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3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest
Das erste 3D-fähige Smartphone von LG

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Auf dem Mobile World Congress in Barcelona konnte netzwelt das LG Optimus 3D in Augenschein nehmen. Der erste Test lieferte jedoch einen gemischten Eindruck.

Highlight der LG-Pressekonferenz anlässlich des Mobile World Congress in Barcelona (MWC) war neben dem ebenfalls vorgestellten Tablet-PC "LG Pad" ganz klar das Smartphone Optimus 3D. Netzwelt hatte Gelegenheit, das 3D-fähige Smartphone in einem Hands-On zu testen.

Auf den ersten Blick macht das LG Optimus 3D nicht viel her. Andere Smartphones, auch einige LG-Modelle, liegen wesentlich besser in der Hand. Trotz der vielen technischen Innovationen die LG seinem 3D-Sprössling mit auf den Weg gegeben hat trüben Kunststoff und leichte Verarbeitungsmängel den Ersteindruck. Doch spätestens beim Betrachten der Rückseite des Optimus 3D ist die Neugierde geweckt. Gleich zwei Kameralinsen sitzen dort, jede einzelne liefert eine Auflösung von fünf Megapixeln. Zwischen den beiden Linsen, die mit einem Abstand von 24 Millimetern auseinander liegen, verbaut LG ein LED-Fotolicht.

Auch unter der Haube gehört das neuste Mitglied der Optimus-Reihe zu den ganz Großen. Ein Dual-Core-Prozessor (Texas Instruments Omap 4, 1 Gigahertz) lässt Anwendungen blitzschnell öffnen. Echtes Multitasking, wie es der ebenfalls in einigen LG-Modellen verbaute Nvidia Tegra 2 Prozessor ermöglicht, erlaubt auch das Optimus 3D. Die Anzeige erfolgt auf einem 4,3 Zoll großen WVGA-Bildschirm, der selbstverständlich auf Berührungen reagiert. LG verzichtet bei diesem Modell weitestgehend auf physikalische Tasten, selbst der typische Home-Button fehlt. Stattdessen lenkt ein seitlich angebrachter Knopf die Aufmerksamkeit auf sich: Eine separate 3D-Taste.

LG Optimus 3D

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3D trägt das LG Optimus 3D bereits im Namen. Kein Wunder, dass LG den 3D-Funktionen einen extra Drücker spendiert hat. Über diesen gelangt der Nutzer zum Beispiel zum 3D-Channel von YouTube. (Bild: netzwelt)

Drückt der Nutzer diese für eine kurze Zeit, öffnet sich über dem Android-Unterbau eine spezielle Bedienoberfläche für 3D-Inhalte. So findet sich etwa eine spezielle Youtube-Schaltfläche, die zum eigens eingerichteten 3D-Channel des Video-Anbieters führt. Diese Bedienoberflächen sind bereits vollständig dreidimensional umgesetzt. Auch die mit der Doppelkamera aufgenommenen Bilder und Videos des Nutzers erscheinen hier in einem Untermenü.

3D-Effekt ohne Brille

Für das Betrachten des 3D-Effektes benötigt der Anwender keine Extra-Brille, was bei einem Mobiltelefon auch wenig Sinn ergeben würden. Welcher Optimus-Besitzer will schon ständig eine 3D-Brille mitschleppen, um ein kurzes Video in 3D ansehen zu können. Dennoch macht sich auch beim LG Optimus 3D schnell der Wunsch nach "echtem" 3D breit, so wie ihn Nutzer aus Blockbustern wie Avatar her kennen. An dieses Erlebnis reicht der 3D-Effekt des Optimus 3D erwartungsgemäß nicht annähernd heran - genau wie alle anderen bislang präsentierten 3D-ohne-Brille-Produkte.

Beim Tester macht sich ebenfalls schnell Ernüchterung breit - denn während das 3D-Menü noch halbwegs ansehnlich und der 3D-Effekt eine nette Spielerei ist, verkommen selbst aufgenommene Fotos schnell zu "Wackelbildern". Je nachdem, in welchem Winkel man das Smartphone hält, erscheinen unterschiedliche Bild-Ansichten. Auf Dauer sind Unschärfe und Dopplungseffekt so irritierend, dass man sich schnell wieder im 2D-Hauptmenü widerfindet.

