Zweite X-37B erfolgreich gestartet

Geheimmission: U.S. Air Force schickt Raumschiff ins All

Geheimmission: U.S. Air Force schickt Raumschiff ins All Nachdem der Start auf Grund von schlechten Wetterbedingungen um einen Tag verschoben wurde, ist das militärische Raumschiff X-37B an Bord einer Atlas V Trägerrakete in der Nacht zum Sonntag gestartet. Die U.S. Air Force möchte mit dem "Orbital Test Vehicle-2 (OTV-2)" Tests durchführen, um das Fluggerät verbessern zu können.

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Das OTV-2 ist das zweite X-37B-Raumschiff, das innerhalb eines Jahres in den Weltraum entsandt wurde. Der erste Flug begann am 22. April und endete am 3. Dezember, nachdem das OTV-1 224 Tage im All verbracht hat. Der zweite Flug des unbemannten Fluggeräts diene dazu die Leistungsmerkmale des Raumschiffs besser einschätzen und verstehen zu können sowie die Tests von OTV-1 auszuweiten. Dies erklärt Richard McKinney, Mitglied der U.S. Air Force. Welche Aufgaben die X-37B-Raumschiffe nach der Testphase durchführen sollen bleibt weiterhin geheim.

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Landesystem soll getestet werden

Im Vergleich zum OTV-1 waren keine signifikanten Veränderungen nötig. McKinney sei zufrieden mit den ersten Status-Medlungen des OTV-2. Es sei wichtig sich vor Augen zu führen, dass dies ein experimentelles Fluggerät sei. Außerdem war es erst der zweite Start und die Air Force habe gerade erst mit einem gründlichen Austesten des Systems begonnen.

Veränderungen, die seit dem ersten Testflug des X-37B-Raumschiffs vorgenommen wurden, betreffen zum Beispiel das Landesystem. Das System wurde verbessert und die Air Force möchte mit dem OTV-2 die Landefähigkeiten bei stärkeren Winden testen, heißt es vom Programm-Manager Oberstleutnat Troy Giese.

Missionsdauer könnte sich verlängern

Giese erklärt weiter, dass die Air Force unter anderem auch auf die Leistung des weiterentwickelten Wärmeschutz- und des Solarenergie-Systems achten werde. Hierbei geht es um Komponenten, die dafür wichtig sind, dass das Raumschiff zurückgebracht und schnell wieder starten kann. Außerdem spielt die Energie-Versorgung und der Schutz vor äußeren Einflüssen eine Rolle bei der Flugdauer. Bislang sind 270 Tage die Grenze, allerdings könne es sein, dass die Mission verlängert wird, um die Möglichkeiten des Fluggeräts besser verstehen zu können. 

Laut der Air Force hat das X-37B-Programm das Potential Weltraum-Experimente erschwinglicher zu machen, wodurch sich Forscher mit ihre Ressourcen mehr auf die Technologie konzentrieren können. Wie McKinney erläutert, werden mit dem Programm Tests möglich, die sonst nur schwer zu realisieren wären. Es geht dabei darum zu erforschen, wie hoch-komplexe Technologien im Weltraum funktionieren bevor sie betriebsfähig gemacht werden.

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