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Canon Ixus 1000 HS im Test: Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung
Umgedrehter Bildsensor, Bildstabilisator und Zeitlupenvideos

von Jan Johannsen
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Ein umgedrehter Bildsensor, zehnfacher Zoom mit Bildstabilisator, Full-HD-Videos und als Zugabe kleine Zeitlupenfilme: Die Ausstattung der Canon Ixus 100 HS fällt umfangreich aus. Aber auch in Sachen Bildqualität und Bedienung gehört die Kamera in den oberen Kompaktbereich.

Die Canon Ixus 1000 HS soll mit dem eingebauten HS-System auch bei schlechtem Licht gute Aufnahmen mit geringem Bildrauschen anfertigen. Zugleich ermöglicht die Technik schnelle Serienbilder und Zeitlupenvideos. Zusätzlich verfügt die Kamera über einen besonderen Bildsensor, einen Bildstabilisator und nimmt Filme in Full-HD-Auflösung auf.

Rückseitig belichteter Bildsensor, zehnfacher Zoom und Bildstabilisator

Canon baut in die Ixus 1000 HS einen rückseitig belichteten CMOS-Bildsensor ein. Der so genannte Backlight-Sensor unterscheidet sich von herkömmlichen Chips durch die Anordnung von Leiterbahnen und der lichtempfindlichen Schicht. Auf diese trifft viel mehr Licht, da die Konstruktion umgedreht wurde und die elektrischen Leitungen nun hinter der lichtempfindlichen Schicht liegen und diese keine Schatten mehr auf sie werfen.

Durch diese Konstruktion verkürzen sich vor allem die Belichtungszeiten, das Bildrauschen nimmt nicht merklich ab. Der Bildsensor der Ixus 1000 HS liefert eine maximale Auflösung von zehn Megapixeln. Seine Fläche von 1/2,3 Zoll entspricht der üblichen Standardgröße bei Kompaktkameras.

Die Brennweite des Objektivs der Ixus 1000 HS reicht umgerechnet ins Kleinbildformat von 36 bis 360 Millimetern und entspricht einem zehnfachen Zoom. Die Linse bewegt sich vergleichsweise langsam, erlaubt so aber eine genaue Auswahl des Bildausschnitts. Ein optischer Bildstabilisator gleicht Kamerabewegungen durch bewegliche Bauteile der Optik aus und hilft dem Fotografen bei schlechten Lichtverhältnissen verwacklungsfreie Bilder aufzunehmen. Der Autofokus stellt Motive in einem gemächlichen Tempo scharf, etwas Zeit kann der Nutzer durch die Aktivierung des kontinuierlichen Autofokus gewinnen.

Mit einem Schieberegler auf der Oberseite der Canon Ixus 1000 HS wählt der Nutzer zwischen drei Aufnahmearten aus. In der Vollautomatik nimmt die Kamera alle Aufnahmeeinstellungen vor. In der Programmautomatik kann der Fotograf zahlreiche Einstellungen selbst vornehmen - Blende und Belichtungszeit bleiben aber auch hier in der Kontrolle des Fotoapparats.

Zusätzlich stehen in der Programmautomatik der Ixus 1000 HS Voreinstellungen für 20 verschiedene Aufnahmesituationen und ein Panorama-Assistent zur Auswahl. Im Film-Modus passt der Nutzer einige Einstellungen für die bewegten Bilder an, oder wählt auch hier einen von vier Effekten wie zum Beispiel die Zeitlupenfunktion oder einen Miniatureffekt aus.

Canon Ixus 1000 HS im Test

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Kamera mir rückseitig belichtetem CMOS-Bildsensor.

Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Ixus 1000 HS verfügt nur über eine Auflösung von 230.000 Pixeln, bietet aber trotzdem ein gut erkennbares Bild mit ausreichend vielen Details. Die Anzeige dient sowohl als Sucher und zur Bildkontrolle, sie erweist sich als mittelmäßig Blickwinkelabhängig und nach rund 50 Grad je Blickrichtung nimmt die Blickwinkelabhängigkeit stark zu.

