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Benq XL2410T im Test: Sehr beweglicher 3D-Monitor
26,6 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, 120 Hertz

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Shutterbrille auf und eintauchen in 3D-Welten auf dem Computer: Beim XL2410T handelt es sich um den ersten 3D-Monitor von Benq. Der Bildschirm mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz und einer Full-HD-Auflösung zeigt sich im Test sehr ergonomisch.

Benq orientiert sich bei seinem ersten 3D-Monitor am geltenden Standard: Der 23,6 Zoll große XL2410T nutzt die 3D-Vision-Technik von Nvidia. Für den Nutzer bedeutet dies, dass er eine Shutterbrille tragen muss, um die räumlichen Ansichten sehen zu können. Der Bildschirm verfügt nicht nur über eine schnelle Reaktionszeit, sondern zeigt sich im Test auch sehr beweglich.

Leuchtender Rand und Full-HD-Auflösung

Der umgerechnet 59,94 Zentimeter große XL2410T verfügt über eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Diese fällt doppelt so hoch aus, wie bei herkömmlichen Monitoren, so dass der Bildschirm von Benq mit Hilfe der 3D-Vision-Technik von Nvidia Bilder mit räumlicher Wirkung anzeigt. Hierzu zeigt er mit jeweils 60 Hertz für jedes Auge abwechselnd ein Bild an. Eine Shutterbrille versperrt automatisch die Sicht für ein Auge, so dass im Gehirn des Betrachters aus den zwei Bildern eine räumliche Ansicht entsteht.

Von der 3D-Technik des Benq XL2410T profitieren derzeit vor allem Computerspiele, für die sich der Bildschirm mit seiner schnellen Reaktionszeit von zwei Millisekunden auch im 2D-Betrieb gut eignet. Der Hersteller gibt den dynamischer Kontrast mit 10.000.000:1 und die Helligkeit mit 300 Candela pro Quadratmeter an.

Im Test offenbart der Benq XL2410T allerdings einige Schwächen. Die fehlerfreie Anzeige bietet zwar angenehm natürlich wirkende Farben, die Kontraste erscheinen jedoch nur ausreichend und so gehen in besonders hellen und dunklen Bereichen Details verloren. Zudem scheint an den Rändern bei dunklen Farben oder einem ganz schwarzem Bild die Hintergrundbeleuchtung durch und sorgt für einen strahlenden Rahmen.

Die Anzeige des XL2410T bietet eine gute Geometrie und weist nur geringe Verzerrungen auf. Die Konvergenz erweist sich als hervorragend und geringste Farbunterschiede lassen sich vergleichsweise gut erkennen. Der Farbverlauf erscheint gleichmäßig und Schrift lässt sich angenehm lesen.

Benq gibt die Blickwinkel des XL2410T mit 170 horizontal und 160 Grad vertikal an. Diese erreicht die Anzeige auch, jedoch lässt sich der Inhalt dann nicht mehr komplett erkennen. Bereits rund 20 Grad vor erreichen des angegebenen Höchstwerte sind die Farben stark getrübt.

Benq XL2410T im Test

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23,6 Zoll großer Monitor mit 120 Hertz und somit 3D geeignet.

Benq verbaut im XL2410T ein günstiges und weit verbreitetes TN-Panel. Die Hintergrundbeleuchtung stellen Leuchtdioden sicher. Die LEDs verbrauchen weniger Strom als die bisherüblichen Leuchtstoffröhren und sorgen für eine gleichmäßigere Verteilung des Lichts.

Theoretisch beweglich, praktisch sperrig

Der Benq XL2410T erweist sich als sehr beweglicher 3D-Monitor. Der Nutzer kann ihn nicht nur um fünf Grad nach vorne und 20 Grad nach hinten neigen, sondern ihn auch um 13 Zentimeter in der Höhe verstellen, um jeweils 45 Grad auf seinem Standfuß nach rechte und links drehen sowie die Anzeige um 90 Grad ins Hochformat kippen. Allerdings zeigt sich der Bildschirm schwergängig und so benötigt der Nutzer meist zwei Hände zum Verstellen. Die Sicherung der Höhenverstellung auf der Rückseite des Standfuß lässt sich zudem nur schwer lösen.

