Unternehmen in die Pflicht

Kommentar: Die Facebook-Revolution

Revolution. Das Wort hat man in der IT-Branche in den letzten Jahren oft gehört. Meistens dann, wenn es um "neue Internet-Trends" oder die sozialen Netzwerke ging, die unser Alltagsleben angeblich so revolutionieren. Dass die harmlosen Plauderseiten von Facebook oder Twitter mal bei einer ganz echten Revolution eine Rolle spielen könnten, auf die Idee wäre vor kurzem niemand gekommen.

Die Rubrik "Aktuelles" auf der Homepage der Ägyptischen Botschaft am 3. Februar 2010. Vertrag mit Burkina Faso unterzeichnet, aber kein Wort zu den Unruhen in Kairo. (Bild: Screenshot)
Die Rubrik "Aktuelles" auf der Homepage der Ägyptischen Botschaft am 3. Februar 2010. Vertrag mit Burkina Faso unterzeichnet, aber kein Wort zu den Unruhen in Kairo. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Despoten hassen Facebook und Co.
  2. 2Selbstverpflichtung der Unternehmen
  3. 3Fortschritte beim Umweltschutz
  4. 4Internet als idealistisches Medium
Werbung

Zuerst Iran, dann Tunesien, jetzt Ägypten. Überall sind die Menschen auf die Straße gegangen und haben demonstriert. Gegen korrupte Despoten. Für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Chancengleichheit. Viele der zumeist jungen Leute haben sich mit Hilfe von Facebook und Twitter zusammengefunden, haben damit Informationen ausgetauscht, Nachrichten an die Außenwelt geschickt und ihre Demonstrationen organisiert.

Auch Wikileaks wäre zu nennen. Angeblich hat eine Veröffentlichung von Wikileaks über die Ausschweifungen der Präsidentenfamilie wesentlich mit dazu beigetragen, die Revolution in Tunesien anzufachen. Einige Journalisten haben die Demonstrationen in Ägypten schon "die Facebook-Revolution" genannt. Das Regime in Ägypten sieht das anscheinend ganz ähnlich und hat für einige Tage kurzerhand das ganze Internet gekappt

Despoten hassen Facebook und Co.

Auch wenn die Bedeutung von Facebook, Twitter und Co. für das Entstehen und den Verlauf der Proteste in Ägypten vielleicht etwas überschätzt wird, so ist doch eines klar geworden: Digitale Kommunikationstechniken wie Handys, Internet und soziale Netzwerke spielen im politischen Leben eine immer größere Rolle. Egal ob Suchmaschinenbetreiber, Internet-Provider, Mobilfunkanbieter oder soziales Netzwerk, sie alle haben Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen, denn ihr Geschäft ist es, Kommunikation und Information zu organisieren. Sie beschleunigen die Verbreitung von Informationen und sorgen für Transparenz. Deshalb hassen alle Despoten Internet, Facebook und Co. 

Und deshalb wächst den Unternehmen auch eine neue Verantwortung zu. 

Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Findet diesen Beitrag gut! Die technologische Revolution umfasst: - die massenhafte Verbreitung von Computern, Handhelds und Mobiltelefonen - die Verfügbarkeit kleiner und handlicher...

Kommentieren