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Philips SWW 1800/12: Drahtloser HD-Transmitter im Test
Kabellose Übertragung hochauflösender Signale

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Das funkbasierte Sender/Empfänger-System SWW1800/12 überträgt HD-Inhalte auf angeschlossene Bildschirme und soll Kabelchaos vermeiden. Die Lösung taugt allerdings nur zur Überbrückung kurzer Entfernungen - die Anwendungsszenarien sind eingeschränkt.

Flachbildfernseher und HD-Zuspieler nach eigenem Geschmack positionieren - so bewirbt Philips sein HD-Transmitter-Set SWW1800/12. Das System überträgt Multimedia-Inhalte kabellos in einer Auflösung bis zu 1080p. Allerdings dürfen die Einheiten zur störungsfreien Übertragung nicht weit voneinander entfernt stehen.

Wer sein Wohnzimmer mit Multimedia-Geräten einrichten will, steht bisweilen vor einem Problem: Da thront der neue Flachbildfernseher auf dem HiFi-Rack, aber für den Blu-ray-Player oder die Konsole ist dort kein Platz mehr. Direkt daneben positioniert, stört allerdings das verlegte HDMI-Kabel. Was also tun?

Seit geraumer Zeit bieten sich HD-Transmitter-Sets zur Lösung solcher Probleme an. Sie bestehen aus einem Sender/Empfänger-System: Eine Box ist an das Sendegerät angeschlossen (Notebook, Blu-ray-Player, Konsole) und gibt das Multimedia-Signal kabellos an den HD-Receiver weiter, der mit dem Flachbildfernseher oder Monitor verbunden ist. Natürlich besitzen solche Systeme auch Netzteile, diese müssen per Kabel mit den Abspiel- und Empfangsgeräten verbunden werden. Aber die Sendegeräte lassen sich unabhängig vom Flachbildfernseher in der Nähe anderer Steckdosen im Raum positionieren - das nervige Verlegen von Kabel zum Flachbildfernseher wird überflüssig.

Aufstellung im gleichen Raum

Unser Testgerät, das Philips-System SWW1800/12, zeichnet sich vor allem durch seine einfache Konfiguration aus. Der Anwender verbindet Spielekonsole oder andere Multimedia-Geräte per HDMI, Component- oder Audioanschluss mit dem Transmitter und schließt das Display mit einem HDMI-Kabel am Receiver an. Danach stellt das System automatisch eine Verbindung her und Bildinhalt und Ton werden auf den Flachbildfernseher oder Monitor weitergeleitet. "Einstecken, einschalten und los geht's" bewirbt Philips seine Lösung - die Plug&Play-Einrichtung ist dabei zum Glück nicht nur hohles Marketing-Geschrei.

Unterstützt Auflösungen bis zu 1080p: das Sender-/Empfängersystem Philips SWW1800/12 zur kabellosen Übertragung von HD-Signalen.

Befinden sich Sender und Empfänger im selben Raum, arbeitet die Brücke störungsfrei - HD-Signale werden anstandslos auf das angeschlossene Display gespiegelt. Allerdings tauchen Probleme auf, wenn sich das Sendegerät nicht im selben Raum befindet wie der Receiver. Netzwelt testete die Übertragungsqualität des SWW1800/12 mit einem HD-Film, der auf einem Notebook mit HDMI-Anschluss lagerte sowie einer Playstation 3. Das Ergebnis: Ab einer Entfernung von knapp 15 Metern wird die Bildqualität schlechter oder die Verbindung zwischen Transmitter und Receiver gekappt. In solchen Fällen blinken die LED-Anzeigen auf Sender- und Empfängerseite blau. Im Test mit der Playstation 3 fiel das Fehlen von Verzögerungszeiten beim Spielen positiv auf.

Philips SWW 1800/12: HD-Transmitter-Set im Test

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Das System zur kabellosen Übertragung von HD-Signalen besteht aus einem Transmitter und Receiver. (Bild: netzwelt.de)

Philips selbst gibt allerdings auch an, dass sich die Einheiten im selben Raum befinden müssen, um eine störungsfreie Übertragung zu gewährleisten. Zudem sei das System zur Übertragung über eine Entfernung von maximal bis zu 20 Metern konzipiert. Auch dicke Wände verhindern möglicherweise das Einrichten einer einwandfreien HD-Brücke. Schnurlose Telefone und WLAN-Netze im 5GHz-Band behindern zusätzlich den Datenverkehr. Eine leichte Verbesserung im Test mit der PlayStation 3 brachte der Wechsel in einen anderen Übertragungskanal, der leicht per Fernbedienung durchzuführen ist.

Die Installation erfolgt per Plug & Play, am Transmitter (Foto) lässt sich die Quelle auswählen - HDMI oder Component.

Fazit

Zur Vermeidung von Kabelchaos taugt das Philips-System bestens. Allerdings sollte man den Hinweis des Herstellers berücksichtigen: HD-Transmitter und -Receiver funktionieren am besten im selben Raum und laut Philips maximal in einer Entfernung von bis zu 20 Metern zueinander. Im Test konnte netzwelt Einbußen bei der Bildqualität ab einem Abstand von 15 Metern bemerken. Dabei waren die Einheiten in unterschiedlichen Zimmern aufgestellt.

Die Einsatzszenarien sind deshalb eingeschränkt. Eine kabellose HD-Brücke über zwei Etagen dürfte mehr schlecht als recht funktionieren. Dabei sind es gerade solche Fälle, die der Anwender schätzen dürfte: Vom oberen Stockwerk überträgt der Transmitter das Konsolenbild auf den Flachbildfernseher ins erdgeschossige Wohnzimmer. Wer mit dem Philips-System liebäugelt, sollte deshalb vorher über die geplante Positionierung des Systems in den eigenen vier Wänden nachdenken. Und über die Anschaffungskosten: Der UVP des Philips-Set beträgt rund 600 Euro, in Online-Shops ist das System deutlich günstiger für knapp 400 Euro zu haben.

Kommentare zu diesem Artikel

Das funkbasierte Sender/Empfänger-System SWW1800/12 überträgt HD-Inhalte auf angeschlossene Bildschirme und soll Kabelchaos vermeiden. Die Lösung taugt allerdings nur zur Überbrückung kurzer Entfernungen - die Anwendungsszenarien sind eingeschränkt.

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  • nTrancer schrieb Uhr
    AW: Philips SWW 1800/12: Drahtloser HD-Transmitter im Test

    Macht doch nur in Verbindung mit einem Beamer wirklich Sinn

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Philips SWW 1800/12: Drahtloser HD-Transmitter im Test
Philips SWW 1800/12: Drahtloser HD-Transmitter im Test
Die kabellose Sender/Empfänger-Lösung soll HD-Inhalte auf Geräte wie Flachbildfernseher spiegeln. Doch das System funktioniert anstandslos nur über kurze Entfernungen.
http://www.netzwelt.de/news/85869-philips-sww-1800-12-drahtloser-hd-transmitter-test.html
2011-03-09 14:59:25
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/apples-ipad-2-hinterlaesst-us-medien-gemischten-eindruck-bild-apple4790.jpg
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