In den Foto- und Video-Parametern lässt sich bezüglich der 3D-Aufnahmequalität jedoch noch an verschiedenen Reglern drehen. So ist etwa die Tiefe des Effekt regulierbar. In wie weit diese Einstellungen helfen, einen "sauberen"  3D-Effekt zu schaffen, muss ein ausführlicher Test erst noch klären.

Fazit und Einschätzung

Abseits der 3D-Spielereien bleibt ein dank schnellem Dualcore-Prozessor fixes Smartphone mit gutem, großen Display, welches in einer durchschnittlich attraktiven Hülle steckt. Spannend wird daher, wie viele Menschen dermaßen neugierig auf 3D sind, um beim LG Optimus 3D zuzuschlagen.

Laut LG wird das Smartphone in Deutschland ab April für einen Preis von rund 599 Euro verfügbar sein.

Kommentare zu diesem Artikel

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona konnte netzwelt das LG Optimus 3D in Augenschein nehmen. Der erste Test lieferte jedoch einen gemischten Eindruck.

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  • Chacca schrieb Uhr
    AW: 3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest

    Hier meine Erfahrungen mit dem Gerät, ich habe es seit Juli 2011: 1. Das gelieferte Gerät hatte ein Staubkorn auf dem Fotosensor. Dadurch waren alle Bilder mit einem einen grauen Schatten verdorben. 2. Nach dem Gerätetausch erhielt ich ein repariertes Gerät. Mein „altes“ war gerade 14 Tage alt, da hätte ich mir schon ein neues Gerät im Tausch vorgestellt. Das reparierte Gerät war im Bereich der USB-Buchse verkratzt. Außerdem war das Displayglas auf seiner Innenseite (!) mit fettspuren verschmutzt, es waren also Fingerabdrücke zu erkennen. 3. Nach einem erneuten Tausch erhielt ich ein Gerät, wieder mit Schmutz auf dem Fotosensor. Diesmal andere Form und andere Lage des Schattens auf den Fotos… 4. Jetzt habe ich erneut ein Tauschgerät. Diesmal scheint es in Ordnung zu sein. 5. Ach ja: Lieferant Vodafone. Jetzt zum Gerät selbst: 3D-Effekt Das viele Leute mit dem 3D-effekt Probleme haben, kann ich nicht ganz verstehen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die 3D-Aufnahmen andere Anforderungen an den Fotografen stellen. Die Bildkomposition muss anderen, neuen Regeln folgen. Wichtig ist hierbei, dass das Bild in ca. 3 Ebenen aufgeteilt wird: einen Vordergrund, der den Rahmen der Bildkomposition bildet, dann einen Bereich, den ich die Bühne nennen würde. Hier sind die Gegenstände abgebildet, um die es im Bild geht, und einen Hintergrund als abschließende 3. Bildebene. Das wichtigste ist jetzt, dass alle 3 Ebenen einen gleichmäßigen Abstand zueinander haben, und zwischen den Ebenen möglichst wenige Gegenstände vorhanden sind. Werden die 3-D-Bilder nach diesen Regeln aufgenommen, kann sie die Kamera gut scharf stellen und es gibt einen sehr schön tiefen 3D-Effekt. Der Betrachter muss allerdings auch eine Regel beachten: er sollte das Display möglichst mittig betrachten, denn darauf ist diese Technik ausgelegt. Bereits relativ kleine Abweichungen von der Blickmitte führen zu einem unruhigen Bild und das strengt tatsächlich die Augen an. Performance Internet: Das Gerät ist leider nur eine Notlösung im Vergleich zu einem normalen durchschnitts-PC. Es nicht schneller als andere Handys. Mein altes Blackberry war schon so schnell, wie das LG 920. Also erst mal einen Enttäuschung. Die Geschwindigkeit ändert sich auch nicht, wenn ich mit WLAN arbeite. Ich habe noch nicht herausgefunden, ob oder wie das zu optimieren ist. Ist mir als user eigentlich auch egal, denn ich bin der Meinung, dass derartige