Interview mit Barbara Wittmann und Paul-Henri Ferrand

Dell: Im Gespräch zur Cloud und neuen Smartphones

Seit einigen Wochen ist Barbara Wittmann neue Chefin von Dell in Deutschland. Die erfahrene IT-Managerin kommt von der Dell Halle GmbH, bei der sie seit 2005 die Erweiterung des Standorts verantwortet hat. Sie folgt auf Dorothee Stolzenberg, die Dell Deutschland bisher verantwortete. Unser zweiter Gesprächspartner ist Paul-Henri Ferrand, der das weltweite Marketing in Bereich der Privatanwender und kleinen Unternehmen leitet. Seine Laufbahn bei Dell begann er als Vizepräsident und Geschäftsführer der Region Südasien. Dort war er verantwortlich für die Geschäftsentwicklung in den aufstrebenden Ländern Indien, Malaysia, Singapur, Taiwan und Thailand. Danach wurde Ferrand zum Dell-Chef im südasiatisch-pazifischen Raum.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neu bei Dell Deutschland
  2. 2Mittelstand als Cloud-Vorreiter
  3. 3iPhone und Dell Streak
  4. 4Dell Stage ab Juni 2011
  5. 5Kein Streit mit Microsoft
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Neu bei Dell Deutschland

Netzwelt: Guten Tag, Frau Wittmann. Sie sind seit einigen Wochen neue Geschäftsführerin bei Dell Deutschland - wie geht es Ihnen eigentlich? Die IT-Branche ist ja traditionell eher eine Männerdomäne.

Barbara Wittmann: Mir geht es großartig! Ich denke, die IT-Branche ist generell eine sehr offene Branche, in der sich jeder Mensch - unabhängig von seinem Geschlecht - hervorragend einbringen kann. Es gibt hier so viel Innovationen und Veränderungen, dass praktisch alles möglich ist. Sehen Sie sich nur die Leute hier auf der Cebit an - das ist eine äußerst heterogene Gruppe, nicht wie auf einer Veranstaltung der Finanzbranche.

Netzwelt: Wie stehen Sie zu der immer wieder geforderten Quote für Frauen in Führungspositionen?

Barbara Wittmann: Ich denke, man sollte grundsätzlich kein Unternehmen zwingen. Die Sache muss sich in der Wirtschaft ganz von selbst entwickeln. Das ist eine sehr interessante Diskussion und Vielfalt ist natürlich immer eine wichtige Sache - aber man kann Erfolg und Freude an der Arbeit eben nicht erzwingen. Wir helfen grundsätzlich nicht nur Frauen bei Dell Deutschland selbst, sondern gehen auch in den Gesprächen mit unseren Kunden mit gutem Beispiel voran, um Frauen in ihrer Karriere-Entwicklung zu unterstützen.

Netzwelt: Die diesjährige CeBIT steht ganz im Zeichen von zwei Themen: Cloud und Smartphones beziehungsweiseTablet-PCs. Beginnen wir mit der Cloud - denken Sie wirklich, der deutsche Mittelstand ist für die Wolke schon bereit? In nicht wenigen Unternehmen wird Cloud Computing doch eher als Hype-Thema angesehen.

Barbara Wittmann: Wir denken zunächst einmal, dass Unternehmen ganz allgemein ihre IT-Systeme deutlich langfristiger planen sollten. Häufig kommt zum Beispiel ein IT-Experte zum Geschäftsführer und lässt diesen eine Bestellung abzeichnen, wenn kurzfristig mehr Speicherkapazitäten gebraucht werden - und das ohne irgendeine strategische Planung im Hintergrund. Das beobachten wir besonders im deutschen Mittelstand.

Meine persönliche Meinung ist, dass eine Diskussion über eine langfristigere Planung von IT-Systemen jetzt beginnen sollte - und da spielt Cloud Computing eine sehr wichtige Rolle. In unserer Cloud-Keynote haben wir herausgestellt, dass die Virtualisierung aller IT-Ressourcen beträchtliche Erleichterungen bietet, wenn in zwei oder mehr Jahren das IT-System eines Unternehmens erweitert werden muss. Nur so wird es etwa möglich sein, eine Anwendung in der "Public Cloud" mit eigenen, altgedienten Lösungen zu integrieren. Der Mittelstand kann heute nur schwer planen, welche Kapazitäten er in den nächsten Jahren wirklich benötigt.

Starke Server, wie z.B. die Dell PowerEdge-Modelle, sind das Herzstück der Cloud. (Bild: Dell)
Starke Server, wie zum Beispiel. die Dell PowerEdge-Modelle, sind das Herzstück der Cloud. (Bild: Dell)

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