Barcelonas Android-Tablet-Neuheiten im Vergleichstest
Tablet-Vergleich: Motorola Xoom, LG Optimus Pad, Samsung Galaxy Tab
Welchen Tablet-Computer hätten Sie denn gerne? Auf dem Mobile World Congress in Barcelona brachten Motorola, LG und Samsung ordentlich Schwung in den Tablet-Markt. Netzwelt stellt die drei Neuvorstellungen, die alle mit Googles neuem Betriebssystem Android 3.0 ausgestattet sind, in kurzen Tests gegenüber.
Inhaltsverzeichnis
- 1Motorola Xoom
- 2LG Optimus Pad
- 3Samsung Galaxy Tab 10 Zoll
Die direkte Antwort auf den Erfolg von Apples iPad ließ lange auf sich warten. Während der Erfinder des iPads bereits an der zweiten Version seines Tablet-Computer arbeitet, stellen Motorola, Samsung und LG ihre Gegenstücke vor. Allen drei Tablets gemeinsam ist das Betriebssystem: Googles extra für Tablet-Computer entwickeltes Android 3.0, Codename Honeycomb, findet sich sowohl auf dem Xoom als auch auf dem Optimus Pad und dem Galaxy Tab 10 Zoll.
Motorola Xoom
Das Xoom von Motorola sollte ursprünglich überhaupt nicht den offiziellen Weg nach Deutschland finden. Noch auf der CES in Las Vegas schloss der US-amerikanische Hersteller eine Markteinführung in Deutschland konsequent aus. In Barcelona dann die Kehrtwende: Das Xoom wird ab April auch hierzulande erhältlich sein. Nur die unverbindliche Preisempfehlung bleibt Motorola schuldig.
Motorola Xoom
Mächtiger iPad-Verfolger: Das Motorola Xoom kommt nun doch nach Deutschland - und tritt mit Nvidias Tegra 2-Prozessor ordentlich aufs Gaspedal. (Bild: netzwelt)
Design- und Formsprache erinnern ebenfalls stark an den derzeitigen Tablet-Marktführer.
Der Nvidia-Tegra 2-Prozessor sorgt für ordentliche Geschwindigkeiten. Dies wird vor allem bei der Medienwiedergabe und beim Multitasking deutlich.
Die Rückseite besteht aus Metall, was sich sehr gut in den Händen anfühlt.
Die rückseitige Kamera liefert eine Auflösung von fünf Megapixeln. Ungewöhnlich - der Ein- und Ausschalter befindet sich in direkter Nachbarschaft.
Über eine spezielle Schnittstelle lässt sich Zubehör wie eine Dockingstation anschließen.
Die eingebaute Kamera hinterließ einen guten Eindruck. Bilder landen umgehend im Speicher. Die Videowiedergabe erfolgt flüssig.
Motorola kombiniert den Sim-Kartenschacht mit einem SD-Kartenschacht. Bis zu 32 Gigabyte lassen sich hier zusätzlich einlegen.
Die Prozessorleistung reicht locker auch für das ein oder andere Spiel.
Auffällig sind beim Xoom die optischen Parallelen zum iPad von Apple. Auch die Displaygröße liegt mit 10 Zoll auf gleichem Niveau. Unter der Haube steckt allerdings wesentlich leistungsstärkere Hardware, wie Nvidias Tegra 2-Prozessor. Einschätzung: Das Motorola Xoom ist das pefekte Gerät für alle Apple-Gegner die zwar Gefallen am Geräte-Design finden, jedoch auf Apples geschlossenes Öko-System verzichten wollen.
Hier geht es direkt zum Kurztest des Motorola Xoom.
LG Optimus Pad
Das LG Optimus Pad fällt bereits auf Grund seiner Größe aus dem Rahmen. Es verfügt über einen 8,9 Zoll großen Bildschirm. Laut LG stellt diese Größe den optimalen Kompromiss zwischen Abmessungen und Bedienbarkeit dar. Dies kann netzwelt nachvollziehen, denn das Gerät lässt sich im Gegensatz zu 10-Zoll-Tablets wunderbar in einer Hand halten oder mit zwei Daumen bedienen.
LG Optimus Pad im Kurztest
8,9 Zoll: Es ist vor allem der ungewöhnliche Formfaktor, der das LG Optimus Pad von anderen Tablets unterscheidet. Die Größe erlaubt es, dass Gerät bequem in der Hand zu halten.
Beim Betriebssystem setzt LG voll auf Android 3.0 Honeycomb. Eine eigene Bedienoberfläche ist derzeit nicht geplant.
