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Hohe Bildqualität: Kompaktkamera Canon Powershot G12 im Test
Bildsensor mit großer Fläche liefert hochwertige Aufnahmen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Die Canon Powershot G12 gehört zu den wenigen Kompaktkameras, die anspruchsvolle Fotografen zufrieden stellen können. Sie bietet einen umfangreichen manuellen Zugriff auf die Aufnahmeeinstellungen und überzeugt mit ihrer Bildqualität.

Die G-Serie von Canon steht für das Spitzenmodell unter den Kompaktkameras des Unternehmens. Die neue Powershot G12 macht da keine Ausnahme. Ihr großer Bildsensor erweist sich als Garant für eine gute Bildqualität und bei der Bedienung kann der Fotograf die komplette Kontrolle übernehmen.

Großer Bildsensor und beweglicher Bildschirm

Den größten Unterschied zwischen der Canon Powershot G12 und den günstigeren Kompaktkameras macht die Fläche des CCD-Bildsensors aus. Er liefert bei einer Größe von 1/1,7 Zoll eine Auflösung von zehn Megapixeln.

Das Objektiv der Powershot G12 verfügt über einen fünffachen Zoom und eine große Anfangsblende von F2.8. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 28 bis 140 Millimetern. Die Linse bewegt sich zügig, gehört aber nicht zu den schnellsten ihrer Art. Gleiches lässt sich über den Autofokus sagen, der sich gemächlich seine Motive zum Scharfstellen sucht.

Auf Wunsch übernimmt die Powershot G12 in der automatischen Betriebsart alle Belichtungseinstellungen. Darüber hinaus bietet die Kamera halbautomatische und ein manuelles Aufnahmeprogramm, über dessen Funktionsumfang sonst fast nur Spiegelreflexkameras verfügen. Unter die 20 Szenenprogramme haben sich auch praktische Hilfsmittel wie Panorama-Assistenten, eine HDR-Automatik sowie Filter, die die Farben verändern oder Fischaugen- und Miniatur-Effekte erzeugen, gemischt.

Canon Powershot G12 im Test

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Der CCD-Bildsensor verfügt über eine größere Fläche als die Chips in den meisten anderen Kompaktkameras.

Den 2,8 Zoll großen Bildschirm kann der Nutzer aufklappen und drehen. Auf der Anzeige mit einer Auflösung von 461.000 Pixeln lässt sich das Sucherbild gut erkennen. Die Betrachtungswinkel liegen nur knapp unter den maximal möglichen 180 Grad. Als eine der wenigen Kompaktkameras verfügt die Powershot G12 über einen optischer Sucher. Dieser fällt deutlich kleiner aus, als im Spiegelreflexbereich. Brennweitenveränderungen des Objektivs bildet der Sucher ab. Anders als bei DSRL-Kameras zeigt er aber keine zusätzlichen Informationen an.

Umfangreiche und angenehme Bedienung

Die Canon Powershot G12 gestattet dem Nutzer eine umfangreiche Bedienung, die sich aber angenehm gestaltet. So weisen die Tasten und Knöpfe klare Druckpunkte auf. Nur der Auslöser schert aus, der Zwischenpunkt für den Autofokus lässt sich kaum spüren, so dass der Fotograf die Aufnahme leicht ohne Fokussierung auslöst.

Die meisten Bedienelemente sind bequem mit den Fingern der rechten Hand zu erreichen. Mit der linken Hand verstellt der Fotograf nur das Drehrad mit der Belichtungskorrektur und schaltet den Neutraldichte- oder Graufilter ein und aus.

Lichtempfindlichkeit und Aufnahmeprogramm bestimmt der Fotograf ebenfalls über Drehräder auf der Oberseite der Powershot G12. Blende und Belichtungszeit wählt der Nutzer mit dem Schieberädchen an der Vorderseite sowie dem drehbaren Rahmen des Vier-Wege-Steuerrings auf der Rückseite aus.

Über den Vier-Wege-Steuerring hat der Fotograf direkten Zugriff auf die Einstellungen zur Fokusart, des Blitzlichts oder des Selbstauslösers und schaltet den manuellen Fokus an und aus. Die vier weiteren Tasten dienen zur Auswahl der Art des AF-Messfeldes und dessen Position sowie der Menge der auf dem Display angezeigten Informationen - und natürlich um in das Hauptmenü zu gelangen.

Das Hauptmenü der Powershot G12 von Canon ist in drei Untermenüs aufgeteilt und erweist sich als übersichtlich gestaltet. Für die Aufnahme relevante Einstellungen erreicht der Fotograf aber schneller über die "Func.Set"-Taste in der Mitte des Steuerrings. Sie aktiviert eine Menüleiste, durch die der Nutzer wie durch das Hauptmenü mit dem Vier-Wege-Steuerring navigiert.

Hervorragende Bildqualität

Die Aufnahmen der Canon Powershot G12 gehören in Sachen Bildqualität eindeutig zur Spitzengruppe im Kompaktkamerabereich - stehen aber noch hinter den großen Bildsensoren aus den Spiegelreflexkameras. Die Aufnahmen verfügen über eine sehr hohe Detailgenauigkeit und die Farbwiedergabe wirkt natürlich. Die Konturen zeichnen sich klar und deutlich ab, die Kontraste fallen angenehm aus.

