Jobs dementiert Abgaben auf Service-Apps

Nach Abonnement-Regelung: Erste iOS-Entwickler ziehen sich zurück

Apples Regelungen für den Vertrieb von Abonnements über den App Store sorgen weiterhin für Diskussionen. Entwickler befürchten, dass Apple die Richtlinien neben Verlags-Apps auch auf Service-Apps ausweiten könnte. Steve Jobs dementiert dies. Unterdessen haben die ersten Entwickler bereits angekündigt, sich aus dem iOS-Entwicklerprogramm zurück zu ziehen.

Apple hat neue Regeln für Abonnements im App Store geschaffen. Diese stoßen zunehmend auf Kritik. (Bild: Screenshot)
Apple hat neue Regeln für Abonnements im App Store geschaffen. Diese stoßen zunehmend auf Kritik. (Bild: Screenshot)
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So wird die Screenshot Sharing Applikation Tiny Grab für das iPhone nicht mehr weiter entwickelt werden, ebenso wird keine Version für den Mac App Store erscheinen. Mac OSX-Nutzer haben nur noch die Möglichkeit die Applikation direkt von der Webseite herunterzuladen und zu installieren. Zudem arbeitet Tiny Grab nun eng mit Intel zusammen, um das Programm auch Windows-Nutzern über Intels AppUp Center zugänglich zu machen.

Als Begründung führt das Unternehmen in einem Blogbeitrag die neuen Richtlinien von Apple für Abonnements an. Diese würden das Geschäftsmodell von Tiny Grab unmöglich machen. Das Unternehmen bietet seine App kostenlos im App Store an. Um bestimmte Funktionen zu aktivieren, müssen die Nutzer aber einen kostenpflichtigen Premium-Zugang erwerben. Bezahlt wird dieser derzeit via Paypal. Das derzeitige Geschäftsmodell stehe sechs Vorschriften in Apples neuen Richtlinien entgegen, erklärte Projektmanager Chris Leydon im Blog. Tiny Grab sehe sich derzeit außerstande seine App entsprechend anzupassen.

Apple dementiert

Apple-Chef Steve Jobs hat unterdessen erklärt, dass die neuen Richtlinien nur für den Vertrieb von Medien-Abos und nicht für Software-Abonnements gelten würden. Demnach könnte Tiny Grab seine Applikation wie gehabt über den App Store vertreiben. Jobs Antwort auf die Anfrage eines besorgten Entwickler lässt aber dem Blog Macrumors zufolge viel Interpretationsraum.

Einen ersten Grenzfall hat es bereits gegeben: Apple hat der App "Readability" für den App Store bereits eine Absage verteilt. Das Programm entfernt auf Webseiten Inhalte wie Werbung und zeigt auf Wunsch dem Leser den reinen Text an. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass 70 Prozent der Einnahmen an die Verleger der jeweiligen Texte gehen. Da das Programm nicht die von Apple vorgesehenen Verkaufsmechanismen nutzt, lehnte das Unternehmen aus Cupertino die App ab. Apple begründete diese Entscheidung laut Readability mit den neuen Abonnement-Richtlinien. Apple hat wegen dem neuen Abonnement-Modell nicht nur bereits Ärger mit den Verlegern, sondern auch mit der US-Regierung.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: App, Apple App Store und App Store.

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