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Canon Powershot SX130 IS im Test: Kompaktkamera mit großer Brennweite
Zwölffacher Zoom und optischer Bildstabilisator

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Bei der Canon Powershot SX130 IS stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis. Die Kompaktkamera kostet weniger als 200 Euro und verfügt über eine umfangreiche Ausstattung, eine unkomplizierte Bedienung und liefert unter Ideallbedingungen eine gute Bildqualität.

Die Canon Powershot SX130 IS verspricht viel Brennweite für wenig Geld: Das Objektiv der Kompaktkamera verfügt über einen zwölffachen Zoom und einen optischen Bildstabilisator. Trotzdem kostet sie deutlich weniger als 200 Euro. Der niedrige Preis legt nahe, dass der Hersteller an einigen Stellen gespart haben muss.

Große Brennweite und Standard-Bildsensor

Canon baut in die Powershot SX190 IS den Kompaktkamera-Standard-Bildsensor ein. Der CCD-Chip verfügt über eine Größe von 1/2,3 Zoll und liefert Fotos mit bis zu 12,1 Megapixeln sowie Videos in HD-Auflösung. Die Verarbeitung der Bilddaten übernimmt ein Digic-4-Bildprozessor.

Das Objektiv bietet dem Fotografen einen zwölffachen Zoom. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 28 bis 336 Millimetern. Die Linse bewegt sich zügig und der Autofokus findet schnell einen oder mehrere Punkte zum Scharf stellen. Ein optischer Bildstabilisator sorgt dafür, dass der Nutzer auch bei längeren Belichtungszeigen Fotos ohne Unschärfe aufnehmen kann.

Die Canon Powershot SX130 IS bietet dem Nutzer zahlreiche Aufnahmeprogramme. Die Auswahl reicht von einer Vollautomatik über Szenenprogramme mit abgespeicherten Voreinstellungen und halbautomatischen Programm-, Zeit- und Blendenautomatiken bis zu einer komplett manuellen Steuerung.

Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite ersetzt den optischen Sucher und dient zur Wiedergabe der Aufnahmen. Die Anzeige mit einer Auflösung von nur 230.000 Pixeln erlaubt die bequeme Auswahl des Bildausschnitts, ist jedoch stark Blickwinkelabhängig. Schon nach etwa zehn Grad verfälschen sich die Farben und nach rund 45 Grad lässt sich auf dem Monitor nichts mehr erkennen.

Canon Powershot SX130 IS im Test

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Ein optischer Bildstabilisator sorgt für ruhige Aufnahmen.

Einfache Bedienung mit umfangreicher Kontrolle

Die Bedienung der Canon Powershot SX130 IS erfolgt mit den Fingern der rechten Hand. Seine Linke benötigt der Fotograf nur um die Kamera zu stabilisieren und das Blitzlicht zu öffnen. Die einzelnen Tasten weisen klare Druckpunkte auf, nur das Moduswahlrad könnte ein wenig leichtgängiger sein.

Über den Vier-Wege-Steuerring erreicht der Fotograf die Auswahlmenüs für das Blitzlicht, den Selbstauslöser, die Fokusart und die Lichtempfindlichkeit direkt. In der Mitte des Drehrings befindet sich die "Func.Set"-Taste mit dieser öffnet der Nutzer eine Seitenleiste, in der sich je nach Aufnahmeprogramm weitere Einstellungen unkompliziert ändern lassen.

Über weitere Tasten schaltet der Fotograf bei der Powershot SX130 IS die Gesichtserkennung an, verstellt die Belichtungskorrektur, verändert das Erscheindungsbild des Displays und gelangt in das übersichtliche Hauptmenü mit seinen zwei Untermenüs.

Die Auswahl von Blende und Belichtungszeit im manuellen Aufnahmeprogramm erfolgt über den Drehring und die Belichtungskorrekturtaste. Dies Lösung erweist sich im Test als stark gewöhnungsbedürftig, da der Nutzer anfangs öfter aus Versehen auf den Steuerring drückt und ihn nicht nur dreht.

Bildrauschen zerstört gute Bildqualität

Die Aufnahmen der Powershot SX130 IS fallen für eine Kompaktkamera überraschend gut aus, zeigen aber auch die typische Anfälligkeit für Bildrauschen. Die Fotos verfügen über eine hohe Detailgenauigkeit und deutliche Konturen. Die Farbwiedergabe erscheint natürlich und Kontraste fallen angenehm aus.

Ein leichtes Bildrauschen lässt sich jedoch bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 200 erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Die Störungen auf den Fotos treten erst bei ISO 1.600 so stark auf, dass sie bei einer Verkleinerung der Datei auf ein Viertel der ursprünglichen Größe noch auffallen.

Canon Powershot SX130 IS Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 400, Blende 3.4, 1/15 Sekunde.

