Intel Sandy Bridge und AMD Brazos breiten sich aus
CeBIT 2011: Neue Netbooks und Notebooks
Egal ob beim Softwareriesen Microsoft, Chip-Produzent AMD oder Herstellern wie Asus, MSI und Dell: Überall auf der CeBIT konnten die Besucher einen Blick auf neue Notebooks und Netbooks werfen. Tablets erhalten derzeit zwar mehr Aufmerksamkeit, doch die Laptops stellen nach wie vor die meistverkauften Geräte im Computerbereich dar.
Die wichtigsten Neuheiten im Laptop-Bereich sind für den Betrachter nicht auf den ersten Blick zu erkennen, sondern stecken in den Gehäusen der Geräte: Neben Intels neuester Prozessorengeneration mit dem Codenamen Sandy Bridge - die zweite Generation der Core i3, i5 und i7-Reihe - findet sich in vielen Geräten auch AMDs Plattform Brazos, bei der sich Rechen- und Grafikkern auf einem Chip befinden. Für den Nutzer sollen beide Technologien mehr Leistung, bei weniger Stromverbrauch und niedrigeren Preisen bringen.
Das wachsende Angebot an Tablets scheint mehr den kleinen, mobilen Netbooks als den größeren Notebooks Konkurrenz zu machen. Das legt zumindest der Blick auf die Messestände nahe, denn im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat die Zahl neuer Netbooks abgenommen und die Hersteller präsentieren wieder mehr Notebooks.
Netbooks und Co.: Mit Brazos für wenig Geld viel Leistung und geringer Verbrauch
Asus greift für seine neuen EeePC-Modelle auf das schon etablierte Seashell-Gehäusedesign zurück. Der größte Unterschied zu den Vorgängermodellen, die ebenfalls noch erhältlich sind, besteht im eingebauten Brazos-Chip von AMD und teilweise einem USB-3.0-Anschluss.
CeBIT 2011: Neue Netbooks
Asus EeePC1215B - Netbook mit 12 Zoll großem Bildschirm und AMD Brazos.
Asus EeePC 1015 PX - Zehn Zoll großes Netbook mit AMD Brazos im altbekannten Gehäuse.
Asus EeePC 1015PW - Auch Netbooks verfügen inzwischen über USB-3.0-Anschlüsse.
MSI Wind U270 - MSI probiert in seinem neuen Netbook ebenfalls Brazos von AMD aus.
MSI Wind U160 MX - MSI verwendet wie bei diesem Netbook auch weiterhin Hardware von Intel.
MSI Dualpad - Konzept hinter Glas, dieses Netbook mit zwei Bildschirmen ist noch nicht lauffähig.
Dell Vostro V130 - Der Laptop mit 13,3 Zoll großen Display und einem sehr flachem Gehäuse wirkt deutlich kleiner und könnte auch als Laptop durchgehen.
Dell Vostro V130 - Deckel und Unterseite des Gehäuses sind gleich groß, die Anschlüsse befinden sich allesamt an der Rückseite.
Dell Latitude 2120 - Zehn Zoll großes Netbook mit typischer Intel-Hardware und Touchscreen-Option.
Point of View Mobiibook - Buntes Gehäuse und eines der wenigen Netbooks mit Linux-Option.
Gigabyte Booktop T1125 - Der Touchscreen lässt sich zum Tablet-Betrieb umklappen und mit dem Standfuß wird ein kleiner Desktop-Rechner draus.
Gigabyte Booktop T1125 - Im Standfuß befindet sich sogar ein DVD-Laufwerk,
Lenovo Ideapad U260 - Schon eher ein Subnotebook mit leistungsstärkerer Hardware als ein klassischer Netbook. Die Tastatur ist vor Spritzwasser geschützt.
Sony Vaio S-Serie - Dieser Laptop gehört ebenfalls eher in die Kategorie Subnotebook: 13,3 Zoll großer Bildschirm, Core i5-Prozessor und Windows 7.
Toshiba NB5500 - AMD Brazos und sonst klassische Netbook-Hardware: 1 Gigabyte RAM, 250 Gigabyte Festplatte und ein zehn Zoll großer Bildschirm.
HP Pavillon dm1 - Überall ein wenig mehr: 11,6 Zoll großer Bildschirm, drei Gigabyte RAM, 320 Gigabyte Festplatte und AMD Brazos.
MSI setzt bei seinem neuen Wind U270 ebenfalls auf Brazos und USB 3.0, im Wind U160 MX kommt dagegen Hardware von Intel zum Einsatz. Das Unternehmen aus Taiwan zeigte außerdem ein noch nicht funktionsfähiges Konzept namens Dualpad, bei dem zwei Tablets zu einem Netbook mit zwei Touchscreens - ähnlich wie beim Acer Iconia - in einem Gehäuse stecken.
