Aiptek i2 und P8
Ohne Brille: 3D-Camcorder und 3D-Bilderrahmen im Test
Nachdem 3D-Technik marktreif geworden ist, stellen 3D-Bildschirme, für deren Betrachtung keine Spezialbrille nötig ist, die nächste Herausforderung für die Hersteller dar. Das chinesische Unternehmen Aiptek bietet mit dem i2 und dem P8 sowohl einen Pocket-Camcorder als auch einen Bilderrahmen an, auf deren Bildschirmen 3D-Bilder ohne Brille zu sehen sind. Die Videokamera nimmt selbstverständlich auch in 3D auf und liefert die Inhalte für den Bilderrahmen.
Aiptek i2 und P8 : 3D-Filme und Fotos zum günstigen Preis: Aiptek bietet mit dem i2 einen 3D-Pocketcamcorder und mit dem P8 gleich den passenden digitalen Bilderrahmen an. Die Bildschirme beider Geräten zeigen auch ohne Spezialbrillen 3D-Ansichten. Zum Video: Aiptek i2 und P8
Inhaltsverzeichnis
- 13D ohne Brille
- 23D-Bildschirm, zwei Linsen, ein Bildsensor
- 3Wenige Tasten, kleines Menü: Einfache Bedienung
- 4Schlechter Weißabgleich und schnelles Bildrauschen
- 5Kurzer USB-Arm und ein HDMI-Anschluss
- 6Aiptek P8: 3D-Bilderrahmen mit Akku
- 7Zwangsweise 3D
- 8Sensortasten und übersichtliche Menüs
- 9SD-Karten, USB-Anschluss und ein Akku
- 10Fazit: Brillenfreies 3D zum günstigen Preis erfordert Verzicht
3D ohne Brille
Sowohl der 2,4 Zoll große Bildschirm des Camcorders i2 als auch die acht Zoll große Anzeige des Bilderrahmens P8 nutzen die so genannte "Parallax Barrier"-Technologie. Ähnlich wie bei einer Wackelpostkarte befindet sich eine Schicht auf dem Monitor, die das Licht im Idealfall so bricht, dass die zwei Augen des Betrachters jeweils ein anderes Bild wahrnehmen. Das menschliche Gehirn setzt daraus dann eine räumliche Ansicht zusammen.
Für den optimalen räumlichen Eindruck empfiehlt Aiptekt, direkt im 90 Grad Winkel auf die Geräte zu blicken. Der ideale Abstand für einen 3D-Effekt soll beim Pocket-Camcorder i2 bei rund 30 Zentimetern und beim Bilderrahmen P8 zwischen 60 und 80 Zentimetern liegen.
3D-Bildschirm, zwei Linsen, ein Bildsensor
Aiptek stattet seinen günstigen und sehr kompakten 3D-Camcorder i2 mit zwei Linsen, aber nur einem CMOS-Bildsensor aus. Bei einer Fläche von 1/3,2 Zoll liefert er eine Auflösung von fünf Megapixeln, die für Videos im HD-Format mit 1.280 x 720 Pixeln völlig ausreicht. Allerdings fällt der Chip kleiner aus, als bei den meisten kompakten Digitalkameras und im Gegensatz zur 3D-Kamera von Fujifilm handelt es sich nur um einen und nicht um zwei Bildsensoren.
Die 3D-Aufnahmen entstehen im "Side-by-Side"-Verfahren. Das bedeutet für die Videos, dass sich zwei gestauchte Bilder die Breite von 1.280 Pixeln teilen, also jeweils nur eine Auflösung von 640 x 600 Pixeln aufweisen.
Die zwei Linsen des i2 verfügen über eine feste, nicht genauer genannte Brennweite. Der Fokusbereich reicht von einem Meter bis unendlich - für Makroaufnahmen taugt der Camcorder also nicht. Die Nutzung des 4x-fachen digitalen Zooms lohnt sich nicht, da er die Bildqualität massiv verschlechtert.
Der Aiptek i2 verfügt nur über einen Aufnahmemodus. Der Nutzer kann bei dem Camcorder keine Einstellungen vornehmen, sondern muss sich mit den Voreinstellungen und der Automatik der Kamera zufrieden geben.
3D-Camcorder Aiptekt i2 im Test
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Bild vergrößern Kleiner 3D-Bildschirm für den keine Spezialbrille nötig ist. - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Liegt gut in der Hand. - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Zwei Linsen, aber nur ein CMOS-Bildsensor. - Bild 4 von 5
Bild vergrößern HDMI-Anschluss und SD-Kartenlesegerät. - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Stativgewinde und USB-Stecker.
Der 2,4 Zoll große Bildschirm des i2 verfügt über eine Auflösung von 480 x 240 Pixeln. Die Anzeige erweist sich als nicht besonders lichtstark und stark blickwinkelabhängig. Bereits ab rund 50 Grad lässt sich das Bild nur noch schwer erkennen. Ein 3D-Effekt lässt sich auf dem Monitor erkennen, allerdings fällt er nicht so angenehm aus, wie auf größeren 3D-Monitoren.
Wenige Tasten, kleines Menü: Einfache Bedienung
Die Bedienung des Aiptek i2 gestaltet sich denkbar unkompliziert. Der Pocket-Camcorder verfügt über vier Tasten und einen Mini-Joystick auf der Vorderseite. Die Tasten dienen zum Aufnehmen von Videos und Fotos, sowie zum Löschen von Dateien und zum Umschalten zwischen 2D- und 3D-Betrieb.
Mit dem Mini-Joystick bewegt der Nutzer den digitalen Zoom, startet die Bildwiedergabe oder öffnet das Menü des Aiptek i2. Durch die sieben Einstellungen, die allesamt keine Auswirkungen auf die Aufnahme haben, navigiert der Nutzer ebenfalls mit dem Joystick. Im ersten Moment wirken die Tasten schwammig, weisen jedoch letztendlich klare Druckpunkte auf.
Schlechter Weißabgleich und schnelles Bildrauschen
Der Aiptek i2 zeichnet Videos in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Unter Kunstlicht sorgt der automatische Weißabgleich für natürlich wirkende Farben, im Freien weisen die Filme und Fotos dagegen einen deutlichen roten Farbstich auf. Zimmerbeleuchtung erweist sich als nicht hell genug, so dass die Aufnahmen ein deutliches Bildrauschen aufweisen. Unter diesem leidet die Detailgenauigkeit und Konturen wirken verwaschen.
Kurzer USB-Arm und ein HDMI-Anschluss
Der Aiptek i2 steckt in einem schwarzem Kunststoffgehäuse, das nicht besonders hochwertig wirkt, aber keine Mängel aufweist. Die Rückseite ist gummiert, wodurch der Nutzer den Camcorder sicher im Griff hat.
Ein auswechselbarer Lithium-Ionen-Akku stellt die Stromversorgung sicher. Der 128 Megabyte große interne Speicher beherbergt eine Software zur Verarbeitung der Aufnahmen sowie ein elektronisches Handbuch. Fotos und Videos legt der i2 auf SD- und SDHC-Speicherkarten ab.
Mit einem sehr kurzen, ausfahrbaren USB-Arm schließt der Nutzer den i2 an Computer an, um Dateien zu kopieren oder den Akku aufzuladen. Über ein HDMI-Anschluss gibt der Camcorder seine Videos und Fotos auch direkt auf Fernsehgeräten wieder. Im Lieferumfang der Kamera befinden sich neben einer Tasche und einem USB-Kabel auch noch ein HDMI-Kabel sowie eine 3D-Brille mit je einem roten und grünen Glas.






