Kein Internet mehr auf der Route nach New York
FlyNet: Lufthansa-Dienst fällt dem A380 zum Opfer
Die regelmäßige Bitte, alle elektronischen Geräte beim Start des Fliegers abzuschalten, überhören die meisten Vielflieger schon. Gerade auf langen Flügen zwischen Europa und Amerika oder Asien wäre es toll, auch eine Internetverbindung nutzen zu können, um ein wenig zu Arbeiten. Seit dem Start des Lufthansa FlyNet klappt das auf ausgewählten Routen sogar recht zuverlässig. Das Angebot, das mit großen Presserummel im vergangenen Herbst gestartet ist, kommt nun aber nach netzwelt-Informationen ins Stocken.
Inhaltsverzeichnis
- 1Strecke nach New York
- 2Riese ohne Internet
- 3Fazit
Strecke nach New York
Seit dem 18. Februar 2010 wird die prestigeträchtige Verbindung zwischen Frankfurt am Main und New York (JFK) nicht mehr ausschließlich mit der Boeing 747-400 sowie dem Airbus A330-300 bedient, sondern Montags und Freitags auch mit dem nagelneuen Airbus A380-800. Sowohl der Hinflug (LH 400) als auch der am gleichen Tag stattfindende Rückflug (LH 401) müssen dabei ohne FlyNet-Dienst auskommen, was dem Reisekomfort durchaus abträglich ist. Auf Anfrage wurde die Problematik beim Airbus A380 von der Deutschen Lufthansa AG mit der Begründung bestätigt, der A380 sei bislang nicht mit FlyNet ausgestattet, da die Entscheidung dazu weit nach Beginn der Produktion der jetzigen Flugzeuge kam.
Die Einstellung von FlyNet auf LH 400 und LH 401 an zwei Wochentagen durch den Wechsel des Flugzeugtyps ist für Geschäftsreisende, aber auch private Urlauber sehr ärgerlich. Auch die Lufthansa zehrt sicher an der Entscheidung - immerhin handelt es sich bei der Route zwischen FRA und JFK am Montag und Freitag um eine der beliebtesten Verbindungen überhaupt. Bei der Vorstellung von FlyNet vor ausgewählten Journalisten im November 2010 wurde extra diese New-York-Verbindung für einen Belastungstest des Systems gewählt. Bisher gibt es keine Hinweise, wann FlyNet auf LH 400 sowie LH 401 wieder verfügbar sein wird.
Riese ohne Internet
Nach Lufthansa-Angaben sei für den Riesen-Airbus die "Nachrüstung in Vorbereitung", ein konkreter Zeitplan wurde auf netzwelt-Anfrage aber bisher nicht genannt. Es ist denkbar, dass durch die im A380 einmalige Aufteilung in zwei durchgehende Kabinendecks die WLAN-Versorgung deutlich aufwändiger sein wird als in anderen Flugzeugen herkömmlicher Bauart. Durch den Einsatz des A380 auf weiteren Strecken (z.B. täglich nach San Francisco) darf getrost bezweifelt werden, dass ein schneller Ausbau von FlyNet auf die gesamte Flotte der Langstreckenflieger noch erreichbar ist. Gäste der Boeing 747 müssen wohl auch auf FlyNet verzichten.
Die Lufthansa wird kaum eine teure Umrüstung für ein Flugzeug vornehmen, wenn es sowieso bald durch einen A380 abgelöst werden soll, der dann auch erst einmal ohne Netzzugang auskommen muss. In der Lufthansa-Meldung vom 22. Februar 2010, die FlyNet als Erfolg bezeichnet und erklärt, bisher seien 17 Flieger umgerüstet, fehlen exakte Angaben zu Routen und Flugzeugtypen.
Fazit
Die Lufthansa hat angekündigt, ihre Langstreckenflotte mittelfristig auf FlyNet umzurüsten - doch der A380 steht diesem Ziel nun offenbar etwas im Weg. Die Passagiere müssen sich auf den A380-Strecken jetzt entscheiden: Soll es mehr Reisekomfort in einem größeren Flugzeug oder die Internetverbindung sein?


Nach drei Jahren Pause können Passagiere der Lufthansa demnächst wieder Breitband-Internet an Bord nutzen. Zum Einsatz kommt ein Satelliten-System des neuen Technologiepartners Panasonic Avionics. Preise für das Internet-Angebot sind noch nicht bekannt.
Die Lufthansa will auf Langstreckenflügen künftig ihren Passagieren wieder den Zugang zum Internet ermöglichen. Zunächst steht der Dienst Flynet USA-Reisenden zur Verfügung. Bis Ende Januar 2011 ist er kostenlos.
Seit dem ersten Angebot, im Flieger zu Surfen, reagiert die Netzgemeinde enorm elektrisiert auf jede neue Nachricht in diesem Bereich. Mit der Verfügbarkeit eines neuen Angebots startet die Deutsche Lufthansa als erste europäische Fluglinie einen Dienst, der in vielen anderen Ländern längt zum Alltag gehört.
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Den Deutschen ist ihre Ruhe beim Fliegen sehr wichtig. So geben 55 Prozent bei einer aktuellen Befragung an, gegen die Handynutzung in Flugzeugen zu sein. Lediglich 19 Prozent sprechen sich dafür aus.
Der Airbus 380 ist das weltgrößte Passagierflugzeug. Auf einer Webseite des Herstellers können Interessierte den Riesenflieger mit seinen 550 Sitzen virtuell begehen.
Vier Stunden und 25 Minuten: Den Testflug von Everett nach Seattle hat die neue Boeing 747-8 Intercontinental erfolgreich absolviert. Das Flugzeug ist größer, leiser und umweltfreundlicher als sein Vorgänger.




