Einige Klarstellungen

Kommentar: MP3-Mythen, Quatsch und Halbwahrheiten

Der Siegeszug des MP3-Players hat uns alle zu einem Volk von Musik-Junkies verwandelt. Jetzt können wir Musik hören, wo und wann immer wir wollen. Die Speicherkapazität der meisten Player ist so groß, dass viele Leute ihre ganze Musikbibliothek mit vielen hundert Platten in der Tasche tragen.

Die Sony Walkman-Serie S750 - die komplette Musiksammlung in der Tasche. (Foto: Sony)
Die Sony Walkman-Serie S750 - die komplette Musiksammlung in der Tasche. (Foto: Sony)

Inhaltsverzeichnis

  1. 11. Die Hardware entscheidet über die Klangqualität mit
  2. 22. Internetradio und DAB-Radio liefern miesen Klang
  3. 33. High End kann man hören
  4. 44. Die Hörsituation
  5. 55. Unterschiedliche Hörer-Typen
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Das ist schön, aber erschreckend dabei ist, wie viel Unsinn über digitale Musikwiedergabe und MP3 geschrieben wird. Erst kürzlich war bei einem bekannten News-Portal zu lesen, dass Internetradiostationen "hervorragende Klangqualität" bieten. Erschreckend auch, wie undifferenziert in Testberichten über MP3-Player und Home Entertainment-Anlagen zum Thema Klangqualität gesprochen wird. Da reicht es schon, wenn die Anlage "druckvolle Bässe und seidige Höhen" bietet, dann ist alles gut. Es scheint, hier geht gerade grundlegendes Wissen über das verloren, was die Klangqualität bei der Musikwiedergabe ausmacht.

Höchste Zeit, ein paar Dinge klarzustellen.

1. Die Hardware entscheidet über die Klangqualität mit

Ein Stück in 320 KBit/s-Qualität klingt natürlich hörbar besser als eines mit 128 KBit/s. Doch die Unterschiede der benachbarten Stufen 240 und 320 KBit/s sind meist nur schwer zu hören. Eine viel größere Rolle spielt die Hardware. Das wird oft vergessen. Die Verstärkerelektronik und die Lautsprecher, beziehungsweise die Qualität von Kopfhörerausgang und Kopfhörer entscheiden ebenso wie die Komprimierungsrate über den Klang.

Im Zweifelsfall klingt MP3, wiedergegeben über eine guten Player mit gutem Kopfhörer, besser als die Audio-CD auf einer miesen Anlage. 

2. Internetradio und DAB-Radio liefern miesen Klang

Schon allein aus Gründen der Bandbreite können Internetradio-Anbieter nur sehr komprimierte Mediastreams anbieten. Das reicht vielleicht als Hintergrund-Gedudel oder zum Kennenlernen einer neuen Band, aber für Musikliebhaber ist Internetradio kein Genuss. Auch DAB ist nicht viel besser. So wird beispielsweise der Klassiksender Bayern 4 mit 192 KBit/s ausgestrahlt. Die Live-Übertragung von Giuseppe Verdis "Aida" aus der Met in New York mit 192 KBit/s? Ein Witz. Das klassische UKW-Radio ist klanglich um Längen besser. Solche Live-Übertragungen waren früher was für Tonband-Freunde, die die Konzerte mitgeschnitten haben und damit kostenlos wertvolle Tondokumente im Archiv hatten. Da wusste man eben noch, wofür man seine GEZ-Gebühren zahlt. Der technische Fortschritt im Zeitalter der Daten-Komprimierung hat das fast zunichte gemacht. Gut, dass die Deutschen dem klanglich überlegenen UKW-Radio nach wie vor die Treue halten. 

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu MP3-Player hier.

Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Natürlich kann sich Internetradio sehr gut anhören, es kommt halt auf die Komprimierung und Ausgabe an. Trotzdem vermisse ich speziell im Internet unkomprimierte Musik, is aber mit beschränkter...

Hmm, klingt sehr plausibel was du da so von dir gibst. Wenn du schon ein Ohr an der Kloschüssel hast, ziehe in Erwägung, den Kopf mal ganz einzutauchen.

ballert mit halbwahrheiten auf halbwahrheiten. hauptsache mal was geschrieben. er meint, fm hat eine bessere klangquali als 192kbps. aha. naja, wenn der sendemast direkt neben dem schlafzimmer steht. der...

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