In Erinnerung an die Revolution

Ägypten: Vater nennt seine Tochter "Facebook"

Ägypten: Vater nennt seine Tochter "Facebook" In Ägypten hat ein Vater seine Tochter nach dem sozialen Netzwerk Facebook benannt. Das berichtet der US-amerikanische Technikblog Techcrunch unter Berufung auf die ägyptische Tageszeitung Al Ahram. Mit vollständigen Namen heißt das Kind nun Facebook Jamal Ibrahim.

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Wie Al Ahram berichtet hätten die Eltern zahlreiche Geschenke nach der Geburt erhalten, Freunde, Nachbarn und Bekannte wollten damit ihre anhaltende Unterstützung für die Revolution in Ägypten zum Ausdruck bringen, die nach wochenlangen Protesten zum Rücktritt des rund 30 Jahre herrschenden Diktators Mubarak führte. Facebook und andere Internet-Medien wie der Kurznachrichtendienst Twitter hatten in dieser Revolution eine entscheidende Rolle gespielt. Die Mehrheit der Demonstranten nutzte Twitter und Facebook, um sich für Protestmärsche zu verabreden. Facebook ist mit rund 500 Millionen Mitgliedern das weltweit größte soziale Netzwerk, Twitter hat weltweit rund 175 Millionen Nutzer.

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Facebooks Rolle in der Revolution

Die anhaltenden Proteste veranlasste die ägyptische Regierung Anfang Februar zu einer historisch wohl bislang einmaligen Aktion. Die staatlichen Stellen wiesen die heimischen Netzbetreiber, darunter auch der weltweit tätige Mobilfunkanbieter Vodafone, an, ihre Dienste einzustellen. Sowohl das Mobilfunknetz als auch das Internet waren von dieser Anweisung betroffen. Ägypten war tagelang offline.

Die Netzgemeinde suchte unterdessen schon nach technischen Lösungen, um eine eigene Netzstruktur aufzubauen. Konzerne wie Google boten Ägyptern die Möglichkeit, sich via Festnetz-Telefon auf Twitter und Co. zu artikulieren. Trotz der drastischen Maßnahmen hielten die Proteste an und Mubarak trat zurück. Welchen Einfluss soziale Medien wie Facebook auf die Gesellschaft haben können, beschreibt netzwelt in diesem Kommentar zur Facebook-Revolution in Ägypten.

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