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LG BD 570: Blu-ray-Player für 300 Euro im Test
Sehr gutes Kinobild ohne 3D-Unterstützung

von Elmar Salmutter Uhr veröffentlicht

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Eigentlich soll er ja laut Hersteller 300 Euro kosten, der LG BD 570, doch im Internet findet man den Blu-ray-Player aus Südkorea bereits für 130 Euro. Was der prall ausgestattete Player bild- und tontechnisch auf dem Kasten hat, musste er im netzwelt-Praxis- und Labortest beweisen.

Eigentlich soll er ja laut Hersteller 300 Euro kosten, der LG BD 570, doch im Internet findet man den Blu-ray-Player aus Südkorea bereits für günstige 130 Euro. Was der prall ausgestattete Player bild- und tontechnisch auf dem Kasten hat, musste er im netzwelt-Praxis- und Labortest beweisen.

Unter der teilweise transparenten Frontklappe des LG BD 570 verbirgt sich ein USB-Eingang.

Ausstattung

LGs Neuer ist ein kleiner Multimedia-Meister, wie sich schnell herausstellt. Dass er ins Internet kann, ist keine große Besonderheit, wohl aber, dass bei Internet-Verbindung bei Druck auf die Display-Taste nach ein paar Sekunden Infos aus der Datenbank "Gracenote zum Film oder Musiktitel erscheinen. Drückt man die "NetCast"-Taste, gelangt man schnell zu Online-Angeboten wie YouTube oder Picasa. Dank WLAN-Technik ist dies auch in Räumen ohne Netzwerkanschluss möglich. Praktisch: Mithilfe des drahtlosen DLNA-Streamings kann man sogar auf Multimedia-Dateien im Heimnetzwerk zugreifen. So lassen sich sogar Filme in HDTV-Auflösung wie der DivX-Kurzfilm "Big Buck Bunny" ruckelfrei in 1080/24p genießen.

Der LG BD 570 kommt trotz seiner zahlreichen Netzwerkfunktionen und WLAN ohne Lüfter aus und ist dementsprechend leise.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell erkennt der BD 570 aber die HDTV-Codecs AVCHD und WMVHD über das Netzwerk nicht. Schlimmer noch: Manchmal stürzt er dabei sogar ab, sodass nur noch das Ziehen des Netzkabels hilft. Und noch ein heftigerer Fehler fiel bei der Fotowiedergabe via Netzwerk auf: Die Bilder erscheinen unscharf. Bleibt zu hoffen, dass ein Firmware-Update Besserung bringt.

Immerhin funktioniert die Diashow mit Musikberieselung. Werden Bilder per USB-Stick zugespielt, sehen sie superb aus - an Schärfe und Skalierung gibt es dann nicht das Geringste auszusetzen. Über USB akzeptiert der Südkoreaner zudem Videos in den Formaten DivX, DivX-HD, MPEG2 und H.264 sowie AVCHD-Camcordervideos. Auch Bildregler, mit denen man Helligkeit, Kontrast, Farbe und Schärfe beeinflussen kann, sind an Bord. Das Farbmanagement, das noch den BD 390 auszeichnete, ist jedoch leider gestrichen worden. Dafür bietet der Player aber umschaltbare HDMI-Farbräume.

Handhabung

Die Fernbedienung erfreut das Auge mit ihrer Hochglanzoptik, komfortabel ist sie mit ihren leicht ansteuerbaren Funktionen über das Cursorkreuz aber auch.

Bei den Einlesezeiten für Blu-rays und DVDs hat der neue LG-Player im Vergleich mit dem Vorgängermodell ein Stück nachgelassen. Seine Einlesezeit fällt durchschnittlich aus. Einen Schnellstart-Modus haben die Südkoreaner nicht spendiert, und das Display lässt sich auch nicht dimmen. Gut findet netzwelt hingegen, dass sich der Player bei Scheiben ohne BD-Java-Programmierung die letzte Abspielstelle eines eingelegten Films merken kann, sodass man am nächsten Tag bequem mit der Fortsetzung beginnt. Bei BD-Live-Discs kann man Trailer nicht nur streamen, sondern gleich auf einem USB-Stick oder auf einer SD-Card speichern. Über einen internen Speicher verfügt der LG jedoch nicht.