Geräte bereits ordentlich voreingestellt in meine Hände gelangen sollten. Ausstattung: Für einen Erwachsenen nicht konzipiert. Das Gerät kommt eher als Spielzeug für Jugendliche daher, passt gut auf jeden Pausenhof. Die wichtigsten Features sind vorinstalliert: jede Menge Spiele und die wichtigsten Netzwerke wie Facebook, twitter und co. Business software ist fehlanzeige. Hier könnte der Anbieter ruhig verschiedene Packete zur Auswahl anbieten. Navigation: Langsam. Sateliten werden oft nicht erfasst, obwohl der Himmel frei ist und Konkurrenzgeräte inzwischen 5 oder 6 Sateliten anzeigen. Wenn es einem nichts ausmacht, 10 bis 15 Minuten irgendwo in der Walachei am Strassenrand zu stehen und darauf zu warten, das die Route berechnet worden ist, kein Thema. Ansonsten: lieber ein richtiges Navi anschaffen. Das Wichtigste: Telefonieren. Das Telefonieren geht beim LG 920 sehr umständlich. Um ein Gespräch anzunehmen muss man die Taste „wischen“. Sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem braucht man praktisch beide Hände, die eine zum Halten des Geräts, die andere zum wischen. Das Gerät ist relativ groß, und das rächt sich jetzt. Gespräch beenden, d.h. Auflegen ist auch etwas strange. Der Bildschirm ist erst mal schwarz und wo finde ich so schnell die Taste? Um eine Nummer zu wählen braucht es: 1. Display aktivieren (Taste oben rechts kräftig drücken), dann 2. wischen für entsperren 3. dann die Taste Telefon oder Kontakte berühren 4. Nummer auswendig eingeben (bei menü Telefon) oder aus der Kontakteliste irgendwie heraussuchen. 5. Menü Telefon: die Kontakte sind nur schlecht indiziert, d.h. beim Tippen von Buchstaben über das Ziffernfeld werden manche Kontakte nicht angezeigt, bzw. es können nicht alle Kontakte angezeigt werden, denn nach 3 Buchstaben ist bereits Schluss und die Auswahlliste verkürzt sich nicht weiter. Manche Kombinationsmöglichkeiten sind im Suchprogramm des LG 920 nicht angelegt, bei Blackberry schon. Hier bekommt man wirklich alle Kontakte angeboten. Beim LG920 hilft jetzt nur noch der Wechsel in das Menü Kontakte. Fazit: Für Vieltelefonierer nicht akzeptabel. Hier halte ich die Blackberry-Lösung für das Beste, alles ist kompromisslos auf den Benutzer zugeschnitten, lediglich die notwendigen Voreinstellungen für ein neues Blackberry sind kompliziert durchzuführen und für den Normalanwender nervtötend. iphone kenne ich nicht, kann allerdings auch nur besser sein, ist immerhin von Appel und Appelprodukte sind eigentlich sehr gut konzipiert. Standzeit Akku: Das Gerät ist für die berufliche Anwendung eher wenig geeignet. Als einer der Top-Stromfresser untern den Handys ist man ständig durch den rapiden Verlust an Ladeleistung gestresst. Hält der Akku noch bis heute abend, oder bin ich demnächst unereichbar? 2 bis 3 Tage sollte eine Akkuladung heute schon halten. Bei normaler Nutzung im Büroalltag (e-mails, etwas im Internet nachschauen, telefonieren) ist nach 4 bis 5 Stunden (!) dunkel. Es ist wie mit dem Autofahren in der Wüste: man muss wirklich jede Gelegenheit nutzen um das Gerät nach zuladen, es könnte sonst für heute zu spät sein. Meine Empfehlung: Ich würde das Gerät keinem (Erwachsenen) empfehlen. Für Jugendliche sicher ein nettes Toy, für alle anderen sind Blackberry, Nokia oder Iphone sicher die besseren Geräte. Und für das bisschen Fotografieren gibt es Apparate, die es besser können.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: 3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest

    Die wenigsten Menschen konnten wohl bislang ein 3D-Telefon ausprobieren. Daher finde ich es schon wichtig zu erwähnen, was man von dem Effekt erwarten kann und wie er zustande kommt. Natürlich darf man strenggenommen keine Avatar-Grafik erwarten und natürlich ist das nicht vergleichbar. Wenn eine neue Technik wie nun 3D für Handys auf den Markt kommt, denken viele Nutzer aber automatisch an Avatar. 3D=Avatar. Da finde ich es gerechtfertigt wenn man im Testbericht darauf eingeht, dass es solch ein Effekt eben nicht gibt ;-) Ich habe schon sehr viele 3D-Geräte ausprobieren dürfen, ich kenne das Prinzip und gerade daher bin ich der Meinung, dass man erklären muss, das der Effekt nicht beim bloßen Hinsehen entsteht, sondern nur mit einigen "Verrenkungen" ermöglicht wird. Würde im Test sinngemäß stehen: "Kristallklarer 3D-Effekt, gestochen scharf, keine Geisterbilder!" - würde der Großteil der Käufer davon ausgehen, dass 3D in diesem Falle uneingeschränkt erlebbar ist. Genau das Gegenteil ist der Fall und zuhause käme die Ernüchterung. Viele Grüße aus der Redaktion Der Autor
  • C4H10O schrieb Uhr
    AW: 3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest

    Hallo Bin seit kurzem stolzer Besitzer des Optimus 3D, und kann nur sagen, der "test" hier ist absolut inkompetent. Einerseits heißt es:" Für das Betrachten des 3D-Effektes benötigt der Anwender keine Extra-Brille, was bei einem Mobiltelefon auch wenig Sinn ergeben würden" aber dennoch wird ein Effekt erwartet wie bei Avatar im Kino, auf 10 Meter Leinwand mit einem Nervigem Brillenklotz.(und der des Optimus 3D ist schon sehr gelungen, besser als der des 3DS) "Dennoch macht sich auch beim LG Optimus 3D schnell der Wunsch nach "echtem" 3D breit, so wie ihn Nutzer aus Blockbustern wie Avatar her kennen. An dieses Erlebnis reicht der 3D-Effekt des Optimus 3D erwartungsgemäß nicht annähernd heran" Habt ihr den schon Avatar auf dem Handy geschaut als Vergleich? Ich vermute Nein ;-) Äpfel und Birnen kann man eben nicht Vergleichen. Der Preis für´s Optimus 3D ca. 500€ ; für den 3D Beamer SIM2 Grand Cinema C3X Lumis 3D mit Peripherie 72000€ (Dann aber mit Avatar feeling) Mit freundlichen Grüßen Diethylether
  • nimraius schrieb Uhr
    AW: 3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest

    hmm mal ganz im ernst jetzt, was da oben z.b. übers 3D steht ist sehr witzig (von wegen,---Beim Tester macht sich ebenfalls schnell Ernüchterung breit - denn während das 3D-Menü noch halbwegs ansehnlich und der 3D-Effekt eine nette Spielerei ist, verkommen selbst aufgenommene Fotos schnell zu "Wackelbildern". Je nachdem, in welchem Winkel man das Smartphone hält, erscheinen unterschiedliche Bild-Ansichten. Auf Dauer sind Unschärfe und Dopplungseffekt so irritierend, dass man sich schnell wieder im 2D-Hauptmenü widerfindet.----) der schreiberling ist wohl nicht so recht vertraut mit der 3D story oder ?! es ist doch völlig klar das man bei diesen displays genau wie bei nintendo 3ds usw.. die richtige distanz, den winkel einhalten muss, je nach benutzer. man muss so weit oder so nah und so schräg draufschauen das man wenn man ein auge zuhält nur ein bild sieht, so findet man seine position herraus und verhindert das augenaua. und die augenschmerzen entstehen unter anderem nur durch nicht einhalten meines beschriebenen oder da unsere augen nicht ans ständige punktuelle starren geübt sind. und sorry für meine rechtschreibung genieße einige flaschen bier ;)
  • sapkra schrieb Uhr
    AW: 3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest

    Ich habe mich bei T-Mobile informiert und die sagten mir, dass es in der 24. KW, also in der Woche vom 13. Juni bis 19. Juni verfügbar sein wird. Trotzdem rechnen alle Geschäfte mit Lieferungsproblemen, wie beim HTC HD7 und bei Samsung Galaxy S.

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3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest
3D to go: LG Optimus 3D im Kurztest
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona konnte netzwelt einen ersten Blick auf das LG Optimus 3D werfen. Im Test hinterließ das Smartphone einen gemischten Eindruck.
http://www.netzwelt.de/news/85634-3d-to-go-lg-optimus-3d-kurztest.html
2011-02-14 15:29:21
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