Optischer Bildstabilisator, beweglicher Bildschirm und zwei Speicherkarten

Olympus E-5 im Test: Spiegelreflexkamera für Profis

Nach einer gefühlten Ewigkeit hat Olympus mit der E-5 sein Topmodell im Spiegelreflexbereich überarbeitet und an den aktuellen Standard angepasst. Anders als andere DSLR-Hersteller setzt das Unternehmen auf die kleineren Four-Thirds-Sensoren und gibt sich bei den Videos mit einer HD-Auflösung zufrieden.

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Olympus E-5: Mit der E-5 meldet sich Olympus in der Oberklassse der Spiegelreflexkameras zurück. Doch die Kokurrenz für die Kamera mit Live MOS Sensor und HD-Videofunktion ist gut aufgestellt. Zum Video: Olympus E-5

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kleinerer Bildsensor liefert trotzdem gute Bilder
  2. 2Keine Vollautomatik, aber umfangreiche manuelle Kontrolle
  3. 3Optischer Bildstabilisator und beweglicher Bildschirm
  4. 4Platz für zwei Speicherkarten
  5. 5Fazit: Fast nur für Profis
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Kleinerer Bildsensor liefert trotzdem gute Bilder

Olympus verwendet wie bei seinen bisherigen Spiegelreflexkameras auch bei der E-5 das Four-Thirds-System. Der Highspeed Live MOS Sensor verfügt dementsprechend über ein Seitenverhältnis von 4:3 und eine Fläche von 17,3 x 13 Millimetern. Damit fällt er etwas kleiner aus, als die APS-C-Sensoren, die in vielen DSLR-Modellen anderer Hersteller stecken. Fotos erreichen einen maximale Größe von 12,3 Megapixeln und Videos eine HD-Auflösung.

Die Aufnahmen der Olympus E-5 überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit, klaren Konturen, angenehmen Kontrasten und natürlich wirkenden Farben. Letztere leiden aber unter dem schlechten automatischen Weißabgleich. Will der Fotograf zum Beispiel unter Kunstlicht keine gelbstichigen Fotos aufnehmen, sollte er den Weißabgleich manuell durchführen.

Zusätzlich weisen die Bilder der E-5 eine große Rauscharmut auf. Ein sehr leichtes Bildrauschen lässt sich erst bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 800 erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Selbst beim Höchstwert ISO 6.400 fallen die Bildstörungen so gering aus, dass die Fotos für die private Nutzung noch zu gebrauchen sind. Profis würden diese Bilder aber nur verwenden, wenn sich das Motiv nicht noch einmal besser fotografieren lässt.

Olympus E-5 Testbilder

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Die HD-Videos der Olympus E-5 verfügen über eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde. Farblich bieten die Filme die gleiche hohe Qualität wie die Fotos, weisen allerdings eine niedrigere Detailgenauigkeit auf, die für bewegte Bilder aber immer noch ausreicht.

Der automatische Weißabgleich arbeitet sehr langsam und passt die Belichtungseinstellungen nur ein wenig an neue Lichtverhältnisse an. Als Folge verfälschen unter anderem die Farben. Zeilenverschiebungen treten allerdings nicht auf und das interne Mikrofon nimmt auch leise Gespräche verständlich auf. Das Mikro schafft es, laute Geräusche so herauszufiltern, dass sie keine Dominanz erlangen.

Der Autofokus liefert bei der Videoaufzeichnung gute Ergebnisse, aber nur mit der manuellen Fokussierung stellt der Nutzer genau die Bereiche scharf, die er im Fokus sehen will. Der Autofokus sucht sich seine eigenen Bezugspunkte und hinterlässt zudem hörbare Zeugnisse seiner Arbeit auf der Tonspur der Videos.

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