Dell zielt mit seinem Vostro V130 und dem Latitude 2120 vor allem auf Kunden aus dem Business- und Bildungsbereich, trotzdem taugen die Geräte für die private Nutzung. Das Mobii Netbook von Point of View fällt durch seine Farben und die selten gewordene Linux-Option ein wenig aus dem Rahmen. Deutlich mehr Aufsehen erlangt das Booktop T1125 von Gigabyte, das mit seinem beweglichen Touchscreen und seinem Standfuß ein Mix aus Netbook, Tablet und kleinem Desktop-Rechner darstellt.
Microsoft stellt auf seinem großen Messestand unter anderem neue Netbooks von Lenovo und Sony aus, um Windows 7 zu demonstrieren. AMD verfährt ähnlich mit Geräten von Toshiba und HP in denen sich die Brazos-Plattform befindet. Die als Accelerated Processing Unit (APU) bezeichnete Vereinigung von Prozessor und Grafikchip verbauen die Laptop-Hersteller nicht nur in Netbooks, sondern auch in Notebooks der Einsteigerklasse.
Notebooks: Mehr Leistung, weniger Verbrauch mit Sandy Bridge
Asus und MSI gehörten auf der CeBIT zu den wenigen Ausstellern, die Notebook-Neuheiten aus mehreren Bereichen ausstellten. Das Angebot reichte dabei von Einsteigermodellen mit AMDs Brazos-Platfform über Multimedia-Rechner bis zu Gaming-Boliden mit den schnellsten Core i7-Prozessoren von Intel und Grafikkarten von Nvidia. Bei Asus verfügen die Spiele-Notebooks sogar über 3D-Bildschirme das Unternehmen aus Taiwan hat sich außerdem mit Lamborghini zusammengetan und stellte ein Notebook mit extravagantem Design vor.
CeBIT 2011: Neue Notebooks
Asus K-Serie - Drei der fünf Farben sollen auch in Deutschland erhältlich sein. Das Aluminium-Gehäuse soll auch bei hart arbeitender Hardware kühl bleiben.
Asus Automobili Lamborghini VX7 - Fehlen nur noch die Räder und der Motor, die Handballenablagen sind mit dem gleichen Leder bezogen, wie der Innenraum der Sportwagen.
Asus G74Sx - Gaming-Notebook und 3D Vision von Nvidia - der Betrachter muss eine 3D-Brille tragen.
Asus G53 - Sensoren erkennen die Augen und sorgen auch ohne Spezialbrille für einen 3D-Effekt.
MSI GT780R - Leistung an der Obergrenze mit Full-HD-Display, Nvidia-Grafikkarte und einem Core i7 Prozessor.
MSI FR720 - Filme und Musik mit Core i5-Prozessor und internem Intel-Grafikchip.
MSI CR650 - Leistungsfähiges Einstelgermodell mit Prozessor und Grafik von AMD.
MSI X370 - Schlankes Gehäuse und lange Akkulaufzeit, dazu gesellen sich AMDs Brazos-Plattform und ein 13,3 Zoll großer Bildschirm mit HD-Auflösung.
Dell Inspiron 15R - Notebook mit 15,6 Zoll großen Bildschirm auf Intel-Basis, bei dem der Nutzer zwischen mehreren Varianten wählen kann.
Dell XPS 17 - 17 Zoll großes Notebook und zwei Festplatten und in verschiedenen Ausführungen.
Fujitsu Lifebook E751 - Business-Notebook mit Leistung: Core i7-Prozessor, 15,6 Zoll großer Bildschirm, WLAN und UMTS.
Dell Alienware m17x - Kantiges Design, hohe Leistung - Dells Gaming-Marke Alienware bietet auch auffällige Notebooks an.
Sony Vaio F21 - Sonys Vorzeigenotebook mit Core i7-Prozessor, acht Gigabyte RAM, Geforce-Grafikkarte und 3D-fähigem 16,4-Zoll-Display.
Sony Vaio V050 - Farbenfrohes Gehäuse mit Leistung im Inneren: Core i5-Prozessor, vier Gigabyte RAM und 320 Gigabyte Festplatte.
Lenovo Ideapad G575 - Lenovo testet ebenfalls die Brazos-Plattform von AMD. Das Notebook mit 15,6 Zoll großem Bildschirm verfügt über vier Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 320 Gigabyte große Festplatte.
Dell zeigte an seinem Stand zahlreiche Notebooks für Privatanwender und Firmenkunden. Letztere hat auch Fujitsu im Blick. Am Microsoft-Stand konnten die Messebesucher Dells Gaming-Notebook aus der Alienware-Serie sowie Geräte von Sony und anderen Herstellern betrachten. Gleiches war am AMD-Stand möglich, wo in allen Geräten natürlich der neue Brazos-Chipsatz steckte.
Insgesamt fällt auf, dass die Laptop-Hersteller wenig mit neuen Formfaktoren und extravaganten Ausstattungen experimentieren. Sie setzen dagegen auf bewährtes Design und etablierte Geräteserien, die sie mit neuen Prozessoren und Grafikchips dem Stand der Technik anpassen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Netbook und Dell Notebook.