Tonqualität

Mit seinen analogen Cinchausgängen kann der LG rauschfreien CD-Ton oder Downmix-Ton ausgeben. Im DTS Neucodierung-Modus nutzt er die digitalen Schnittstellen, um HD-Ton von Dolby als DTS-Ton über HDMI oder wahlweise optisch oder koaxial auszugeben, was viel besser als das simple Dolby-Digital klingt. Die Übertragung von unkomprimiertem HD-Ton ist nur via HDMI möglich, entweder intern decodiert als PCM oder als Bitstream. In diesen Fällen ist der angeschlossene Receiver für die Klangqualität verantwortlich.

DVD-Bild

DVD-Kinofilme kann der Videoprozessor des BD 570 auch ohne das Auswerten eines Markers in Vollbilder umwandeln. Das funktioniert meistens einwandfrei, aber es gibt auch Ausnahmen. Zum Beispiel den klassischen Stolperstein, die Strandszene in "Sechs Tage, sieben Nächte". Hier tritt beim Kameraschwenk über den Strand immer wieder ein Flimmern auf, während in "Space Cowboys" nur wenig Flackern stört. Tipp: Man kann auch auf die 576i-Ausgabe über HDMI ausweichen, falls das angeschlossene Display über eine bessere Vollbildwandlung verfügt.

Blu-ray-Bild

Korrekte HDMI- und Farbpegel bekamen die Testredakteure bei den beiden Bildmodi "Benutzer" und "Standard". Dann stimmt auch die Bildauflösung, wenngleich netzwelt empfiehlt, im Benutzermodus die Schärfe auf -1 und den Rauschfilter auf -3 zu stellen. Blu-rays sehen mit 60 und 24 Hertz makellos und flimmerfrei aus, während bei 1080i-Material gelegentlich Kämme in schnellen Objekten auftreten können.

Fazit

Das Negative zuerst: Der neue BD 570 ist preiswerter, aber nicht besser als sein Vorgänger, da er Fotos unscharf abbildet und auch weniger Dateiformate über das Netzwerk abspielen kann. Auf der anderen Seite ist er vollgestopft mit reichlich Ausstattung und bietet ein hervorragendes Blu-ray-Bild. Für die Dumpingpreise, für die er im Internet angeboten wird, ist er sogar ein echtes Schnäppchen.

Kommentare zu diesem Artikel

Eigentlich soll er ja laut Hersteller 300 Euro kosten, der LG BD 570, doch im Internet findet man den Blu-ray-Player aus Südkorea bereits für 130 Euro. Was der prall ausgestattete Player bild- und tontechnisch auf dem Kasten hat, musste er im netzwelt-Praxis- und Labortest beweisen.

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  • BJ85 schrieb Uhr
    AW: LG BD 570: Blu-ray-Player für 300 Euro im Test

    Zusatz: Die Fernbedienung, die dort abgebildet ist, gehört nicht zum Player.
  • BJ85 schrieb Uhr
    AW: LG BD 570: Blu-ray-Player für 300 Euro im Test

    Von neu kann man hier ja nicht reden. Der Player ist über ein halbes Jahr schon im Handel.

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LG BD 570: Blu-ray-Player für 300 Euro im Test
LG BD 570: Blu-ray-Player für 300 Euro im Test
Eigentlich soll er ja laut Hersteller 300 Euro kosten, der LG BD 570, doch im Internet findet man den Blu-ray-Player aus Südkorea bereits für sagenhafte 130 Euro.
http://www.netzwelt.de/news/85406-lg-bd-570-blu-ray-player-300-euro-test.html
2011-02-18 09:55:07
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/teilweise-transparenten-frontklappe-lg-bd-570-verbirgt-usb-eingang-quelle-netzwelt4260.jpg
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