24 Stunden Testlauf

Google und Co.: Internet-Riesen rufen IPV6-Tag aus

Google, Facebook, Yahoo und weitere große Internetfirmen sind einem Aufruf der Internet Society gefolgt und werden am 8. Juni am weltweiten IPV6-Tag teilnehmen. Die Unternehmen werden ihre Inhalte an diesem Tag nicht mehr über das gängige IPV4-Protokoll anbieten, sondern über das neue IPV6-Protokoll.

IPV4-Adressen gehen zu Neige, daher muss demnächst auf das Protokoll IPV6 umgestellt werden. (Bild: Screenshot)
IPV4-Adressen gehen zu Neige, daher muss demnächst auf das Protokoll IPV6 umgestellt werden. (Bild: Screenshot)
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Der Tag soll als Testlauf dienen, um mögliche Probleme bei der Abwicklung des Internet-Verkehrs über das neuen Protokoll zu ermitteln. Denn zukünftig wird der Internet-Verkehr über das IPV6-Protokoll erfolgen müssen, da durch die zunehmende Zahl an internetfähigen Geräten die bislang verwendeten IPV4-Adressen zu Neige gehen. Die letzten Adressen des alten Protokolls würden im März an die Internet Service Provider, Organisationen und Großunternehmen verteilt, mahnte der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco bereits im November 2010.

IP-Adressen - die Hausnummern des Internets

IP-Adressen können vereinfacht gesagt als Hausnummern des Internets bezeichnet werden. Jedes Gerät, das sich mit dem Netz verbindet, benötigt eine eindeutige IP-Adresse, damit es im Internet kommunizieren kann. Das alte IPV4-Protokoll besteht aus einer Kombination von 12 Zahlen zwischen 0 und 255. Hieraus lassen sich rund 4 Milliarden Adressen generieren. Das neue IPV6-Protokoll ist dagegen länger und ermöglicht bis zu 340,28 Sextillionen verschiedene Adressen.

Das IPV6 Protokoll existiert bereits seit über zehn Jahren, laut Google haben aber bislang lediglich 0,2 Prozent der Internet-Nutzer auf das neue Protokoll umgestellt, obwohl die technischen Voraussetzungen dazu gegeben sind. Der IPV6-Tag soll nun die Verbreitung und Akzeptanz steigern. Für die Internet-Nutzer dürfte sich laut Google an diesem Tag nichts ändern, sie müssen auch keine Vorbereitungen treffen, das ist Aufgabe der Netzbetreiber und Internet-Firmen.

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