Die Open-Source-Community entwickelt mit Scribus eine kostenlose DTP-Lösung an.

Scribus 1.3 im Test: Bücher auch unter Linux setzen

Die kommerziellen Programme QuarkXPress 8.5 und Adobe InDesign CS5 haben im Netzwelt-Test gezeigt, dass die im Bereich des Desktop-Publishing kaum Wünsche offen lassen. Einzig der Lizenzpreis ist für viele Nutzer nicht akzeptabel: Wer möchte schon mehrere hundert Euro nur für ein Produkt ausgeben, das unter Umständen nicht jeden Tag gebraucht wird. Wer nicht beruflich im DTP-Bereich unterwegs ist, wird sich eine Lizenz für QuarkXPress oder Adobe InDesign wohl kaum vom privaten Taschengeld leisten können.

Scribus - Das kostenlose DTP-Programm Scribus entstammt der Open-Source-Community. (Bild: Netzwelt)
Das kostenlose DTP-Programm Scribus entstammt der Open-Source-Community. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nicht nur mit Linux
  2. 2Fenster und Menüs
  3. 3Rot, Grün und Blau
  4. 4Neue Datei erstellen
  5. 5Inhalt: Text und Bild
  6. 6Gute Druckkontrolle
  7. 7Formate: EPS & mehr
  8. 8Fazit

Genau für diejenigen Anwender, denen kommerzielle Lösungen zu teuer sind, gibt es Scribus. Die Software entstammt genau wie das Büropaket OpenOffice und das beliebte Linux-Betriebssystem der Open Source Community: Scribus wird also von einer Reihe freiwilliger Helfer entwickelt, die selbst ein Interesse an einer kostenlosen DTP-Lösung haben. Netzwelt hat getestet, wie sich Scribus gegen InDesign & Co. schlägt und ob es möglicherweise sogar dazu geeignet ist, die Platzhirsche im Desktop-Publishing anzugreifen.

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Nicht nur mit Linux

Das DTP-Programm Scribus liegt in der aktuellen Fassung 1.3.9 für alle wichtigen Betriebssysteme vor: Für Linux-Distributionen gibt es sowohl ein Archiv mit dem Programmcode zum kompilieren in Eigenregie, wobei die meisten Nutzer aber eher die fertigen RPM- oder DEB-Pakete bevorzugen dürften. Für Suse Linux gibt es direkt auf der Webseite des Projekts aktualisierte RPM-Pakete sowohl in 32-bit als auch 64-bit-Fassung. Grundsätzlich sollte der Nutzer aber zuerst in der Paketverwaltung seiner Linux-Distribution nachsehen, ob es dort nicht schon eine Version von Scribus gibt - z.B. Ubuntu bietet die Software seit langem an.

Der Download des .tar.bz2-Archivs für Linux ist mit einer Größe von etwa 25 Megabyte schnell erledig. Wer das Pendant für Microsoft Windows 2000, XP, Vista sowie Windows 7 beziehen will, muss schon knapp 50 Megabyte herunterladen. Der Download des Archivs für Apple Mac OS X 10.4, 10.5 oder 10.6 schlägt dem Fass aber den Boden aus: Mit 160 Megabyte ist die DMG-Datei mehr als dreimal so groß wie die Versionen für Linux oder Windows. Die Installation unter Linux ist über die Paketverwaltung der Distribution meist sehr einfach, auch unter Mac OS X muss der Nutzer nur eine Programmdatei mittels Drag’n’Drop in sein System kopieren. Allen Windows-Nutzern hilft ein Assistent, der Scribus zügig auf dem System einrichtet.

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