Wenige Tasten, fehlende Beschriftung

Die Bedienung der Canon Ixus 1000 HS erfolgt überwiegend mit der rechten Hand. Die Finger der linken Hand benötigt der Fotograf nur, um den Schieberegler für den Aufnahmemodus zu verschieben, und um die Kamera stabiler zu halten.

Die einzelnen Bedienelemente der Ixus 1000 HS weisen angenehm deutliche Druckpunkte auf. Bei der Beschriftung hätte Canon allerdings großzügiger sein können. Der Vier-Wege-Steuering ist an vier Stellen mit Funktionen belegt, die der Nutzer erraten und sich merken muss. Die genaue Tastenbelegung erscheint nur ab und zu auf dem Display.

Mit dem Vier-Wege-Steuering der Ixus 1000 HS navigiert der Fotograf nicht nur durch die verschiedenen Menüs, sondern erhält auch direkten Zugang zu den Einstellungen des Blitzlichts, des Selbstauslösers und der Fokusart sowie dem Erscheinungsbild des Monitors. Mit der "Func-Set"-Taste ruft der Nutzer eine Seitenleiste auf, in der er je nach Aufnahmeart unterschiedliche viele Einstellungen anpassen kann. Im zweigliedrigen und übersichtlich gestalteten Hauptmenü finden sich vor allem Grundeinstellungen der Kamera.

Gute, aber noch nicht perfekte Bilder

Die Aufnahmen der Canon Ixus 1000 HS überzeugen mit natürlich wirkenden Farben und einer hohen Detailgenauigkeit. Die Bildqualität gehört unter den Kompaktkameras eindeutig in den überdurchschnittlichen Bereich. Konturen sind klar und deutlich zu erkennen, Kontraste fallen angenehm aus. Betrachtet der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße lässt sich ein sehr leichtes Bildrauschen allerdings schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 200 ausmachen - es stört jedoch nocht nicht.

Erst bei ISO 800 hat das Rauschen deutliche Auswirkungen auf die Bilder in Originalgröße. Verkleinert der Nutzer dagegen die Ansicht auf rund ein Viertel, dann sehen die Aufnahmen sogar mit ISO 1.600 noch gut aus und lassen sich mit ISO 3.200 noch bedingt benutzen. Insgesamt zeigt sich die Ixus 1000 HS damit nicht besonders anfällig für Bildrauschen, bringt aber auch nicht die in der Werbung versprochene revolutionäre Bildqualität.

Canon Ixus 1000 HS Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 400, Blende 3.4, 1/15 Sekunde.

Videos nimmt die Ixus 1000 HS in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 24 Bildern in der Sekunde auf. Die Zeitlupenaufnahmen, bei denen die Kamera 240 Bilder in der Sekunde aufnimmt, erreichen nur eine Größe von 320 x 240 Pixeln.

In Sachen Bildqualität stehen die Videos der Ixus 1000 HS den Fotos nicht nach. Sie verfügen ebenfalls über eine hohe Detailgenauigkeit, klare Konturen und angenehm natürlich wirkende Farben. Letzteres gilt allerdings nur bis sich die Lichtverhältnisse ändern, da der automatische Weißabgleich die Belichtungseinstellungen nur sehr langsam an die neue Beleuchtung anpasst.

Zeilenverschiebungen treten nicht auf, bewegt der Nutzer die Ixus 1000 HS jedoch zu schnell, entstehen unscharfe Bilder, da der sonst sehr gute Autofokus hier an seine Grenzen gelangt. Während der Aufnahme steht - außer bei Zeitlupen - der gesamte Zoombereich zur Verfügung, ohne das Zoomgeräusche im Video zu hören sind. Das interne Mikrofon der Kamera liefert einen gut verständlichen Ton.

