SUPA-Technologie und Wireless USB
CeBIT 2011: Kabelloser Monitor von Fujitsu vorgestellt
Auf der Computermesse CeBIT in Hannover präsentiert Fujitsu den nach eigenen Angaben weltweit ersten kabellosen Computer-Monitor. Das ausgestellte Modell ist eine funktionsfähige Designstudie. Der Monitor basiert dabei auf der so genannten SUPA-Technologie.

SUPA steht für Smart Universal Power Antenna - die Technologie wurde vom Fraunhofer Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS) in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie und der Forschung. Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Bundeswirtschaftsministerium. Die SUPA-Technologie nutzt Fujitsu jetzt, um den vorgestellten Monitor mit Strom zu versorgen.
Stromversorgung über einen Hot Spot
Dabei bezieht der kabellose Monitor per Magnetinduktion Strom aus einer Transmitter-Antenne. Der Hot Spot kann zum Beispiel im Tisch eingebaut sein. Aber nicht nur die Stromversorgung erfolgt bei der Designstudie von Fujitsu kabellos: Auch Daten können mittels Wireless USB drahtlos auf den Monitor übertragen werden. Die Reichweite beträgt dabei bis zu zehn Meter.
Laut Rajat Kakar, Senior Vice President Workplace Systems bei Fujitsu Technology Solutions, plant das Unternehmen, die ersten Modelle der LED-Display-Linie innerhalb eines Jahres mit der kabellosen Stromversorgung auszustatten. Er erklärt außerdem, dass es keinerlei Einbußen bei der Bild-Qualität gegenüber herkömmlichen Modellen geben soll.
Preis und genaue Verfügbarkeit unbekannt
Der Monitor auf der diesjährigen CeBIT in Hannover ist 22 Zoll groß und wird in Kombination mit einem Schreibtisch von Euskirchen Manufaktur ausgestellt. Das Unternehmen ist an dem SUPA-Forschungsprojekt beteiligt und für die Integration der Technologie in Tischen verantwortlich. Einen Preis oder eine genaue Verfügbarkeit für die kabellosen Monitore nennt Fujitsu bislang noch nicht.
Die CeBIT wurde am Abend des 28. Februars von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan offiziell eröffnet. Rund 4.200 Unternehmen aus 70 Ländern werden dieses Jahr auf der Computermesse vertreten sein.
