360 Grad Rundum-Klang für Notebook und MP3-Player
Winzige Lautsprecher-Türme: Razer Ferox im Test
Wer auf der Suche nach äußerst kompakten Lautsprechern für unterwegs ist, um etwa den Klang vom Notebook oder MP3-Player aufzufrischen, sollte einen Blick auf das neuste Produkt des Gaming-Spezialisten Razer werfen. Die knapp 60 Euro teuren Boxen liefern luftigen Sound, patzen aber auf Grund ihrer Größe bei den Bässen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Praktisches: Akku integriert, Einkabellösung
- 2Hörtest: Klein, laut
- 3Fazit
Pfiffig: Wer die Razer Ferox aus ihrer Verpackung schält und zum ersten Mal in die Hand nimmt, wird mit Sicherheit überrascht sein. Die schwarzen, kaum Handteller großen Speaker liegen mit jeweils 110 Gramm sehr leicht in der Hand. Auch sind keinerlei Öffnungen zu erkennen, aus denen der Klang entweichen könnte. Diese fahren erst nach einem Druck auf die Oberseite ganz langsam und effektvoll aus dem Gehäusekorpus heraus. Gleichzeitig signalisieren zwei blaue LED die Betriebsbereitschaft der Lautsprecher.
Praktisches: Akku integriert, Einkabellösung
Razer spendiert seinen Ferox-Lautsprechern integrierte Akkus. Gut so, denn so muss der Nutzer nicht extra an Batterien denken wenn er das Haus verlässt. Die Energiespeicher sind innerhalb von drei Stunden vollständig aufgeladen und reichen laut Hersteller für eine zwölfstündige Dauerberieselung. Auch beim Kabel hat Razer mitgedacht.
Die beiden Lautsprecher werden über ein einziges Kabel miteinander verbunden, das auf der anderen Seite in einem USB- und einem 3,5-Millimeter-Anschluss endet. Letzterer wird nur benötigt, wenn die Akkus mit Strom versorgt werden müssen. Ein separates Netzteil legt Razer den Boxen hingegen nicht bei - zum Stromtanken wird daher stets ein Rechner oder ein passendes USB-Ladegerät benötigt.
Im Lieferumgang enthalten ist eine nützliche Stofftasche, in der die Lautsprecher samt Kabel bequem Platz finden und gut geschützt sind. Wie bereits erwähnt leuchten die zwei LED im Betrieb blau. Während des Ladevorgangs pulsieren sie außerdem. Mit einem kräftigen Rot weisen die Lautsprecher auf einen kritischen Akku-Ladestand hin (unter zehn Prozent). An der Verarbeitung gibt es Razer-typisch kaum etwas auszusetzen.
Hörtest: Klein, laut
Die erste Klangprobe fällt angenehm aus - einen solchen räumlichen Klang hätten wir den Mini-Speakern nicht zugetraut. Nutzt man den maximal möglichen und vom Kabel begrenzten Abstand der Boxen vollständig aus, ergibt sich eine Distanz von etwa einem Meter. Es stellt sich ein durchaus aufgefächerter Stereo-Klang ein.
Die zwei mal drei Watt starken und jeweils im Durchmesser nur drei Zentimeter großen Treiber strahlen direkt auf eine Art Trichter, der laut Razer für einen "360-Grad-Sound" sorgt. Wer nun glaubt, mit den Mini-Boxen so eine Art Surround-Sound herbeizaubern zu können, ist natürlich auf dem Holzweg. Aber dennoch klingen die Razer Ferox deutlich besser, als der Großteil der eingebauten Notebook-Lautsprecher. Nur der schwache Bass bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Fazit
Razers Ferox sind kompakt, bringen ihren eigenen Akku mit und geben ihren Klang gleichmäßig in alle Richtungen ab. Wer vom Notebook-Klang genervt, einfach keine Kopfhörer mehr aufsetzen will und auf der Suche nach wirklich kompakten Lautsprechern ist, sollte sich die Ferox auf jeden Fall näher ansehen.
Razer Ferox im Test
Boxen-Türme im Kleinformat: Razer bietet mit den Ferox praktische Musikmacher für unterwegs an. (Bild: netzwelt)
Die beiden Lautsprecher sind mit einem gemeinsamen Kabel verbunden. Auch ein Akku ist integriert.
Durch einen Druck auf den oberen Gehäuse-Teil fährt dieses ganz langsam aus dem Korpus.
Das USB-Kabel benötigt man nur, um die internen und wiederaufladbaren Batterien mit Strom zu füllen.
Die praktische Transportbox, in der auch das Kabel einen Platz findet, gehört zum Lieferumfang.
Den Betriebszustand signalisieren die Lautsprecher über im Boden verbaute LED.
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 60 Euro sind die Mini-Boxen allerdings nicht gerade günstig. Auch der Bass könnte kräftiger sein. Die Boxen sind prinzipiell robust, eine gummierte und wasserabweisende Oberfläche hätte ihnen aber ebenfalls gut zu Gesicht gestanden. So hätte man die Ferox-Türmchen auch auf die ein oder andere Strand-Party mitnehmen können.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Razer Ferox. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Razer Ferox. Zusätzlich haben wir ein Special zu MP3-Player vorbereitet.
