Geräte in einigen Monaten erhältlich
Brüssel: Erstes Universalladegerät für Handys vorgestellt
In Brüssel wird heute das erste universale Ladegerät für Handys vorgestellt. In Zukunft werden alle Mobiltelefone über eine einheitliche Schnittstelle zum Laden verfügen - die ersten Geräte sollen dieses Jahr in den Handel kommen.

Die Industrie hat sich dabei für den Micro-USB-Anschluss als Standard entschieden. Dadurch können die Mobiltelefone nicht nur über die Schnittstelle geladen, sondern auch mit dem Computer verbunden werden. Das erste Modell der neuen Ladegeräte wird in Brüssel an den EU-Kommissar Antonio Tajani übergeben, berichtet der Brachenverband Bitkom.
Vorteile für Verbraucher und die Umwelt
Derzeit besitzen Nutzer meistens viele unterschiedliche Ladegeräte, da der Kauf eines neuen Handys meistens auch ein neues Ladegerät mit sich gebracht hat. Nutzer können jetzt künftig ein einmal erworbenes Ladegerät behalten und für neue Geräte weiter benutzen. Außerdem können sich Personen in einem Haushalt oder in einem Büro ein Ladegerät teilen. Davon profitiert auch die Umwelt - es wird weniger Elektroschrott produziert wird. Außerdem sollen die neuen Ladegeräte sehr energieeffizient sein.
Die Industrie hatte sich bereits 2009 für eine universelle Schnittstelle entschieden und reagierte dadurch auf eine Forderung der EU-Kommission. Zu Beginn ist die Branche davon ausgegangen, dass der Anschluss im Jahr 2012 kommt. Später hieß es dann Nutzer könnten bereits 2010 mit entsprechenden Geräten rechnen, bevor dann 2011 für die Markteinführung feststand.
Technische Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Für die Umsetzung eines universalen Ladegerätes mussten einige technische Hürden genommen werden. Denn bislang waren Akkus technologisch und elektrochemisch oft sehr unterschiedlich aufgebaut. Auch die Spannungen und Kapazitäten der einzelnen Mobiltelefon-Modelle haben sich unterschieden. Mit der Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien wurde dann die Grundlage für einheitliche Anschlüsse und Ladegeräte gelegt.
