Mit Stift und Cloud-Diensten gegen die Konkurrenz
Das etwas andere Tablet: HTC Flyer im Kurztest
Während die Konkurrenz auf Dual-Core-Prozessoren und Android 3.0 setzt, verbaut HTC in seinem ersten Tablet-Computer eine Single-Core-CPU - und will das Gerät ab Werk mit der älteren Android-Version 2.3 ausliefern. Nicht nur in der netzwelt-Redaktion sorgte diese Ankündigung auf dem Mobile World Congress für Unverständnis. Auf der CeBIT forschte netzwelt nun daher im Gespräch mit HTC nach den Gründen und warf dabei einen ausführlichen Blick auf das 7 Zoll-Tablet.

Inhaltsverzeichnis
- 1Dual Core braucht optimierte Anwendungen
- 2Stärken pflegen: Unibody-Gehäuse und HTC Sense
- 3Hilfe aus der Cloud
- 4Ein Zauberstift, kein Eingabewerkzeug
- 5Fazit und Einordnung
- 6Preis und Verfügbarkeit
Einige Konkurrenten würden noch nicht einmal die Leistungsfähigkeit des ersten iPad erreichen, höhnte Apple-Chef Steve Jobs bei der Vorstellung der zweiten Generation des Tablet-Computers iPad in San Francisco und es war nicht schwer zu erraten, wem Jobs Spott galt: Der taiwanische Hersteller HTC hatte auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit dem Flyer seinen ersten Tablet-Computer vorgestellt. Angetrieben wird dieser von einem mit 1,5 Gigahertz getakteten Single Core Prozessor der Firma Qualcomm.
Dual Core braucht optimierte Anwendungen
Das wirkt im Vergleich mit der Konkurrenz nur auf den ersten Blick schnell: Unter der Haube der Modelle von Apple, LG, Samsung, Motorola und Co. steckt zwar nur ein mit 1 Gigahertz getakteter Chip, dieser verfügt aber über zwei Kerne. Diese so genannten Dual-Core-Prozessoren sollen der kommenden Generation von Tablet-Computer und Smartphones einen ungeahnten Leistungsschub versetzen. Davon konnte sich netzwelt auf der CES in Las Vegas bereits eindrucksvoll überzeugen.
Für HTC ist dies jedoch kein Grund den Flyer seine Leistungsfähigkeit abzusprechen. Um einen Dual Core-Prozessor voll auszureißen, müssten die Anwendungen hierfür speziell optimiert werden, hieß es auf der CeBIT und solche Anwendungen seien bislang noch Mangelware: In der Nvidia Tegra Zone stehen beispielsweise zum Marktstart der ersten Geräte nur acht optimierte Spiele zur Verfügung. Mit einem ähnlichen Argument hat das Unternehmen sich auch gegen die Verwendung von Android 3.0 als Betriebssystem entschieden: Dieses sei laut HTC noch nicht ausgereift, denn noch würden nicht alle Android Apps unter Honeycomb laufen. Deshalb will der Hersteller die neue Android-Version erst zu einem späteren Zeitpunkt via Software-Update nachreichen.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Android und Tablet-PC.

@Silvia: Mit Haptik meinen wir, wie sich das Gerät anfühlt.
"...dass für eine fantastische Haptik sorgt..." Was ist Haptik?