Microsoft dementiert
Vorwurf: Bing kopiert Googles Suchergebnisse (Update)
Microsofts Suchmaschine Bing soll seine Treffer durch simples Kopieren der beliebtesten Google Ergebnisse verbessern - behauptet Google und veröffentlicht Beweise in seinem Firmenblog. Der Softwareriese aus Redmond dementiert den Vorwurf.

Auslöser für den Streit ist der Suchbegriff "torsorophy". Die Google-Suche liefert hierfür im Sommer 2010 den Begriff "tarsorrhaphy" als Korrekturvorschlag zurück und listete entsprechende Treffer zu diesem Begriff. Auf dem ersten Rang befand sich dabei der Wikipedia-Eintrag zu "tarsorrhaphy" einer seltenen Bewegung des Augenlids. Die Eingabe von "torsorophy" bei Bing lieferte dagegen lediglich Seiten, die den Begriff in dieser Form enthielten. Einige Zeit später wurde bei Bing aber wie bei Google der Wikipedia-Beitrag zu "tarsorrhaphy" auf Position 1 gelistet. Die weiteren Treffer verwiesen weiterhin auf den Begriff "torsorophy". In den folgenden Monaten registrierte Google weitere solcher Vorgänge.
Experiment sollte Microsoft überführen
Das kam Google seltsam vor und so startete der Konzern ein Experiment. Er erfand über 100 fiktive Suchbegriffe zu denen es keine Ergebnisse gab und verknüpfte sie in seiner Suchmaschine mit beliebigen realen Webseiten, auf der der Suchbegriff nicht verzeichnet war. Dann stattete Google 20 Programmierer mit Rechnern aus auf denen Windows und der Internet Explorer 8 neu aufgespielt worden waren. Die Programmierer suchten die 100 fiktiven Begriffe und klickten die gefundene Seite an. Wenige Zeit später lieferte Bing für die Begriffe das gleiche Ergebnis zurück. Laut Google scheint Microsoft über den Internet Explorer 8 zu ermitteln, welche Google-Suchen die Nutzer ausführen und welche Ergebnisse häufig angeklickt werden. Diese listet Bing dann entsprechend hoch. Der Internetkonzern fordert Microsoft auf, diese Praxis zu unterlassen.
Bing Vizepräsident Harry Shum räumte in einem Blogbeitrag ein, dass ein Teil des Suchergebnis-Ranking von Bing auf der Auswertung des Surfverhaltens von Nutzern, die freiwillig anonym ihre Daten an Microsoft senden, basiert. Darüber hinaus würden aber rund 1.000 weitere Faktoren hinzugezogen. Die heutige Geschichte sei ein Versuch im Stil eines Agent-Thrillers, mit außergewöhnlichen Suchbegriffen eine gängige Praxis zu diskreditieren. "Wir verstehen das als verstecktes Kompliment, aber Googles Experiment gibt nicht akkurat wieder, wie wir Nutzerdaten als eine von vielen Faktoren nutzen, um das Erlebnis der Bing-Nutzer zu verbessern", schrieb Shum im Bing-Blog. Microsofts Suchmaschine Bing hat sich zumindest in den USA zu einem ernsthaften Konkurrenten von Google entwickelt.
Update 3. Februar: Microsoft legt nach
Microsofts Yusuf Mehdi, Vizepräsident von Microsofts Online-Diensten, legt im Streit der Suchmaschinenanbieter noch einmal nach. Nachdem Bing-Vizepräsident Harry Shum bereits Googles Vorwürfe gekontert hat, verweist Mehdi nun im Bing-Blog darauf, dass Google auch Funktionen von Microsofts Suchmaschine übernehme, etwa das täglich wechselnde Hintergrundbild. Google bietet dies seinen Nutzern optional an. Allerdings würde Microsoft daraus keine Affäre machen, sondern sei froh, dass die Industrie gute und nützliche Ideen adaptiere.

Also wirklich... es gibt bestimmt Tausende die ihr Hintergrundbild Täglich wechseln. Haben die das dann auch von bing kopiert?
Einfach nur billig. Google ist und bleibt viel besser. Allein das es Benutzerfreundlicher ist :) bzw. anfängerfreundlicher.
Peinliche Nummer für Bing ... hiybbprqag = wer kommt den auf so etwas? :D