Was kommt danach?

Kommentar: Facebook löst Google ab

Vor ein paar Jahren noch wurde in der Publikumspresse bei Artikeln über die IT-Branche immer ein Satz des ehemaligen Intel-Chefs Andrew Grove zitiert: "Nur die Paranoiden überleben". So lautete der Titel seines Buches. Das Zitat sollte meistens demonstrieren, was für besessene Freaks diese Computerleute doch sind. Auch ich habe mich immer wieder gewundert, mit welcher Vehemenz die Branchenriesen Intel und Microsoft um jedes Prozent Marktanteil gekämpft haben und dabei auch vor rüden Methoden nicht zurückschreckten. So als ginge es um das Überleben des Unternehmens. Wieso haben die ihren Mitbewerbern keine Luft zum Atmen gelassen?

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Wachablösung: Facebook hatte 2010 in den USA erstmals mehr Seitenaufrufe als Google. (Bild: Screenshot)
Wachablösung: Facebook hatte 2010 in den USA erstmals mehr Seitenaufrufe als Google. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Personal Computer und der Hobby-Keller
  2. 2Windows und der Eichenschrank
  3. 3Google und das Billy-Regal
  4. 4Facebook und die Studenten-WG
  5. 5Freunde sind besser als Algorithmen
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Inzwischen habe ich eine Theorie dazu. Es liegt vermutlich daran, dass Anwender in der digitalen Welt sich unheimlich schnell in Schwärmen organisieren. Klingt hochgestochen, aber hier ein Beispiel: Da sitzen alle am PC, nur ein paar wenige haben ein Netbook. Dann werden es ein paar mehr Netbook-Anwender, die Preise sinken und plötzlich sitzen alle mit ihren neuen Netbook im Café herum und die Marktforscher erklären den PC für tot. Wenn ein neuer Trend einen bestimmten Punkt erreicht hat, dann wechselt der ganze Schwarm blitzschnell zu dieser Technik. Experten nennen sowas "Tipping Point". Möglicherweise ist dies genau das Phänomen, vor dem Andy Grove schon vor 20 Jahren Angst gehabt hat.

Dabei ist der Wechsel von einer Technik zur anderen und das Entstehen neuer Marktführer häufig auch mit einem veränderten Nutzungsverhalten verbunden. Siehe PC und Netbooks.



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