Passive 3D-Monitore, Augen-Sensoren sowie IPS- und VA-Panels im Trend
CeBIT 2011: 3D-Bilder ohne Shutterbrille
3D wird einfacher und bequemer - normale Verbraucher erhalten hochwertigere Bildschirme. So lassen sich die zwei wichtigsten Trends der CeBIT 2011 aus dem Monitor- und Display-Bereich zusammenfassen.
3D: Weg mit der schweren und teuren Shutterbrille
Bei der Wiedergabe von 3D-Inhalten am Computer dominiert momentan noch die 3D Vision-Technologie von Nvidia. Asus stellt auf der CeBIT mit dem VG278H auch einen Bildschirm aus, der sich mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz für diese Shutterbrillen-Technik eignet. Doch schnell könnte die beherrschende Marktposition des US-Grafikkartenherstellers enden.
Denn auf der CeBIT zeigen gleich mehrere Aussteller 3D-Technologien, die ohne die schweren und teuren Shutterbrillen auskommen und geringere Anforderungen an die Hardware des PCs stellen.
AOC und LG etwa stellen Bildschirme mit passiver 3D-Technologie aus. Der Betrachter muss zwar immer noch ein Brille aufsetzen, doch die Polarisationsmodelle, die auch im Kino zum Einsatz kommen, sind wesentlich günstiger sowie leichter und für Brillenträger bequemer als die Shutterbrillen von Nvidia. Ein weiterer Vorteil für den Verbraucher besteht darin bei der Hardware nicht an Grafikkarten von Nvidia gebunden zu sein, 3D-fähige Modelle anderer Hersteller sollen ausreichen.
CeBIT 2011: 3D-Bildschirm mit und ohne Brille
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Bild vergrößern 27 Zoll großer Bildschirm mit 120-Hertz-Bildwiederholrate eignet sich für 3D Vision von Nvidia. - Bild 2 von 8
Bild vergrößern Im E-Sport-Bereich hat Acer seinen 3D-fähigen Gaming-Monitor aufgebaut, der 3D Vision von Nvidia nutzt. - Bild 3 von 8
Bild vergrößern Für die 3D-Ansichten auf den 23,6 Zoll großen Bildschirm mit passiver Technik reichen günstige Polarisationsbrillen aus. - Bild 4 von 8
Bild vergrößern Ein polarisiertes Filmsubtrat ersetzt das Glas und ermöglicht 3D-Ansichten, die schon mit einer günstigen Polarisationsbrille zu sehen sind. - Bild 5 von 8
Bild vergrößern Naked Eye nennt Asus seine Augenerkennung, die den Blick des Nutzers registriert und das 3D-Bild entsprechend ausrichtet und eine Brille überflüssig macht. - Bild 6 von 8
Bild vergrößern Dieser 27 Zoll große Bildschirm erfasst mit Sensoren die Augen des Betrachters und richtet seine 3D-Ansicht entsprechend aus. Anwendung soll der nicht gerade günstige Monitor vor allem im medizinischem Umfeld finden. - Bild 7 von 8
Bild vergrößern Das Fraunhofer-Institut zeigt unter anderem zwei große Bildschirme bei denen der Betrachter nur am richtigen Punkt stehen muss, um einen 3D-Effekt zu sehen. - Bild 8 von 8
Bild vergrößern Auch eine Lösung: Muvi3D klebt eine Rasterfolie auf einen 3D-Bildschirm und verbessert so das Bild für den Betrachter ohne Brille.
An räumlichen Bildern ganz ohne Brille arbeiten Asus, Seefront, Muvi3D sowie die Forscher des Fraunhofer-Instituts. Die einfachste Lösung bietet Muvi3D mit einer gerasterten Folie, die einfach auf einen 120-Hertz-Monitor geklebt wird. Die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts entwickeln dagegen Bildschirme, bei denen aus möglichst vielen Blickwinkeln 3D-Bilder ohne Spezialbrille zu sehen sind.
Asus und Seefront setzen auf Sensoren, die die Augen des Betrachters erkennen und das Bild nach ihnen ausrichten - so genanntes Eye Tracking. So kann sich der Nutzer auch in einem gewissen Radius bewegen, ohne dass das Bild an räumlicher Wirkung verliert. Während das Hamburger Unternehmen Seefront in Zusammenarbeit mit den Leipziger Klinikausstatter ACL bereits einen Monitor für einen hohen vierstelligen Betrag anbietet, soll das Gaming-Notebook G53 SW 3D von Asus im zweiten Quartal in den Handel kommen und einen niedrigen, vierstelligen Betrag kosten.
Neue Technologien: Transparente LCD, IPS- und VA-Panels für die Masse
Aber auch Abseits der 3D-Technik zeigen die Aussteller auf der CeBIT Neuheiten im Monitor- und Display-Bereich. Die auffälligste Neuentwicklung präsentiert Samsung mit dem transparenten Flüssigkristallbildschirm. Einsatzzweck für den durchsichtigen Monitor sollen unter anderem Schaufenster sein, die Informationen anzeigen, aber den Blick auf die ausgestellten Waren nicht versperren.
CeBIT 2011: Neue Panels für Monitore - IPS, VA und Transparent
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Bild vergrößern Das transparente Display zeigt Inhalte an, gibt aber auch den Blick auf die dahinter liegende Modellstadt frei. - Bild 2 von 8
Bild vergrößern Samsung zieht Schaufenster von Geschäften als Einsatzgebiet. - Bild 3 von 8
Bild vergrößern Asus steigt in das Geschäft mit hochwertigen Monitoren ein und zielt mit den beiden Geräten mit IPS-Panels auf alle, die beruflich auf eine realistische Bildwiedergabe angewiesen sind. - Bild 4 von 8
Bild vergrößern Dieser 18 Zoll große Bildschirm soll als Zweitmonitor fungieren. Bild und Strom gelangen über ein einziges USB-Kabel zu dem Monitor. - Bild 5 von 8
Bild vergrößern Ein einziges USB-Kabel reicht für die Stromversorgung aus und überträgt auch die Bilddaten. So lässt sich der Bildschirm selbst an einem Notebook schnell und unkompliziert anbringen. - Bild 6 von 8
Bild vergrößern Der 23,6 Zoll große Bildschirm verfügt über ein IPS-Panel und ist nur 9,6 Millimeter dick. - Bild 7 von 8
Bild vergrößern Dieser 23-Zöller von LG verfügt ebenfalls über ein IPS-Panel. - Bild 8 von 8
Bild vergrößern Nur ein herkömmliches TN-Panel, dafür aber mit 7,2 Millimetern sehr dünn ist dieser Bildschirm, bei dem sich alle Anschlüsse im Standfuß befinden.
Bei Bildschirmen für den Massenmarkt bauen die Hersteller inzwischen neben den günstigen TN-Panels auch immer öfter hochwertigere IPS- und VA-Panels ein. Diese zeichnen sich unter anderem durch größere Blickwinkel aus. Entsprechende Geräte sind zum Beispiel an den Ständen von Asus, AOC und LG zu sehen. AOC zeigt außerdem einen 18 Zoll großen Zweitmonitor, den der Nutzer nur mit einem USB-Kabel anschließt.
Bereits im letzten Jahr waren 3D-Technologien eines der Schwerpunktthemen der CeBIT.






