Ausprobieren ausdrücklich erlaubt
Computerspielemuseum: Eröffnung am Freitag in Berlin
Computerspiele sind in der heutigen Zeit kaum mehr aus Kinderzimmern wegzudenken. Dabei gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlicher Spiele, die auf verschiedenen Endgeräten genutzt werden können. Wie sich das Ganze von Beginn an entwickelt hat, zeigt das neue Computerspielemuseum in Berlin. Ausgestellt werden dafür beispielsweise zahlreiche Spiele, Konsolen und Computersysteme.
Für Besucher ist das Museum ab Freitag, den 21. Januar geöffnet. Das Konzept hinter dem Museum ist dabei nicht nur das bloße Ausstellen von Exponaten - es wird auch viel auf Interaktion gesetzt. Besucher können also alte Computerspiele und Automaten selbst ausprobieren und sich in andere Zeiten versetzen lassen.
Die Entwicklung zum Homo Ludens Digitalis
Die Museumsbesucher sollen dabei die Entwicklung vom Homo Ludens - lateinisch für der spielende Mensch - zum Homo Ludens Digitalis nachvollziehen. Dabei präsentiert Berlin "weltweit erstmals eine Spiel- und Experimentierlandschaft, in der Besucherinnen und Besucher in die Anfänge des neuen Massenmediums Computerspiel zurückversetzt werden, um die Technik- und die Wirkungsgeschichte des Mediums nachzuvollziehen und zugleich die Spiel- und Lernkultur des 21. Jahrhunderts zu erkunden", erklärt Museumsdirektor Andreas Lange.
In der "Wall of Hardware" werden zum Beispiel fünfzig "Spielmaschinen" ausgestellt, die Computer-Geschichte geschrieben haben. Mit dabei ist die "Brown Box" aus dem Jahr 1968, die als die Mutter aller Spielekonsolen gilt. Die "Wall of Hardware" zeigt dabei die Entwicklung bis zur Xbox aus dem Jahr 2001.
ComputerSpace, 3D-Simulator und PainStation
Darüber hinaus gehört unter anderem auch der ComputerSpace-Automat zu den Ausstellungsstücken. Der Automat ist interessant, da ComputerSpace das erste Computerspiel war, das in Serie produziert wurde. Das Spiel war in einen Schaltkreis eingebaut und wurde auf einem Fernseher ausgegeben.
Ein weiteres Highlight ist das Virtual Reality System der englischen Firma Virtuality Group Plc von 1994. Zwei Spieler konnten in einem virtuellen Spielfeld gegeneinander antreten, wobei das Spiel mit Körperbewegungen gesteuert wurde. Die Spieler haben das Ganze dreidimensional dank eines Head Mounted Displays erlebt. Hier haben sich also bereits zwei Trends abgezeichnet: Bewegungssteuerung und 3D.
Wer testen möchte wie weit er für einen Sieg gehen würde, sollte die sogenannte PainStation unbedingt ausprobieren. Besucher können "Pong" spielen, sollten sich allerdings gut konzentrieren. So werden Spieler bestraft wenn sie einen Ball verpassen - mit Hitze, Stromschlag oder Peitsche. Wenn sie die linke Hand von der vorgesehenen Fläche nehmen, bedeutet das automatisch die Niederlage.
