Die Mission im Überblick
Discovery: Die letzte Reise des Space Shuttles
Die Discovery soll heute Abend, 9. März, wieder auf der Erde landen. Damit wäre die letzte Reise des Space Shuttles beendet. Nach mehreren Monaten der Startverzögerung verlief die Mission anschließend ohne Probleme und wurde sogar um zwei Tage verlängert.
Inhaltsverzeichnis
- 139 Missionen und gut ein Jahr im All
- 2Zwei Außeneinsätze erfolgreich durchgeführt
- 3Start wurde mehrere Male verschoben
Seit Montag, 7. März, befindet sich die Discovery auf ihrem Rückflug zur Erde. Wenn alles nach Plan läuft, landet das Space Shuttle heute Abend um 17.57 Uhr unserer Zeit auf dem Kennedy Space Center in Florida. Die letzte Mission der Discovery wäre damit beendet. Den ersten Flug trat das Space Shuttle im August 1984 an.
39 Missionen und gut ein Jahr im All
Wenn die Discovery planmäßig landet, dann hat sie insgesamt 365 Tage im All verbracht und das über 39 Missionen hinweg. 5.830 Mal hat sie die Erde umrundet und etwa 240 Millionen Kilometer zurückgelegt. Zu den Highlights der langjährigen Geschichte des Space Shuttles zählt der Transport des Hubble-Teleskops in das Weltall. Außerdem hat sie als erstes Raumschiff an die Raumstation "Mir" angedockt und wurde als erste von einer Pilotin geflogen.
Auch bei der letzten Mission, die mit dem Start am 24. Februar begann, kann die Discovery eine Premiere feiern: Sie hat als erstes Raumschiff einen humanoiden Roboter ins All gebracht. Der Robonaut-2 befindet sich derzeit noch in seiner Verpackung. Der Roboter soll nach Verbesserungen und Weiterentwicklungen Astronauten bei Außenarbeiten helfen und wissenschaftliche Tätigkeiten ausführen.
Zwei Außeneinsätze erfolgreich durchgeführt
Während der Mission haben zwei Astronauten bei zwei Weltraumspaziergängen Wartungs- und Montage-Arbeiten an der Internationalen Raumstation durchgeführt. Außerdem wurde das "Permanent Multipurpose Modul" Leonardo an die ISS angebracht, wodurch die dort stationierten Astronauten einen neuen Lagerraum bekommen haben.
Ursprünglich sollte die Discovery bereits vor zwei Tagen wieder auf der Erde landen. Allerdings wurde die Mission verlängert, zunächst für die Installation des Leonardo-Moduls. Ein weiterer Tag kam dann hinzu, damit die Mitglieder der Discovery-Crew mehr Zeit hatten, um beim Entladen und Ausrüsten des Moduls zu helfen. Außerdem haben sie das japanische Versorgungsraumschiff Kounotori 2 mit Müll beladen. Ende März wird der Transporter von der ISS abdocken.
Start wurde mehrere Male verschoben
Der Start der letzten Discovery-Mission hat sich um fast vier Monate verzögert. Eigentlich hätte das Space Shuttle bereits im November 2010 seine Abschiedsreise antreten soll. Wegen technischer Schwierigkeiten und Probleme mit dem Wetter wurde der Start allerdings diverse Male verschoben.
Aber nicht nur für die Discovery ist das Ende nahe, sondern für das gesamte Shuttle-Programm der NASA. Nach rund 30 Jahren stellt die amerikanische Weltraumbehörde die Benutzung von Space Shuttles ein. Für den 19. April ist noch der Start der Endeavour in Richtung ISS geplant.