Videos nimmt die Canon Powershot SX130 IS in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixel und 30 Bildern in der Sekunde auf. Bei der Aufnahme von bewegten Bildern sind die positiven Auswirkungen des optischen Bildstabilisators deutlich zu erkennen, da er selbst bei großen Brennweiten für einen merklich ruhigeren Bildausschnitt sorgt.

Die Videos der SX130 IS bieten ebenfalls eine hohe Detailgenauigkeit und natürlich wirkende Farben. Zeilenverschiebungen treten nicht auf, der Autofokus stellt sich zügig auf neue Motive ein und die gesamte Brennweite des Objektivs steht zur Verfügung.

Allerdings reagiert der automatische Weißabgleich nur spürbar verzögert auf veränderte Lichtverhältnisse und passt die Belichtungseinstellungen entsprechend langsam an. Teilweise entstand bei sehr hellen Lichtquellen ein so genannter Blooming-Effekt. Das interne Mikrofon der Powershot SX130 IS nimmt Ton nur vergleichsweise leise auf und ein Sprecher, der hinter der Kamera steht ist kaum zu hören.

AA-Batterien und nur ein Anschluss

Die Canon Powershot SX130 IS steckt in einem Kunststoffgehäuses und liegt sicher in der Hand. Die Kamera wirkt ordentlich und robust verarbeitet, eine Wölbung auf der Vorderseite sorgt für einen festen Halt.

Die Stromversorgung der Powershot SX130 IS übernehmen zwei Akkus oder Batterien vom Typ AA. Diese befinden sich nicht im Lieferumfang. Im Test hielten die Batterien nicht mal einen Tag durch und lieferten bei mäßiger Nutzung bereits am frühen Nachmittag keine Energie mehr. Leistungsstarke und wiederaufladbare Akkus sind also zu empfehlen.

Die SX130 IS speichert Fotos und Videos auf SD-, SDHC-, und SDXC-Speicherkarten ab. Canon stattet die Kamera nur mit einer einzigen Schnittstelle aus. Hierbei handelt es sich um einen kombinierten USB- und AV-Anschluss.

Fazit: Viel Zoom für wenig Geld

Die Canon Powershot SX130 IS bietet für ihren niedrigen Preis eine umfangreiche Ausstattung - wozu unter anderem der große Zoombereich und der Bildstabilisator gehören - und bei ausreichender Beleuchtung eine gute Bildqualität. Diese nimmt allerdings mit steigender Lichtempfindlichkeit ab und bei der Bedienung und Ausstattung muss der Fotograf ebenfalls einige Abstriche hinnehmen.

So lässt sich zum Beispiel das Moduswahlrad nur schwer bewegen, der Bildschirm weist eine große Blickwinkelabhängigkeit auf und der nicht mitgelieferte Akku verursacht nicht nur weitere Kosten, sondern mitunter auch Frust, wenn die gekauften Batterien zu wenig Strom liefern. Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon für die Powershot SX130 IS liegt bei 209 Euro. Online-Händler verkaufen die Kamera sogar schon für rund 160 Euro.

Mit ihren zwölffachen Zoom verfügt die Powershot SX130 IS für eine Kompaktkamera über einen großen Zoombereich. Es sind zwar schon viele Modelle mit zehnfachen Zoom - wie die Ricoh CX4, Samsung WB550, Sony Cybershot H55, Kodak Easyshare Z950, Casio Exilim EX-H15 oder die Fujifilm Finepix F80EXR - erhältlich, die Auswahl an kompakten Modellen mit größeren Brennweiten ist dagegen noch überschaubar. Canon bietet zum Beispiel die Powershot SX210 IS an.

Kommentare zu diesem Artikel

Bei der Canon Powershot SX130 IS stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis. Die Kompaktkamera kostet weniger als 200 Euro und verfügt über eine umfangreiche Ausstattung, eine unkomplizierte Bedienung und liefert unter Ideallbedingungen eine gute Bildqualität.

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  • Webster schrieb Uhr
    AW: Canon Powershot SX130 IS im Test: Kompaktkamera mit großer Brennweite

    Gerade die AA-Batterien sind es, die mich zum Kauf der Kamera bewegt haben. Keine extra-Batterienformat mit extra Ladegerät, wo Ersatzbatterie extra teuer sind. Verwende hochwertige AA-Batterien, funktioniert lange und super. Kaufe keine Kamera mehr mit anderen Batterien.

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Kompakte Kamera große Brennweite: Die Canon Powershot SX130 IS verfügt über ein Objektiv mit zwölffachem Zoom und einem optischen Bildstabilisator.
http://www.netzwelt.de/news/85603-canon-powershot-sx130-is-test-kompaktkamera-gross-brennweite.html
2011-02-13 08:45:57
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