An der Unterseite des Gehäuses des XL2410T befinden sich fünf Tasten zur Bedienung des Monitors. Mit der "Menu"-Taste ruft der Nutzer das Bildschirmmenü auf. Dort bewegt er die Auswahl mit den Pfeiltasten und wählt einzelne Menüpunkte mit der Enter-Taste aus. Die Eingabetaste dient außerhalb des Menüs auch zur Auswahl der Signalquelle. Mit der rechten Pfeiltaste ändert der Anwender zusätzlich die Größe und Auflösung der Anzeige.

Die Tasten des XL2410T bieten dem Nutzer klare Druckpunkte. Allerdings liegen sie direkt zusammen wodurch er auch mal ungewollt die falsche Taste drückt. Das Menü zeigt sich übersichtlich gestaltet und nach einer kurzen Eingewöhnung sollte die Navigation leicht von der Hand gehen.

Im Menü des Benq XL 2410T kann der Anwender neben den Standards Bildgröße und -position sowie Helligkeit und Kontrast unter anderem Phase, Clock, die Schärfe und den Gamma-Wert sowie die Sättigung, die Farbtemperatur und einzelne Farben einstellen. Zusätzlich stehen mehrere abgespeicherte Bildmodi zur Auswahl.

Alle wichtigen Anschlüsse vorhanden

Im Test lag die höchste Leistungsaufnahme des Benq XL2410T bei maximaler Helligkeit bei 34 Watt. Bei maximaler Dunkelheit verbrauchte der Bildschirm immer noch 24 Watt und damit mehr Energie als andere Monitore mit LED-Hintergrundbeleuchtung - dafür war die Anzeige aber auch noch deutlich heller, als bei anderen Modellen.

Auf der Rückseite des XL2410T sind alle wichtigen Anschlüsse für Bildsignale vorhanden. Die digitalen Schnittstellen HDMI und DVI sind 3D-tauglich, VGA eignet sich nur für normale Bilder. Ein Audio-Ausgang rundet das Angebot an Anschlüssen ab.

Relevante Prüfzeichen außer dem obligatorischen CE-Logo weist der Benq XL2410T nicht auf. Für den 3D-Betrieb per DVI-Kabel ist ein Dual-Link-Kabel notwendig und sollte eigentlich dem Gerät beiliegen. Im Karton des Testgerätes befand sich jedoch nur ein Single-Link-DVI-Kabel, das sich nicht für 120 Hertz eignet.

Fazit: Schwergängig und unterdurchschnittlich

Im Monitorbereich hat sich ein hoher Standard etabliert - und der Benq XL241T erreicht ihn nicht. Vor allem mit seinem leuchtenden Rahmen, der im Alltag nur wenig stört, bleibt er hinter der großen Masse zurück. Von dieser setzt er sich mit seiner 3D-fähigen Technik und seiner ergonomischen Anpassungsfähigkeit ab. die allerdings schwergängig ausfällt und immer den Einsatz von zwei Händen erfordert.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Benq für den XL2410T liegt bei 349 Euro und bisher verkaufen Online-Händler den Monitor im Internet auch zu diesem Preis.

Neben Benq bieten auch andere Monitor-Hersteller 3D-fähige Bildschirme an, die allesamt die 3D-Vision-Technologie von Nvidia nutzen, wie zum Beispiel der Acer GD245HQ, der Asus VG236H, der Samsung Syncmaster 2233RZ und der Viewsonic VX2268wm.

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Shutterbrille auf und eintauchen in 3D-Welten auf dem Computer: Beim XL2410T handelt es sich um den ersten 3D-Monitor von Benq. Der Bildschirm mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz und einer Full-HD-Auflösung zeigt sich im Test sehr ergonomisch.

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Benq XL2410T im Test: Sehr beweglicher 3D-Monitor
Benq XL2410T im Test: Sehr beweglicher 3D-Monitor
Benq bietet mit dem XL2410T einen 3D-fähigen Gaming-Monitor mit Full-HD-Auflösung an, der zudem ergonomisch sehr anpassungsfähig ist.
http://www.netzwelt.de/news/85702-benq-xl2410t-test-sehr-beweglicher-3d-monitor.html
2011-02-22 16:43:53
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/range-rover-evoque-kommt-dual-view-display-ab-spaetsommer-2011-erhaeltlich-bild-netzweltde4689.jpg
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