Alternative zu MTV & Co.
Link-Wink: Putpat - das persönliche Musikfernsehen
Musikfans finden im Netz eine Reihe an Alternativen zu MTV und der Video-Plattform Youtube. Auf dem Kölner Portal Putpat etwa kann der Nutzer Videoclips nach eigenen Vorlieben zusammenstellen. Besonders auf dem iPad macht das IP-basierte Musikfernsehen eine gute Figur.

MTV ist nicht tot - aber das ehemals als Spartensender für Musiksender gestartete "Music Television" stellt längst nicht mehr die erste Wahl für Musikfans dar. Zu sehr wird der Musikmix mittlerweile von Cartoons, Reality-Shows und Serien durchbrochen.
Eine Alternative finden Musikfans im Netz. Neben den Videoplattformen Youtube oder Sevenload stechen besonders IP-basierte Dienste wie Putpat hervor. Das Musikfernsehen bietet über 40.000 Musikvideos von Major und Independent Labels, Live-Mitschnitte von Konzerten und Interviews.
Putpat speichert Lieblingsclips
Verfügbar ist es im Web, auf Fernsehern bestimmter Hersteller und mittlerweile auch auf dem iPad per kostenloser App. Voraussetzung zur Nutzung ist eine Gratis-Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort. Daraufhin erhält man zwar einen wöchentlichen Newsletter mit Hinweisen zum aktuellen Programm, aber der Bezug lässt sich deaktivieren.
Putpat ist intuitiv bedienbar: Der Nutzer wählt einen aus neun Genreprogrammen aus - etwa Rock, Indie, Jazz oder HipHop - und bekommt anschließend eine Auswahl aktueller und vergangener Musikclips zusammengestellt. Unterbrochen werden die Musiktitel mit Werbeclips, mit denen die Betreiber ihr Portal finanzieren. Gefällt ein Titel nicht, kann er über einen Button dauerhaft aus dem Programm verbannt werden. Umgekehrt kann der Anwender einen Clip zu seinen Lieblingstiteln ernennen, indem er diesen in Form einer Prozentskala bewertet. Putpat speichert dann diese Vorgaben.
Musikkanäle per Veequalizer mixen
Eine tiefere Personalisierung bietet der so geannte Veequalizer: Darüber stellen Nutzer ihren völlig eigenen Musikmix aus fünf zur Verfügung stehenden Kanälen zusammen. Gewählt werden können Musikclips eines speziellen Künstlers, eines Genres oder auch nach Stichworten wie "entspannt" oder "Untergrund". Hinterher regelt der Nutzer den Anteil der einzelnen Kanäle am Gesamtmix über eine Equalizer-ähnliche Oberfläche.
Putpat ist besonders auf dem iPad reizvoll: So hat der Nutzer immer sein persönliches Musikfernsehen im Gepäck - vorausgesetzt, ein Mobilfunknetz oder ein WLAN-Hotspot steht zur Verfügung. Nach eigenen Angaben des Herstellers war Putpat im letzten Jahr die meist verkaufte Musik-App in Deutschland. Mittlerweile steht die App kostenlos zum Download bereit.
Leider fehlen auf dem iPad einige Bedienungselemente im Vergleich zur web-basierten Version. So haben die Programmierer zum Beispiel auf einen Pause-Button verzichtet. Seinen Reiz spielt Putpat auf dem Tablet-PC trotzdem aus: Das Musikfernsehern ist unterwegs immer dabei und im Gegensatz zum herkömmlichen TV-Programm lässt sich der Programmmix nach eigenen Vorlieben zusammenstellen.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple iPad. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple iPad. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Internetfernsehen.
