefon soll sowohl im freien Handel als auch über verschiedene Netzbetreiber erhältlich sein. Vodafone hat bereits angekündigt, dass Wildfire S in Weiß vertreiben zu wollen. Auch die Deutsche Telekom wird das Modell anbieten. Die Konditionen stehen hierfür noch nicht fest. Der Vorgänger ist aber bei einzelnen Netzbetreibern sogar bereits als Prepaid-Handy für rund 200 Euro erhältlich. SIM-Lock frei ist das Ursprungsmodell bereits für 220 Euro online erhältlich, vorinstalliert ist hier Android 2.1. Bislang hat HTC ein Update auf Android 2.2 für das Wildfire veröffentlicht, ob es auch ein Update auf Gingerbread geben wird ist unklar.

Fazit und Einordnung

In Punkto Verarbeitung sticht das Wildfire S in seiner Preisklasse deutlich hervor. Dennoch wird es das Gerät ungleich schwerer haben an den Verkaufserfolg des Vorgängers anzuknüpfen: Mit LG und Samsung haben nun auch weitere namhafte Hersteller vorzeigbare Modelle für Einsteiger im Angebot. Ältere aber leistungsstärkere Smartphones aus der Mittelklasse werden zudem erschwinglicher. Zusätzlich drücken Trekstor oder Pearl den Preis. Etwas mehr Leistung, beispielsweise ein 800 Megahertz-Prozessor hätte dem Wildfire S daher nach Meinung der Redaktion gut getan.

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Schweres Erbe: HTC Wildfire S im Kurztest
Schweres Erbe: HTC Wildfire S im Kurztest
Das HTC Wildfire war ein voller Erfolg. Der Nachfolger Wildfire S wird es aber schwer haben, hieran anzuknüpfen.
http://www.netzwelt.de/news/85894-schweres-erbe-htc-wildfire-s-kurztest.html
2011-03-10 16:04:22
News
Schweres Erbe: HTC Wildfire S im Kurztest