Nach Beschwerden von Eltern
Neuer Ärger: Apples Richtlinien für In-App-Käufe auf dem Prüfstand
Neuer Ärger für Apple: Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat angekündigt, die Richtlinien für Apps mit der Möglichkeit virtuelle Güter aus dem Programm heraus zu erwerben (In-App-Käufe) zu überprüfen. Der Grund hierfür sind Beschwerden von Eltern, deren Kinder teure Käufe aus Spielen heraus getätigt haben, ohne zu wissen, dass diese richtiges Geld kosten.

So hätte eine Mutter eine Rechnung über 1.400 US-Dollar (circa 1.022 Euro) erhalten, weil ihre 8-jährige Tochter in einem Schlumpf-Spiel ihre Pilzstadt mit virtuellen Gütern aufgebessert hatte, berichtet die US-Tageszeitung Washington Post.
Apple rechtfertigte sich damit, dass zur Tätigung eines Einkaufes die Eingabe eines Passwortes notwendig ist. Zudem könnten Eltern Downloads und Transaktionen in den Einstellungen der Geräte beschränken. Die Sicherheitsmechanismen bieten jedoch auch Schlupflöcher: so wird das Passwort nach einer Eingabe für 15-Minuten bei Einkäufen nicht mehr abgefragt. Dieses kurze Zeitfenster reichte den zwei Söhnen eines kalifornischen Programmierers, um virtuelle Güter im Wert von 52 US-Dollar (37 Euro) zu erwerben. Sie dachten, es handele sich bei ihren Ausgaben um Computer-Geld. Viele Eltern sind deshalb der Meinung, dass In-App-Käufe in Spielen, die bereits für Kinder ab 4 Jahren zugelassen sind, generell nichts zu suchen haben.
FTC ist alarmiert
Der republikanische Abgeordnete Ed Markey wandte sich daher an die Kartellbehörde. Deren Präsident antwortete mit einem Brief und teilte mit, dass er die Bedenken der Eltern teile und seine Behörde nun die Vermarktung und den Vertrieb solcher Applikationen überprüfen will. Für Apple steht damit eine weitere Ermittlung ins Haus: Sowohl das Justizministerium als auch die Kartellbehörde ermitteln derzeit bereits parallel wegen den neuen Richtlinien für Abonnements im App Store.
