Day of Remembrance

25 Jahre Challenger-Unglück: NASA gedenkt Opfern

Am 28. Januar vor genau 25 Jahren kam es zur Katastrophe: Das Space Shuttle "Challenger" ist 73 Sekunden nach ihrem Start explodiert und alle sieben Crew-Mitglieder kamen ums Leben. NASA gedenkt ihnen und den Opfern der Unglücke von Apollo 1 und Columbia jedes Jahr.

Challenger-Unglück: Kurz nach dem Start ist das Space Shuttle am 28. Januar 1986 explodiert. (Bild: NASA)
Challenger-Unglück: Kurz nach dem Start ist das Space Shuttle am 28. Januar 1986 explodiert. (Bild: NASA)
Werbung

Gestern war der diesjährige "Day of Remembrance" der NASA. In seiner Rede erklärte NASA-Administrator Charles Boden, dass der Verlust der Challenger die NASA dazu gebracht habe, das System und die Prozesse zu überdenken, um die Shuttle sicherer zu machen. Die Nation werde nie den 28. Januar 1986 oder die unauslöschlichen Bilder vergessen.

Die Katastrophe beginnt nach 58,788 Sekunden

Nach genau 58,788 Sekunden wurde eine erste Flamme entdeckt. Danach bildete sich immer mehr Rauch, nach 73,191 Sekunden wurde der erste Blitz gemeldet. Kurze Zeit später ist die Challenger explodiert und in tausend Teile zerbrochen. Die damals zehnte Mission der Challenger wurde von Vielen verfolgt, da erstmals außer den sechs Astronauten auch eine normale Bürgerin ins All fliegen sollte - eine Lehrerin.

Auch US-Präsident Obama gedenkt in seiner Rede den "mutigen Astronauten", die das äußerste Opfer zur Unterstützung der NASA-Missionen gebracht haben. Gleichzeitig betont Obama, dass jeder einzelne von dem Mut und der Hingabe profitiert habe und dass man ihre Gedenken ehren sollte, indem man sich einer besseren Zukunft widmet. Er blickt auch in die Zukunft und erklärt, dass die NASA im 21. Jahrhundert neue Industrien fördern werde, die Arbeitsplätze erschaffen, den Weg für Technologie-Innovationen bahnen und eine neue Generation von Forschern inspirieren werde.

Gedenken an Opfer der Apollo 1 und der Columbia

Neben dem Challenger-Unglück, bei dem sieben Menschen ihr Leben verloren, gedenkt die NASA am Day of Remembrance den Opfern der Apollo 1 und der Columbia. Drei Astronauten kamen bei einem Feuer der Apollo 1 bei einem Pre-Launch-Test am 27. Januar 1967 ums Leben. Und 17 Jahre nach der Katastrophe mit der Challenger haben am 1. Februar 2003 die sieben Astronauten der Columbia ihr Leben verloren, als die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht ist.

Die Geschichte der Space Shuttles neigt sich dem Ende zu. So markieren die Starts der Discovery und der Endeavour das Ende einer Ära. Allerdings bereitet die Discovery viele Probleme. Der Start, der eigentlich für November geplant war, wurde mehrfach verschoben. Zurzeit ist der 24. Februar als Launch-Termin geplant. Die Endeavour soll am 19. April ins Weltall abheben.

Links zum Thema

Kommentieren