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Panasonic HDC-TM700 im Test: Full-HD-Camcorder mit internem Speicher
Zwölffacher Zoom und beweglicher Touchscreen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Auf den ersten Blick erweckt der Full-HD-Camcorder HDC-TM700 von Panasonic mit seinem 32 Gigabyte großen internen Speicher sowie seinem zwölffachen Zoom Aufmerksamkeit. Doch als wahres Herzstück erweist sich das 3MOS-System mit drei Bildsensoren.

Mit seinen drei Bildsensoren ähnelt der Panasonic HDC-TM700 eher professionellen Fernsehkameras als herkömmlichen Camcordern. Diese Technik lässt auf qualitativ hochwertige Videos in Full-HD-Auflösung hoffen. Der zwölffache Zoom eröffnet einen großen Freiraum bei der Motivgestaltung und der interne Speicher bietet Platz für mehrere Stunden Filmaufnahmen.

Drei Sensoren für ein Bild

Panasonic verbaut in dem HDC-TM700 ein 3MOS-System, dass aus drei Bildsensoren besteht. Jeder von ihnen liefert bei einer Fläche von 1/4,1 Zoll eine Auflösung von 2,53 Megapixeln. Damit würde schon einer dieser Chips für eine Full-HD-Auflösung ausreichen. Das Trio sorgt für eine deutlich höhere Bildqualität als ein einzelner Sensor.

Das Objektiv des TM700 verfügt über einen zwölffachen optischen Zoom. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 35 bis 420 Millimetern. Mit der Zoomwippe bestimmt der Nutzer, ob sich die Linse sehr langsam oder sehr schnell bewegt. Der Autofokus stellt in der Regel zügig das gewählte Motiv scharf. Ein optischer Bildstabilisator sorgt für eine ruhige Aufnahme.

Der Nutzer steht bei der HDC-TM700 vor der Wahl der "intelligenten Automatik" die Auswahl der Belichtungseinstellungen zu überlassen, oder sie im manuellen Betrieb eigenhändig vorzunehmen. Zusätzlich sind in dem Camcorder Voreinstellungen für zehn unterschiedliche Aufnahmesituationen abgespeichert. Eine Gesichtserkennung passt die Belichtung und den Fokus an erkannte Personen an.

Panasonic HDC-TM700 im Test

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In dem Camcorder stecken drei Bildsensoren.

Der drei Zoll große Bildschirm des TM700 lässt sich wie bei eigentlich allen Camcordern aufklappen und drehen. Der Touchscreen mit einer Auflösung von 230.400 Pixeln fungiert als Sucher und Bedienelement. Die Anzeige verfügt über große Betrachtungswinkel von jeweils rund 170 Grad. Der kleine elektronisch Sucher an der Rückseite der Kamera lässt sich zwar ausziehen, bietet allerdings nur eine kleine Ansicht, deren Betrachtung die Augen sehr anstrengt.

Touchscreen und ein paar Tasten

Die Bedienung des Panasonic HDC-TM700 erfolgt über einige Tasten und den Touchscreen. Während der Touchscreen schon auf sanfte Berührungen reagiert, fallen die Druckpunkte der Knöpfe ungenau bis sehr schwammig aus. Eine Ausnahme bildet die Zoomwippe mit der sich die Brennweite des Objektives bequem und genau kontrollieren lässt.

Unterhalb des Touchscreens befinden sich mehrere Tasten, die allerdings nur mit dem Fingernagel und nicht mit der Fingerkuppe gut zu kontrollieren sind. Glücklicherweise handelt es sich zum Teil um Funktionen, deren Kontrolle auch anderen Bedienelemente gestatten. Ins Haupt- und das Qualitätsmenü gelangt der Nutzer allerdings nur über diese Tasten.

Die einzelnen Untermenüs erstrecken sich über bis zu acht Bildschirmseiten und erschweren so die Orientierung und Anpassung von Einstellung. Mit der Zeit gewöhnt sich der Nutzer aber an die teilweise unübersichtliche Anordnung der Menüs und Schaltflächen.

