Serienreife in 18 bis 24 Monaten
Nach Jeopardy-Sieg: Watson soll ins Krankenhaus
IBMs Supercomputer Watson soll nach seinem Sieg in der Quizshow Jeopardy künftig in Krankenhäusern eingesetzt werden. IBM plant zusammen mit den Spracherkennungs-Experten von Nuance Communications Watson so weiter zu entwickeln, dass er künftig dem medizinischen Personal in Diagnose- und Behandlungsfragen assistieren kann.
Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass die Weiterentwicklung bereits in 18 bis 24 Monaten käuflich erhältlich sein wird. Unterstützt werden IBM und Nuance Communications bei ihrer Entwicklung von zwei US-amerikanischen Universitäten: So wird die Universität Maryland erforschen, wie Watson am besten mit dem medizinischen Personal interagieren kann, um ein Maximum an Unterstützung zu ermöglichen. Während Forscher an der Columbia Universität Bereiche identifizieren sollen, in denen Watson Medizinern assistieren kann. "Watson hat das Potential Ärzten dabei zu helfen die richtige Diagnose bei einem Patentienten in kürzerer Zeit zu fällen", sagt Professor Herbert Chase von der Columbia Universität.
Watson als Medizin-Student
Während IBM Watsons Technik, Fragen zu verstehen und die richtigen Antworten zu finden, in die Entwicklung einbringt, stellt Nuance seine Spracherkennung, die auch medizinische Begriffe umfasst, zur Verfügung. IBMs Supercomputer Watson hatte sich zuletzt in einem dreitägigen Fernsehduell deutlich gegen die beiden erfolgreichsten Jeopardy Spieler aller Zeiten Ken Jennings und Brad Rutter durchgesetzt.
Trotz seines Triumphes hatte Watson in dem Duell auch eklatante Schwächen gezeigt. Für die Forscher der Universität Maryland ist dies aber kein Grund sich Sorgen zu machen. "Weder ein Mensch noch eine Maschine sind unfehlbar", sagt Professor Eliot Siegel. Watson solle in den Krankenhäusern auch nur eine ähnliche Rolle wie Medizin-Studenten übernehmen. Mit dem Unterschied, dass diese stetig wechseln und vorhandenes Wissen damit dem Hospital verloren geht, während Watson stetig dazu lernt und die Klinik nicht verlässt.
