Webgrößen zeigen verstärktes Interesse an Kurznachrichtendienst
Facebook und Google: Die 10.000.000.000-Dollar-Offerte an Twitter
Der Kurznachrichtendienst Twitter steht möglicherweise vor einem Verkauf. Laut einem Bericht der US-amerikanischen Zeitung Wall Street Journal gab es informellle Gespräche mit mehreren Interessenten, darunter befinden sich auch der Internet-Konzern Google und das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook. Hierbei wurden laut dem Bericht für Twitter bis zu 10 Milliarden US-Dollar geboten.

Diese Summe überrascht, denn Twitter hat im vergangenen Jahr gerade einmal einen Erlös von 45 Millionen US-Dollar erzielt, der durch Investitionen in ein neues Datenzentrum und Personal bereits wieder aufgezehrt ist. Für dieses Jahr rechnet der Kurznachrichtendienst laut Wall Street Journal mit einem Umsatz von 100 bis 110 Millionen US-Dollar. Twitter schafft es im Gegensatz zu anderen Web 2.0-Diensten immer noch nicht aus seiner großen Popularität Kapital zu schlagen, die Unternehmensspitze ist hier weiter auf der Suche nach entsprechenden Geschäftsmodellen. Zurzeit laufen Versuche, das Angebot durch Werbung zu finanzieren.
Verständliches Interesse
Laut Wall Street Journal seien alle Verkaufsgespräche bislang ohne konkrete Ergebnisse verlaufen. Dies könnte sich allerdings ändern, sollte der Kurznachrichtendienst auch weiterhin finanziell nicht auf die Beine kommen. Denn das Interesse an Twitter ist zumindest bei Facebook und Google sicherlich nicht geringer geworden. Facebook würde mit Twitter einen der wenigen ernsthaften Konkurrenten im Bereich der sozialen Netzwerke übernehmen. Facebook hat nach eigenen Angaben rund 500 Millionen Nutzer, Twitter 145 Millionen. Google könnte durch eine Übernahme in diesem Segment endlich Fuß fassen, bislang zählt Social Media zu den großen Schwachstellen von Google. Der Suchmaschinenanbieter hat 2006 mit YouTube bereits einmal einen erfolgreichen Web 2.0-Dienst übernommen. Der Kaufpreis für das Videoportal betrug damals 1,65 Milliarden US-Dollar.






