Konkurrenz für Android

150 Euro: Apple plant billiges iPhone (Update)

Apple arbeitet einem Bericht des Branchendienstes Bloomberg zufolge an verschiedenen Variationen des iPhones. Eine davon soll eine Mini-Variante des beliebten Smartphones sein, mit der Apple günstigen Mobiltelefonen mit Googles Android-Betriebssystem Konkurrenz machen will.

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Neben dem iPhone 4 könnte Apple bald eine günstigere Mini-Variante des Smartphones verkaufen. (Bild: Screenshot)
Neben dem iPhone 4 könnte Apple bald eine günstigere Mini-Variante des Smartphones verkaufen. (Bild: Screenshot)
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Anonymen Informanten zufolge soll das Modell Mitte des Jahres erscheinen und ohne Vertrag rund 200 US-Dollar (cira 150 Euro) kosten. Technisch wird es weitestgehend auf dem aktuellen iPhone 4 basieren, allerdings soll es rund ein Drittel kleiner sein als das aktuelle Modell und keinen Home-Button besitzen, berichtet ein Informant, der einen Prototypen im vergangenen Jahr gesehen haben will. Nur wenige Mitarbeiter seien in die Pläne eingeweiht.

Preiskampf mit Google

Apple ist als Neuling im Jahr 2007 in den Mobilfunkmarkt eingetreten. Binnen vier Jahren hat sich der Konzern dabei zu einen der größten Smartphone-Hersteller weltweit entwickelt. Allerdings dominiert das iPhone derzeit lediglich das Hochpreissegment. Die Mittel- und Einsteigerklasse wird durch Geräte mit Googles Android-System bestimmt. Android hat hier binnen zwei Jahren Nokia überholt.

Das geplante Mini iPhone erinnert an Apples Strategie beim iPod: Dem hochpreisigen MP3-Player stellte das Unternehmen aus Cupertino abgespeckte Varianten wie den iPod Shuffle oder den iPod nano zur Seite, zu deutlich geringeren Preisen. Laut dem Bericht soll Apple darüber hinaus auch an einer Dual-Mode-Variante des iPhones arbeiten, die mit allen derzeit verbreiteten Mobilfunkstandards zusammenarbeitet. Spezielle iPhone-Varianten wie für den US-amerikanischen Netzbetreiber Verizon würden damit überflüssig. Auch die Pläne für eine universale SIM-Karte scheint das Unternehmen weiter zu verfolgen, auch wenn es hiergegen massive Proteste der Netzbetreiber gibt.

Update 18. Februar: Kein Mini-iPhone in Planung

Nach Informationen der New York Times plant Apple keine kleinere Version des iPhones auf den Markt zu bringen. Laut den Quellen der US-amerikanischen Tageszeitung sei ein entsprechendes Modell nicht unbedingt günstiger in der Produktion, zudem würde ein kleineres Display Apple vor Probleme stellen. Denn womöglich müssten die rund 300.000 Apps im App Store umgeschrieben und an die neue Displaygröße angepasst werden, was das Unternehmen vermeiden will.

Dennoch sei es richtig, dass Apple versuche das iPhone auch für den Massenmarkt attraktiv zu machen. Ein Weg sei hier günstigere Komponenten zu verwenden, um die Entwicklungskosten zu senken. Einsparungsmöglichkeiten sieht der Informant der New York Times vor allem beim internen Speicher sowie der verbauten Digitalkamera. In diesem Zusammenhang überarbeite Apple auch den Synchronisationsservice Mobile Me. Der Dienst solle künftig kostenlos sein und die drahtlose Synchronisation von Bildern, Videos, Musik und anderen Dateien ermöglichen.

Sollten mehr Anwender ihre Daten im Netz speichern und bei Bedarf auf ihr iPhone laden, könnte Apple das Gerät mit entsprechend weniger Speicher und damit günstiger ausliefern. Derzeit arbeiten die Ingenieure in Cupertino bereits am iPhone 4-Nachfolger. Das iPhone 5 wird wahrscheinlich Mitte des Jahres erscheinen.

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