Hohe Detailgenauigkeit und geringes Bildrauschen

Der Panasonic HDC-TM700 nimmt Videos in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln und bis zu 50 Vollbildern in der Sekunde auf. Die Aufnahmen bestechen mit natürlich wirkenden Farben und vor allem einer sehr hohen Detailgenauigkeit. Durch sie fallen auch die Konturen klar und deutlich aus.

Anders als bei vielen günstigeren Camcordern lässt sich auch bei schlechteren Lichtverhältnissen - zum Beispiel Innenaufnahmen bei Kunstlicht - kaum ein Bildrauschen erkennen.

Das interne Mikrofon des HDC-TM700 liefert einen gut verständlichen Ton. Der automatische Weißabgleich erweist sich bei der Anpassung der Belichtungseinstellungen an neue Lichtverhältnisse als ein wenig träge.

Panasonic HDC-TM700 Testbild

Fotos nimmt die TM700 mit einer Auflösung von 13,3 Megapixeln auf. Die Bilder können problemlos mit der durchschnittlichen Bildqualität einer Kompaktkamera mithalten und so eignet sich der Camcorder gut für Schnappschüsse.

Interner Speicher und mitgelieferte Fernbedienung

Das Kunststoffgehäuse des Panasonic HDC-TM700 wirkt stabil und ordentlich verarbeitet. Der Camcorder lässt sich bequem greifen und liegt dank der Handschlaufe auch sicher in der Hand.

Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku, der Betrieb über ein Netzteil ist aber ebenfalls möglich. Der Camcorder verfügt über einen 32 Gigabyte großen internen Speicher auf dem mehrere Stunden Filmmaterial in hoher Auflösung Platz finden. Zusätzlich kann der Nutzer SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten einlegen.

An der Innenseite des TM700 befinden sich insgesamt drei Anschlüsse. Über eine HDMI- und eine AV-Multi-Schnittstelle lassen sich die Videos auf Fernsehern anzeigen und über den USB-Anschluss auf Computerfestplatten kopieren. An der Außenseite der Videokamera befinden sich noch ein Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss sowie ein Zubehörschuh. Im Lieferumfang des Camcorders befindet sich eine kleine Fernbedienung, die vor allem bei der Filmwiedergabe zum Einsatz kommt.

Fazit: Gute Bilder haben ihren Preis

Das von Panasonic im HDC-TM700 verbaute 3MOS-System liefert mit seinen drei Bildsensoren eine bessere Bildqualität als vergleichbare Camcorder, die eine höhere Auflösung mit nur einem Chip erreichen. Trotz einiger Kritikpunkte gestaltet sich die Bedienung im Großen und Ganzen unkompliziert. Die umfangreiche Ausstattung der Videokamera sollte für die meisten Anwender völlig ausreichen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Panasonic für den HDC-TM700 liegt bei 1.199 Euro. Online verkaufen Internet-Händler den Camcorder bereits für rund 1.000 Euro.

In einer ähnlichen Preisklasse wie der HDC-TM700 liegen auch der Canon Legria HF S20, der Samsung HMX-S15, der Sony HDR-CX350V oder Panasonics eigener 3D-Camorder HDC-SDT750.

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Auf den ersten Blick erweckt der Full-HD-Camcorder HDC-TM700 von Panasonic mit seinem 32 Gigabyte großen internen Speicher sowie seinem zwölffachen Zoom Aufmerksamkeit. Doch als wahres Herzstück erweist sich das 3MOS-System mit drei Bildsensoren.

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Panasonic HDC-TM700 im Test: Full-HD-Camcorder mit internem Speicher
Panasonic besinnt sich beim Full-HD-Camcorder HDC-TM700 auf die alte Fernsehtechnik und verbaut drei Bildsensoren, die eine bessere Bildqualität liefern sollen als ein einzelner Chip mit der gleichen Auflösung.
http://www.netzwelt.de/news/85504-panasonic-hdc-tm700-test-full-hd-camcorder-internem-speicher.html
2011-02-03 12:51:25
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Panasonic HDC-TM700 im Test: Full-HD-Camcorder mit internem Speicher