Eine weitere Besonderheit des Tablets ist die 3D-fähige Kamera. Mit dieser lassen sich Fotos und Videos dreidimensional aufzeichnen, aber nicht direkt auf dem Tablet betrachten.
Mit einer Dicke von knapp 13 Millimetern liegt es angenehm in der Hand, verschwindet aber nicht mal eben in der Hemdtasche.
Dank Nvidias Tegra 2-Prozessor öffnen Applikationen blitzschnell. Auch die Bildschirmausrichtung vom Quer- in das Hochformat wechselt rasant.
Auf der Vorderseite steht eine dritte Kamera bereit, die Videokonfernenzen mit bis zu zwei Megapixeln aufzeichnet.
Zwischen Apple iPad (links im Bild) und Samsungs sieben Zoll großen Galaxy Tab (rechts), nimmt das LG Optimus Pad die goldene Mittelstellung ein.
Die zwei Kameras auf der Rückseite zeichnen sowohl Video als auch Fotos dreidimensional auf.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des LG Optimus Pad wird beim Blick auf die Rückseite deutlich: Dort finden sich gleich zwei Kameras. Mit Hilfe dieser kann der Nutzer Fotos und Videos in 3D aufzeichnen - das gab es noch nie bei Tablet-Computern. Allerdings benötigt der Nutzer, im Gegensatz zum LG-Smartphone Optimus 3D, eine Spezial-Brille um die 3D-Ergebnisse direkt betrachten zu können. Einschätzung: Das LG-Tablet lockt mit 3D-Funktionen, die man auch als Spielerei bezeichnen kann. Formfaktor und Leistung überzeugen jedoch. Wäre da nicht der Preis: Zum Marktstart verlangt LG happige 1.000 Euro.
Hier geht es zum Kurztest des LG Optimus V900 Pad
Samsung Galaxy Tab 10 Zoll
Mit dem bereits seit längerem erhältlichen Samsung Galaxy Tab hat dieser Tablet-Computer nur noch den Familiennamen gemeinsam. Denn der große Bruder verfügt nicht nur über ein wesentlich größeres Display sondern vor allem auch über Google Android 3.0 als Betriebssystem. Das Tablet zählt zudem mit einem Gewicht von nicht einmal 600 Gramm zu den absoluten Leichtgewichten dieser Klasse.
Samsung Galaxy Tab 10.1 Zoll
Größer und mit neuer Android-Version (3.0 / Honeycomb). Mit dem ursprünglichen Galaxy Tab hat die Neuvorstellung nicht mehr viel gemeinsam (Bild: netzwelt)
Die griffige Rückseite ist ein klarer Pluspunkt des Galaxy Tab.Vertiefungen im Gehäuse sorgen für zusätzlichen Halt.
Die Kamera löst mit satten acht Megapixeln auf. Ob die LED-Leuchte es wirklich schafft, Licht ins Dunkel zu bringen, muss sich erst im ausführlichen Test zeigen.
Besonders schmal ist das Tab nicht, dafür mit einem Gewicht von 599 Gramm erfreulich leicht.
An die Eigenarten des Betriebssystems hat man sich schnell gewöhnt. Geöffnete Anwendungen stellt Android 3.0 beispielsweise in einer Seitenansicht dar.
Wie alle Tablets kämpft auch das Galaxy Tab mit Spiegelungen auf dem Display.
Eine weitere Besonderheit ist die Digitalkamera auf der Rückseite des Tab. Im Gegensatz zum LG Optimus Pad bietet diese zwar keine 3D-Aufnahmen, trumpft aber mit einer vergleichbar hohen Auflösung von acht Megapixeln auf. Im kurzen Test hinterließ die Kamera auch promt einen guten Ersteindruck. Einschätzung: Kamera-Auflösung und Gewicht: Das sind die beiden Pfeile, die Samsung mit der großen Version des Galaxy Tab im Köcher hat. Vor allem das niedrige Gewicht könnte dem Tab zum Erfolg verhelfen.
Den Kurztest zum Samsung Galaxy Tab 10 Zoll finden sie an dieser Stelle auf netzwelt.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Android, Apple iPad, Tablet-PC, Samsung Galaxy Tab und Samsung Galaxy.

Das Xoom wird bei Idealo ab 599 Angeboten. Der offizielle Preis wird wohl bei 699 liegen. (zu diesem Preis bei den meisten Händlern im VVK)
Zitat: Wie siehts denn mit dem unbenannten Toshiba Tegra-2 Tablet aus? Hallo Mr. T, das Toshiba-Tablet hatten wir leider (noch) nicht in den Händen. (Bis auf...
Wie siehts denn mit dem unbenannten Toshiba Tegra-2 Tablet aus?