Browser und soziale Netzwerke verschmelzen

Doch keine Revolution: RockMelt-Browser im Kurztest

Im November 2010 sorgte die Ankündigung des Netscape-Gründers Marc Andreessen an einem neuen Browser namens RockMelt zu arbeiten für Aufsehen. Zunächst hatte aber nur eine begrenzte Anzahl an Nutzern Zugang zur Testversion, mittlerweile ist das Projekt in eine offene Test-Phase übergegangen. Netzwelt verrät, ob sich die Installation lohnt.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Software-Basis: Powered by Chrome
  2. 2Prinzip: Twitter, Facebook und RSS-Reader direkt im Browser
  3. 3Einschränkungen: Facebook ist erforderlich
  4. 4Fazit: Guter Anfang, noch keine Revolution
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Software-Basis: Powered by Chrome

Wer schon einmal mit Google Chrome gearbeitet hat, dem wird die Oberfläche von RockMelt vertraut vorkommen. Denn RockMelt basiert auf dem Open Source-Projekt Chromium, auf das auch Chrome aufbaut. Das hat den Vorteil, dass RockMelt Webseiten ähnlich schnell wie Chrome lädt. Im netzwelt-Test war der Browser dabei einen Tick schneller als Mozillas Firefox und deutlich schneller als Microsofts Internet Explorer.

Erst Anfang des Jahres haben die RockMelt-Entwickler den Software-Kern auf die aktuelle Chromium-Version 8 aktualisiert. Damit wurden nicht nur über 40 Fehler behoben, künftig ist über RockMelt auch der Chrome Web Store zugänglich, aus dem sich Nutzer Apps für ihren Browser laden können.

Prinzip: Twitter, Facebook und RSS-Reader direkt im Browser

Andreessen hat einen völlig neuen Browser angekündigt: Andere Browser hätten die Entwicklung des Internets verschlafen. Statt statischen Webseiten bestehe das Netz heute aus komplexen, dynamischen Webseiten und Web-Anwendungen, sagte er damals der New York Times. Dieser Entwicklung trägt RockMelt Rechnung: Der Browser integriert Facebook, Twitter und einen RSS-Reader "intelligent" in die Browser-Umgebung. Verbindet der Nutzer den RockMelt-Browser mit seinem Facebook- und Twitter-Konto hat er direkt aus dem Browser Zugriff auf alle Funktionen der Dienste ohne sie öffnen zu müssen. Am linken Bildschirmrand sieht er beispielsweise alle Facebook-Freunde, die derzeit online sind. Ein Klick auf ein Bild öffnet ein Chat-Fenster, alternativ kann auch eine Liste der letzten Facebook-Aktivitäten dieser Person angezeigt werden.

RockMelt im Kurztest

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Über der Leiste ist das eigene Profilbild zu sehen, ein Klick darauf ermöglicht es den eigenen Status zu aktualisieren und sich für den Facebook-Chat an- oder abzumelden. Auch Status-Nachrichten für Twitter können hierüber verfasst werden, allerdings ist es nicht möglich, gleichzeitig etwas in beiden Diensten zu veröffentlichen.

Am rechten Rand findet sich eine App-Leiste: Hier kann der Nutzer auf seine Twitter- und Facebook-Feeds zugreifen und weitere RSS-Feeds hinzufügen. Diese werden hier als kleines Symbol angezeigt und öffnen sich erst nach einem Klick darauf in einem Pop-Up-Fenster. Über Neuigkeiten informiert der Browser jeweils ebenfalls via PopUp. Zudem gibt es noch neben der Adresszeile die Share-Schaltfläche. Hierüber kann die aktuelle Seite direkt als Empfehlung bei Twitter oder Facebook gepostet werden. RockMelt generiert für Twitter sogar automatisch eine Short-URL. Wahlweise kann auch der Standort hinzugefügt werden.

Diese Funktionen sind im Alltag äußerst praktisch, da der Nutzer nicht ständig die Facebook- oder Twitter-Seite und zusätzlich noch einen RSS-Reader geöffnet haben muss. Neben Twitter oder Facebook können auch weitere Dienste über entsprechende Chrome-Erweiterungen hinzugefügt werden, etwa Foursquare. Allerdings ist hierüber dann zumeist nur der Zugriff auf Nachrichten-Feeds möglich.

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