HDMI-Anschluss, Speicherkarte und Akku getrennt

Das ordentlich verarbeitet Gehäuse der Canon Ixus 1000 HS besteht aus einer Kunststoff-Vorderseite sowie einer Rückseite aus Metall. Die Kamera liegt angenehm in der Hand, bietet aber auf der Vorderseite keinen festen Halt. Sicher im Griff hat der Nutzer den Fotoapparat nur, wenn er ihn zusätzlich noch von oben und unten einklemmt.

Der Lithium-Ionen-Akku und der Einschub für SD-, SDHC- oder SDXC-Speicherkarten befinden sich bei der Ixus 1000 HS hinter zwei getrennten Abdeckungen und nicht wie bei der überwiegenden Mehrheit der Kameras hinter einer Klappe. Dagegen braucht der Fotograf nur eine Abdeckung zu öffnen, um an den HDMI-Anschluss sowie die kombinierte USB- und AV-Schnittstelle zu gelangen.

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5.4
Canon Ixus 1000 HS
Vorteile
  • Videomodus
  • Bildstabilisator
Nachteile
  • Anfangsbrennweite
  • Akkuleistung

Nicht revolutionär, aber trotzdem gut

Canon schreibt dem neuen HS-System der Ixus 1000 HS fast magische Eigenschaften zu, die die Kamera im Test nicht erfüllt. Trotzdem liefert sie Fotos und Videos mit einer überdurchschnittlich guten Bildqualität und lässt sich von der sparsamen Beschriftung abgesehen angenehm bedienen. Die Ausstattung mit zehnfachem Zoom, Bildstabilisator und großen Bildschirm lässt nur wenige Wünsche offen. Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon für die Ixus 1000 HS liegt bei 359 Euro. Im Internet verkaufen Online-Händler die Kamera deutlich günstiger und verlangen derzeit nur rund 240 Euro.


Einzelergebnisse
In Fotos und Videos halten wir schönen Erinnerungen fest oder nutzen die Medien als Ausdrucksform. Im Internet werden täglich unzählige Bilder und Filme ausgetauscht und netzwelt sucht für Sie nach der richtigen Kamera. Ziel eines Testbericht ist es ein Gefühl für die Digitalkamera oder den Camcorder zu vermitteln und vor allem,die Funktionsweise im Alltag. Gleichzeitig sollte die Beurteilung der Bildqualität nicht zu kurz kommen. Daher setzt sich die Gesamtwertung aus Handhabung, Foto, Video, Display/Sucher und der Bildqualität zusammen um eine Digitalkamera ganzheitlich zu erfassen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Redakteur kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritierien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Handhabung
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Foto
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Video
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Display/Sucher
5
Bildqualität
5
Einsortierung
Canon Ixus 1000 HS von Canon wurde als Digitalkamera abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Digitalkameras. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Foto, Testbericht, Digitalkamera, Canon, Kompaktkamera, Kamera, IXUS, Canon Ixus 1000 HS, Review und Canon Ixus .
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Ein umgedrehter Bildsensor, zehnfacher Zoom mit Bildstabilisator, Full-HD-Videos und als Zugabe kleine Zeitlupenfilme: Die Ausstattung der Canon Ixus 100 HS fällt umfangreich aus. Aber auch in Sachen Bildqualität und Bedienung gehört die Kamera in den oberen Kompaktbereich.

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Canon Ixus 1000 HS im Test: Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung
Diese Kompaktkamera lässt kaum Wünsche offen: Die Canon Ixus 1000 HS verfügt über eine umfangreiche Ausstattung, liefert eine überdurchschnittlich gute Bildqualität und lässt sich bequem bedienen.
http://www.netzwelt.de/news/85687-canon-ixus-1000-hs-test-kompaktkamera-umfangreicher-ausstattung.html
2011-02-20 11:15:41
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/canon-ixus-1000-hs-produktbild-114860.jpeg
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