Ab einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 lässt sich ein Bildrauschen erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Aber erst bei ISO 3.200 treten die Störungen so stark auf, dass sie bei einer um 75 Prozent verkleinerten Ansicht zu erkennen sind. Trotzdem eignen sich die Fotos dann noch für den privaten Gebrauch.

Canon Powershot G12 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 400, Blende 2.8, 1/15 Sekunde.

Videos zeichnet die Powershot G12 maximal in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Detailgenauigkeit erweist sich für Filme als ausreichend und die Farben wirken in der Regel natürlich. Dies gilt allerdings nur solange sich die Beleuchtung nicht ändert, da der automatische Weißabgleich sehr lange benötigt, um die Belichtungseinstellungen anzupassen.

Der Autofokus zieht in den Videos leicht nach und statt des fünffachen optischen Zooms steht nur ein Digitalzoom, der die Bildqualität verschlechtert, während der Aufzeichnung zur Verfügung. Das interne Mikrofon nimmt nur Ton verständlich auf, der von vorne auf die Kamera trifft.

Schwere Kamera ohne USB-Anschluss

Mit 402 Gramm wiegt die Powershot G12 von Canon deutlich mehr als die meisten anderen Kompaktkameras. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, wirkt aber trotzdem ordentlich verarbeitet, robust und hochwertig. Die leicht gewölbte Grifffläche auf der Vorderseite und die Daumenablage auf der Rückseite sind gummiert, so dass der Fotograf die Kamera sicher in der Hand hält.

Fotos und Videos speichert die Powershot G12 auf SD-, SDHC- und SDXX-Speicherkarten ab. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku. An der Seite der Kamera befinden sich eine HDMI-Schnittstelle, ein Anschluss für einen Fernauslöser sowie eine kombinierte USB- und AV-Buchse, die Canon mit "AV/Digital" beschriftet.

Fazit: Klobige Kamera schießt schöne Bilder

Rein äußerlich mag die Canon Powershot G12 zwar klobig erscheinen, doch die Technik im Inneren liefert für eine Kompaktkamera eine hervorragende Bildqualität. Bei der Ausstattung verzichtet der Hersteller auf Spielkram und gibt dem Fotografen stattdessen eine umfangreiche Kontrolle über die Einstellungen - so er sie den haben will. Mit den kleinen Mängeln der Kamera kann der Fotograf gut auskommen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon für die Powershot G12 liegt bei stolzen 549 Euro. Im Internet verkaufen Online-Händler die Kamera deutlich günstiger und verlangen teilweise nur rund 430 Euro.

Canon bietet nicht als einziger Kamerahersteller ein hochwertiges Kompaktmodell an. Zur direkten Konkurrenz gehören die Panasonic Lumix LX5, die Samsung EX1 und die Nikon Coolpix P7000, aber auch das Vorgängermodell Powershot G11 hat seine Existenzberechtigung noch nicht verloren.

Kommentare zu diesem Artikel

Die Canon Powershot G12 gehört zu den wenigen Kompaktkameras, die anspruchsvolle Fotografen zufrieden stellen können. Sie bietet einen umfangreichen manuellen Zugriff auf die Aufnahmeeinstellungen und überzeugt mit ihrer Bildqualität.

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  • capa schrieb Uhr
    AW: Hohe Bildqualität: Kompaktkamera Canon Powershot G12 im Test

    Hallo 2komma9, danke für den qualifizierten Hinweis. Es stimmt natürlich, dass die Powershot G12 über einen USB-Anschluss, genauer eine AV-USB-Kombination verfügt. Canon beschriftet sie an der Kamera mit "AV / Digital", die drei Buchstaben "USB" oder das USB-Logo fehlen, was in der Redaktion für ein klein wenig Verwirrung sorgte. Der Text ist jetzt korrigiert. Grüße Capa P.S.: Dieser Test entstand über sieben Jahre in mühevoller Kleinarbeit ...
  • 2komma9 schrieb Uhr
    AW: Hohe Bildqualität: Kompaktkamera Canon Powershot G12 im Test

    also dieser Test disqualifiert sich leider durch die Aussage das es keinen USB-Anschluss gibt. Wie haben sie denn die Bilder auf den Computer kopiert? Mit einem Card Reader? Schön, aber warum liefert Canon ein USB Kabel mit? Weil man es auch an die Kamera anschließen kann. Eine Bedienungsanleitung ist zwar nicht mitgeliefert, aber unter Erste Schritte ist auch das Kabel abgebildet. Das war wohl ein 5 Minuten Test zwischen Tür und Angel - meine Güte etwas mehr Sorgfalt täte nicht schaden. Welcher Hersteller liefert denn eine Kamera ohne USB-Anschluss? Also in Demut versinken und noch einmal probieren. Wenn Sie es dann immer noch nicht schaffen sage ich ihnen auch wo der ist ;)

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Hohe Bildqualität: Kompaktkamera Canon Powershot G12 im Test
Hohe Bildqualität: Kompaktkamera Canon Powershot G12 im Test
Diese Kompaktkamera stellt auch anspruchsvolle Fotografen zufrieden: Die Canon Powershot G12 gewährt nicht nur eine umfangreiche manuelle Kontrolle, sondern überzeugt im Test auch mit ihrer Bildqualität.
http://www.netzwelt.de/news/85540-hohe-bildqualitaet-kompaktkamera-canon-powershot-g12-test.html
2011-02-05 12:30:07
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