Rastlos auf dem Raster

Im Kurztest: Tron Evolution

Die Lücke, die das Videospiel "Evolution" schließen soll, ist groß. Knapp 30 Jahre liegen zwischen dem ersten "Tron"-Film und seinem aktuellen Kinonachfolger "Legacy". Dennoch: Mehr als sechs Stunden sollten PC- und Konsolenspieler nicht einplanen, wenn sie erfahren wollen, warum das krankhaft perfektionistische Systemadministratorenprogramm Clu gegen seinen Schöpfer Kevin Flynn (im Film von Jeff Bridges dargestellt) aufbegehrt und die Macht in der virtuellen Welt an sich reißt...

Tron: Evolution - Bostrom Trailer: Tron: Evolution ist ein Action-Adventure, das für die PlayStation 3, die Xbox 360, die Nintendo Wii und den PC erhältlich ist. Dieser Trailer zeigt Kampfszenen des Titels und gibt einen Überblick der genutzten Grafikengine. Weitere Versionen von Tron: Evolution sind für die PlayStation Portable, den Nintendo DS sowie für iPhone und iPad erhältlich. Zum Video: Tron: Evolution - Bostrom Trailer

"Tron: Evolution" versetzt Spieler in die schimmernde Rüstung eines Wächters, der den Raster beschützen soll. In dieser neonleuchtenden Computerwelt, die von allerlei Programmen in Menschenform bevölkert wird, geht es drunter und drüber, seit die ISOs aufgetaucht sind. Diese Wesen - gemacht aus Bits und Bytes, gesegnet mit Herz und Verstand - sind Clu ein Dorn im Auge. Er wurde vom User Kevin Flynn damit beauftragt, ein perfektes System aufzubauen - ohne die Launen der Software-Natur. Also intrigiert, sabotiert und rebelliert Clu nach Kräften - und hetzt fortan seine Sicherheitskräfte auf den Spieler, der zu Flynn und den ISOs hält. Und als ob eine Cyberdiktatur nicht schon schlimm genug wäre, wird das Raster auch noch von einem Virus bedroht.

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Es gibt also viel zu tun in "Tron: Evolution". Und doch herzlich wenig. Denn in erster Linie ist das Spiel ein Action-Adventure, in dem der Wächter mit seinem Diskus Widersacher im Akkord in ihre Code-Einzelteile zerlegt. Die dafür kassierten Erfahrungspunkte lassen sich an bestimmten Punkten wiederum in Upgrades der eigenen Gesundheit oder Stärke investieren. Schweigen die Waffen, erwarten den Spieler ausgedehnte Hüpf-, Sprung- und Kletterpassagen, die aufgrund der hakeligen und unpräzisen Steuerung meist in zahllosen Abstürzen enden. Frust ist da vorprogrammiert, auch wenn die Rücksetzpunkte fair gesetzt sind.

Natürlich kommt "Tron: Evolution" nicht ohne Ausritte mit Lichträdern oder Cyberpanzern aus. Allerdings sind diese Abschnitte recht anspruchslos, viel zu schnell bewältigt und deshalb keine echte Abwechslung zum sonst monotonen Spielgeschehen, das optisch halbwegs spektakulär und bei entsprechender Hardware auch in 3D präsentiert wird. Aber wie beim Kinofilm nutzen sich die Licht- und Leucht-Effekte im Speziellen und die schwarz-blau-getönte Neonoptik im Allgemeinen rasch ab. Für Farbtupfer sorgen nur die orangen Sicherheitskräfte und der gelb leuchtende Virenbefall.

Im Test: Tron: Evolution

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Im Test: Tron: Evolution - Das Spiel "Tron: Evolution" will Bindeglied zwischen den beiden Filmen sein. (Bild: Disney Interactive)
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Das Spiel "Tron: Evolution" will Bindeglied zwischen den beiden Filmen sein. (Bild: Disney Interactive)

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Im Test: Tron: Evolution - Der Spieler verkörpert einen Wächter, der den Raster beschützen soll. (Bild: Disney Interactive)
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Der Spieler verkörpert einen Wächter, der den Raster beschützen soll. (Bild: Disney Interactive)

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Im Test: Tron: Evolution - Alle Hauptfiguren des Films tauchen auch im Spiel auf. (Bild: Disney Interactive)
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Alle Hauptfiguren des Films tauchen auch im Spiel auf. (Bild: Disney Interactive)

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Im Test: Tron: Evolution - Kein "Tron"-Spiel ohne Lichträder: Die Rennen sind allerdings nicht allzu spektakulär. (Bild: Disney Interactive)
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Kein "Tron"-Spiel ohne Lichträder: Die Rennen sind allerdings nicht allzu spektakulär. (Bild: Disney Interactive)

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Im Test: Tron: Evolution - Viren und feindliche Sicherheitsprogramme zerlegt der Spieler mit seinem Diskus. (Bild: Disney Interactive)
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Viren und feindliche Sicherheitsprogramme zerlegt der Spieler mit seinem Diskus. (Bild: Disney Interactive)

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Immerhin: Neben dem mageren Soloabenteuer, dessen Geschichte von kleinen Zwischensequenzen zusammengehalten wird, erwartet "Evolution"-Käufer ein gelungener Mehrspielermodus, in dem sich bis zu zehn Spieler den Diskus um die Ohren hauen und mörderische Motorradrennen liefern können. Vier Karten sind allerdings nicht gerade viel. Und ob es jemals mehr werden, steht in den Sternen. Einen Tag vor dem Europastart des Spiels gab Disney Interactive bekannt, das verantwortliche Entwicklerstudio Propaganda Games zu schließen. Offenbar war man selbst weder von der Qualität des Titels noch von den Verkaufszahlen in den USA sonderlich begeistert.

Datenblatt

Tron: Evolution
SpielnameTron: Evolution
HerstellerPropaganda Games
VertriebDisney Interactive Studios
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab20.01.2011
Preisca. 60 Euro
EAN Code8717418289744
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayer2-8 (WWW)
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerungausreichend
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassbefriedigend
Bewertung Gesamtbefriedigend
SystemPS3
SystemXbox 360
SystemiPhone/iPod Touch
SystemMac OS X
SystemNintendo DS
SystemPC
SystemPSP

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